Fußball
Weimer fordert Rücktritt von FIFA-Chef Infantino

Als erstes Mitglied der Bundesregierung hat Kulturstaatsminister Weimer den FIFA-Präsidenten Infantino zum Rücktritt aufgefordert. Infantino habe dem Weltfußball mit einem geplanten Ausverkauf schwer geschadet, sagte Weimer der Deutschen Presse-Agentur. Fußball sei ein Kulturgut für alle und keine Spekulationsware für wenige.

    Portät des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino
    Als erstes Mitglied der Bundesregierung forderte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer einen Rücktritt des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino (imago / Joeran Steinsiek)
    Weimer forderte den Deutschen Fußballbund auf, aktiven Widerstand zu leisten. Ohne DFB und UEFA werde es keine Fußball-WM geben. Infantino hat seine Pläne zum Einstieg von Investoren inzwischen verworfen, die UEFA hält ihre Boykott-Drohung jedoch aufrecht.
    Unterdessen berichtete der britische "Telegraph", Infantino habe 2011 in seinem damaligen Amt als UEFA-Generalsekretär eine hohe Abfindung für eine enge Mitarbeiterin herausgehandelt, die seine Geliebte gewesen sei. Die UEFA bestätigte gegenüber der Agentur SID die Zahlung und erklärte, diese sei im Einklang mit damaligen Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter erfolgt. Infantinos Sprecher wies die Vorwürfe als kategorisch unwahr zurück.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.