Archiv

Bangladesch
Welternährungsprogramm muss Hilfe für Rohingya kürzen

Das Welternährungsprogramm WFP muss die Versorgung hunderttausender Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch weiter reduzieren.

26.05.2023
    Rohingya-Flüchtlinge erhalten in einem Lager in Bengaluru in Indien Nahrungsmittel.
    Die Versorgung der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch muss gekürzt werden. (dpa / Zuma Wire / SOPA / Meghana Sastry)
    In einer Erklärung führt das WFP Finanzierungsengpässe als Grund an. In der Folge müsse der Wert der monatlichen Lebensmittelgutscheine von zehn auf acht US-Dollar herabgesetzt werden. Bereits im März habe man den Wert der Gutscheine verringern müssen. Das habe besonders für Frauen und Kinder katastrophale Folgen.
    Laut WFP fehlen für dieses Jahr rund 56 Millionen Dollar, um eine volle Versorgung zu gewährleisten. Der zuständige Landesdirektor der UNO-Organisation betont, die Hilfen seien die einzige verlässliche Nahrungsmittelquelle für die Rohingya. Im Sommer 2017 waren knapp eine Million Angehörige der muslimischen Minderheit vor ihrer Verfolgung in Myanmar nach Bangladesch geflohen.
    Diese Nachricht wurde am 26.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.