" Mein Name ist Bernhard Becker von der Sachtleben-Chemie in Duisburg."
Becker vertreibt Synthesefasern – und das weltweit.
"Das ist ein Geschäft, was sehr global ist – sowohl Süd- und Nordamerika, als auch Asien und da vorzugsweise Taiwan, China und Indien."
Morgens beginnt der Tag mit Zeitung lesen. Wöchentlich müssen Fachmagazine durchgearbeitet werden. Dan geht es weiter im Büro.
"Ein typischer Arbeitstag beginnt für mich in der Größenordnung um 7.30 Uhr. Einer der ersten Aufgaben ist, den Rechner hochzufahren, um dann zu sehen, was sich über Nacht in der Welt getan hat. "
20 bis 30 Mails muss er blitzschnell erfassen und danach seinen Terminkalender ausrichten. Wenn er hier Fehler macht, etwas wichtiges übersieht, kann es teuer werden.
"Sie sehen, das relativ viel an Informationen über Nacht eingegangen ist. Da sind Informationen sowohl aus China von dem Heiner Schulte, der unser Schanghai-Office leitet, als auch interne Informationen. Sie sehen auch, dass bestimmte Mails immer noch rot sind, selbst von Tagen, die zurück liegen. Das wird deshalb so gemacht, weil ich auf einen Blick schon erkennen kann, was sind die Themen, wo ich sofort dran arbeiten muss und welche Themen werde ich bearbeiten, wenn die Kollegen im Hause sind, so dass ich die zurückstellen kann. "
Informationsverarbeitung ist in einem Großkonzern immer ein Thema, berichtet Axel Markens, der in dem Unternehmen die Pressestelle leitet und für den Informationsfluss innerhalb des Unternehmens zuständig ist und es nach außen darstellen muss. Er ist sozusagen die Informationsschnittstelle des Unternehmens. Mails spielen dabei eine wichtigste Rolle – und die hagelt es förmlich auf die Festplatten.
"15.000 Mails landen im Schnitt täglich bei Sachtleben. Wir haben etwa 800 User, so dass wir statistisch auf 19 bis 20 Mails pro User kommen. "
Die sind jedoch sehr ungleich verteilt, meint Markens. Viele bleiben im Spamfilter hängen, dennoch kommt er auf 100 elektronischen Briefe, die er oft sofort bearbeiten muss. Und das ist noch wenig – verglichen mit anderen Branchen.
"Wenn wir uns mit sehr Konsum-nahen Industrien vergleichen würden, dann dürften wir eher im unteren Bereich liegen. Wir sind im business-to-business-Bereich aktiv, so dass wir von der Menge her im unteren Bereich liegen. "
Trotzdem kämpfen Manager wie Bernhard Becker mit der Infoflut. Das Unternehmen agiert weltweit . Und da laufen die Mails nonstop - rund um die Uhr ein. Vor allem die Zeitzonen sind ein wichtiger Faktor.
"Von daher bin ich hier in Europa relativ gut positioniert. Die Asiaten sind sechs bis acht Stunden vor unserer Zeit. Deshalb auch der frühe Arbeitsbeginn, um mit den Kollegen nicht nur per Mail, sondern auch per Telefon Kontakt aufzunehmen. Die Amerikaner sind sechs Stunden zurück. Das ist vom Standort Duisburg relativ einfach zu handeln. "
Es geht natürlich nicht nur um Mails, sondern natürlich auch um persönliche Gespräche. Probleme müssen diskutiert und möglichst schnell entschieden werden Die Folge: zahlreiche Meetings und Konferenzen.
"Das haben wir aber relativ gut im Griff – Jeder weiß, dass er einen bestimmten Zeitrahmen hat. Wenn die Informationen, die notwendig sind für die Lösung von Problemen oder die Entwicklung von Strategien überschreitet, dann hat er ein Problem."
Doch so diszipliniert wie hier geht es nicht überall zu. In vielen Unternehmen kommt es weiterhin zu ausufernden Powerpoint-Orgien. Technisch auf hohem Niveau, hübsch anzusehen, aber der manchmal nur spärliche Inhalt ist für die Mitarbeiter oft nur schwer verdaulich. Nach all den Mails und Konferenzen ist oftmals wenig Zeit, mit den Mitarbeitern und Kunden ins persönliche Gespräch zu kommen. Doch dafür muss, das betont der Manager, auch noch Zeit bleiben
"Denn am Ende des Tages trifft man sich immer mehr als einmal im Leben. Und wenn die persönliche Ebene nicht stimmt – und man all das außen vor lassen würde, dann gibt´s auch langfristig kein ordentliches Geschäft."
Und wie fühlt man sich am Ende des Tages? Der Kopf ist voll – und der Manager genervt?
"Das kommt vor. Da sollten sie besser meine Frau fragen. Die kann ihnen das bessere Bild geben. Ich denke, es ist schon schwer, nach so einem Tag voller Informationen, dann noch abzuschalten. "
Becker vertreibt Synthesefasern – und das weltweit.
"Das ist ein Geschäft, was sehr global ist – sowohl Süd- und Nordamerika, als auch Asien und da vorzugsweise Taiwan, China und Indien."
Morgens beginnt der Tag mit Zeitung lesen. Wöchentlich müssen Fachmagazine durchgearbeitet werden. Dan geht es weiter im Büro.
"Ein typischer Arbeitstag beginnt für mich in der Größenordnung um 7.30 Uhr. Einer der ersten Aufgaben ist, den Rechner hochzufahren, um dann zu sehen, was sich über Nacht in der Welt getan hat. "
20 bis 30 Mails muss er blitzschnell erfassen und danach seinen Terminkalender ausrichten. Wenn er hier Fehler macht, etwas wichtiges übersieht, kann es teuer werden.
"Sie sehen, das relativ viel an Informationen über Nacht eingegangen ist. Da sind Informationen sowohl aus China von dem Heiner Schulte, der unser Schanghai-Office leitet, als auch interne Informationen. Sie sehen auch, dass bestimmte Mails immer noch rot sind, selbst von Tagen, die zurück liegen. Das wird deshalb so gemacht, weil ich auf einen Blick schon erkennen kann, was sind die Themen, wo ich sofort dran arbeiten muss und welche Themen werde ich bearbeiten, wenn die Kollegen im Hause sind, so dass ich die zurückstellen kann. "
Informationsverarbeitung ist in einem Großkonzern immer ein Thema, berichtet Axel Markens, der in dem Unternehmen die Pressestelle leitet und für den Informationsfluss innerhalb des Unternehmens zuständig ist und es nach außen darstellen muss. Er ist sozusagen die Informationsschnittstelle des Unternehmens. Mails spielen dabei eine wichtigste Rolle – und die hagelt es förmlich auf die Festplatten.
"15.000 Mails landen im Schnitt täglich bei Sachtleben. Wir haben etwa 800 User, so dass wir statistisch auf 19 bis 20 Mails pro User kommen. "
Die sind jedoch sehr ungleich verteilt, meint Markens. Viele bleiben im Spamfilter hängen, dennoch kommt er auf 100 elektronischen Briefe, die er oft sofort bearbeiten muss. Und das ist noch wenig – verglichen mit anderen Branchen.
"Wenn wir uns mit sehr Konsum-nahen Industrien vergleichen würden, dann dürften wir eher im unteren Bereich liegen. Wir sind im business-to-business-Bereich aktiv, so dass wir von der Menge her im unteren Bereich liegen. "
Trotzdem kämpfen Manager wie Bernhard Becker mit der Infoflut. Das Unternehmen agiert weltweit . Und da laufen die Mails nonstop - rund um die Uhr ein. Vor allem die Zeitzonen sind ein wichtiger Faktor.
"Von daher bin ich hier in Europa relativ gut positioniert. Die Asiaten sind sechs bis acht Stunden vor unserer Zeit. Deshalb auch der frühe Arbeitsbeginn, um mit den Kollegen nicht nur per Mail, sondern auch per Telefon Kontakt aufzunehmen. Die Amerikaner sind sechs Stunden zurück. Das ist vom Standort Duisburg relativ einfach zu handeln. "
Es geht natürlich nicht nur um Mails, sondern natürlich auch um persönliche Gespräche. Probleme müssen diskutiert und möglichst schnell entschieden werden Die Folge: zahlreiche Meetings und Konferenzen.
"Das haben wir aber relativ gut im Griff – Jeder weiß, dass er einen bestimmten Zeitrahmen hat. Wenn die Informationen, die notwendig sind für die Lösung von Problemen oder die Entwicklung von Strategien überschreitet, dann hat er ein Problem."
Doch so diszipliniert wie hier geht es nicht überall zu. In vielen Unternehmen kommt es weiterhin zu ausufernden Powerpoint-Orgien. Technisch auf hohem Niveau, hübsch anzusehen, aber der manchmal nur spärliche Inhalt ist für die Mitarbeiter oft nur schwer verdaulich. Nach all den Mails und Konferenzen ist oftmals wenig Zeit, mit den Mitarbeitern und Kunden ins persönliche Gespräch zu kommen. Doch dafür muss, das betont der Manager, auch noch Zeit bleiben
"Denn am Ende des Tages trifft man sich immer mehr als einmal im Leben. Und wenn die persönliche Ebene nicht stimmt – und man all das außen vor lassen würde, dann gibt´s auch langfristig kein ordentliches Geschäft."
Und wie fühlt man sich am Ende des Tages? Der Kopf ist voll – und der Manager genervt?
"Das kommt vor. Da sollten sie besser meine Frau fragen. Die kann ihnen das bessere Bild geben. Ich denke, es ist schon schwer, nach so einem Tag voller Informationen, dann noch abzuschalten. "