
Staatsanwaltschaften hätten bereits Ermittlungen aufgenommen, teilte der DOSB mit. Der Verband setzt Künstliche Intelligenz ein, um Beleidigungen und Drohungen in Echtzeit zu erkennen. Das System analysiert den Angaben zufolge bis zu 30 Sprachen. Mehr als 1.300 Zuschriften und Kommentare seien bereits herausgefiltert worden. Wie schon bei früheren Sportwettbewerben werden Athleten über Soziale Medien wegen vermeintlicher sportlicher Misserfolge angefeindet. Hinzu kommen Diskriminierungen von Frauen und Minderheiten. DOSB-Präsident Weikert betonte, wer für Deutschland antrete, verdiene größtmöglichen Schutz.
Massive Hasswelle gegen US-Sportler wegen Trump-Kritik und gegen polnische Skispringerin
Hass-Kommentare während der Olympischen Spiele sind ein internationales Problem. Zuletzt hatte es vor allem Hetze gegen US-Sportler gegeben, die sich kritisch über Präsident Trump und dessen Regierung geäußert hatten.
Betroffen war darüber hinaus die polnische Skispringerin Pola Beltowska, die beim Skisprung-Mixed den schlechtesten Sprung abgeliefert hatte. Polen verpasste dadurch auch den Einzug in den zweiten Durchgang. Die 19-Jährige ist das erste Mal bei Olympia. Sie hätte schon vorher Angst vor ihrem Sprung gehabt, schilderte sie. Nach ihrem Patzer werde sie nun "von oben bis unten" fertiggemacht. Der polnische Verband betonte, was gerade passiere, überschreite alle Grenzen der Sportkritik.
Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
