
Der Rückgang auf fast allen wichtigen Migrationsrouten sei auf die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Partnerländern und auf Präventivmaßnahmen in den wichtigsten Herkunftsländern der Migranten zurückzuführen, so Frontex.
EU-Migrationskommissar Brunner erklärte, die europäische Migrationswende zeige Wirkung. Seit 14 Monaten gingen die illegalen Grenzübertritte konstant zurück. Die EU müsse die Außengrenzen weiter stärken.
EU-Migrationskommissar Brunner erklärte, die europäische Migrationswende zeige Wirkung. Seit 14 Monaten gingen die illegalen Grenzübertritte konstant zurück. Die EU müsse die Außengrenzen weiter stärken.
Zahl der Grenzüberquerer nach Ceuta kann Frontex nicht ermitteln
Allerdings räumte Frontex in dem Bericht ein, dass die genannten Zahlen die "großangelegte Migrationsbewegung" von Marokko zu der spanischen Exklave Ceuta Ende Juli nicht widerspiegelten. Eine endgültige Gesamtzahl lasse sich wahrscheinlich nicht ermitteln, da die meisten Grenzüberquerer nach Marokko zurückgekehrt seien, bevor sie registriert wurden.
Ende Juli waren nach Angaben der spanischen Regierung zeitweise rund 80.000 Menschen in die Exklave gelangt. Marokko selbst hatte die Zahl der Ankünfte mit rund 40.000 angegeben. 83 Menschen kamen beim Versuch ums Leben. Der Vorfall löste eine Debatte über den Schutz der Außengrenzen der EU und die Verantwortung Spaniens aus.
Lage an den Grenzen kann sich schnell ändern
Aus Frontex-Kreisen hieß es dazu, zwar sei die Situation an den EU-Außengrenzen insgesamt während des Sommers ruhig gewesen, doch Ceuta habe deutlich gemacht, dass sich auch eine ruhige Grenzlage innerhalb weniger Stunden ändern könne. Schleusernetzwerke würden nicht verschwinden, wenn die Zahlen zurückgehen. Vielmehr würden die Menschenschmuggler nur auf die nächste Gelegenheit warten, um diese voll zu nutzen. Genau in diesem Moment müsse Frontex bereit sein.
Mehr Bootsflüchtlinge im westlichen Mittelmeer
Nach den Frontex-Daten führen die Hauptfluchtrouten weiterhin über das Mittelmeer, wo Migranten versuchen, mit Booten überzusetzen. Die Route über das östliche Mittelmeer von der Türkei nach Griechenland sowie die über das zentrale Mittelmeer von Libyen und Tunesien nach Italien und Malta machten insgesamt fast 60 Prozent der registrierten irregulären Einreisen aus.
Während es auf beiden Strecken einen deutlichen Rückgang gab, stellte die Grenzschutzbehörde auf der Migrationsroute über das westliche Mittelmeer nach Spanien einen Anstieg von 34 Prozent fest.
Diese Nachricht wurde am 10.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





