Vereinte Nationen
Zahl der Toten nach Erdbeben in Kolumbien steigt weiter

Die Zahl der Todesopfer des Erdbebens in Kolumbien ist nach UNO-Angaben auf mehr als 220 gestiegen. Etwa 2.600 Menschen seien verletzt worden, teilte das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten mit.

    Einsatzkräfte von Rettungsorganisationen setzen die Suche in den Trümmern fort, nachdem ein Erdbeben die Stadt Cali in Kolumbien erschüttert hat.
    Nach dem Erdbeben in Kolumbien ist die Zahl der Toten auf mehr als 220 gestiegen. (picture alliance/Anadolu/Edwin Rodriguez Pipicano)
    Aus den Städten Pereira und Cali wurden den örtlichen Behörden die meisten Todesfälle gemeldet. Zudem sind Tausende obdachlos, da ihre Häuser zerstört sind. Der Projektkoordinator der Hilfsorganisation Caritas International in Kolumbien, Brenner, sagte im Deutschlandfunk, das Ausmaß der Schäden sei erst langsam abzusehen, da das betroffene Gebiet sehr groß sei. In manchen Regionen sei die Stromversorgung unterbrochen und die Telekommunikation schwierig. Auch Krankenhäuser seien zerstört worden. Die Regierung habe in Zusammenarbeit mit Rettungskräften Kommandozentren errichtet und auch die Zivilgesellschaft helfe bei der Suche nach Überlebenden. Die Solidarität innerhalb der Bevölkerung sei "riesig groß", betonte Brenner.
    Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte am Montag viele Regionen des südamerikanischen Landes erschüttert.
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.