Südamerika
Zahl der Toten nach Erdbeben in Venezuela steigt auf 1.400

In Venezuela wird die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben jetzt offiziell mit 1.430 angegeben. Mehr als 3.200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Rodríguez, mit. Etwa 50.000 Menschen gelten als vermisst. Rettungskräfte aus aller Welt suchen nach Verschütteten.

    Ein mexikanischer Soldat führt seinen Suchhund über die Trümmer eines Hauses.
    Caraballeda, La Guaira: Ein mexikanischer Soldat hilft mit seinem Hund im venezolanischen Erdbebengebiet nach Verschütteten. (AFP / JUAN BARRETO)
    Nach Einschätzung von Hilfsorganisationen sinkt jedoch die Aussicht, in den Trümmern Überlebende zu finden. Unter anderem in der Stadt La Guaira suchten auch Anwohner teils mit bloßen Händen nach Angehörigen und Freunden.

    Auch THW-Kräfte im Einsatz

    Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Rodríguez sprach von entscheidenden Stunden. Laut dem UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten, Ocha, sind Rettungsteams aus mindestens 17 Ländern unterwegs in die Krisenregion beziehungsweise bereits im Einsatz. Inzwischen trafen auch knapp 50 Kräfte des Technischen Hilfswerks in der Hauptstadt Caracas ein. Im Katastrophengebiet beginne nun ein Wettlauf gegen die Zeit, erklärte die Bonner Ogranisation. Bei den zwei aufeinanderfolgenden Beben waren am Mittwoch mindestens 920 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 3.000 wurden verletzt.

    Erdbeben in Afghanistan

    Auch in Afghanistan bebte heute die Erde. Betroffen war der Nordosten des Landes. Berichte über mögliche Opfer oder Sachschäden liegen bislang nicht vor. Nach US-Angaben hatte das Erdbeben eine Stärke von 6,1.
    Diese Nachricht wurde am 27.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.