Sonntag, 22. Mai 2022

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Zur Problematik von Multikulturalismus und "Parallelgesellschaften"

Die niederländischen Nachbarn ringen nach dem abscheulichen Mord an Theo van Gogh noch um Fassung und Worte, da hat eine gewisse nervöse Grundhaltung auch Deutschland erfasst, vor allem die Medien. In dieser Woche schlug die Stunde der Populisten. Die Forderung, Imame sollten nur noch auf deutsch predigen, oder der Vorschlag, einen gesetzlichen islamischen Feiertag in Deutschland einzuführen, sind nicht dazu angetan, das gegenseitige Verständnis zwischen Deutschen und den Bürgern moslemischen Glaubens zu intensivieren. Auch nicht die Verwischung der Unterschiede zwischen Moslems und gewaltbereiten Islamisten. Jedenfalls: Die Debatte um Multikulturalismus und Parallelgesellschaften ist in vollen Gange.

Gespräch mit Karin Fischer | 21.11.2004

Doch wie nötig und wie sinnvoll ist der immer wieder beschworene ‚Dialog der Kulturen’? Unter welchen Bedingungen kann er funktionieren? Und wie realitätsfern ist der Glaube an die multikulturelle Gesellschaft überhaupt?

Der Sozialwissenschaftler und Politologe Claus Leggewie hat sich schon vor über zehn Jahren in der Diskussion um die Gefahren des islamischen Fundamentalismus zu Wort gemeldet. In seinem Buch "Alhambra – Der Islam im Westen" plädierte er für das amerikanische Modell einer radikalen Säkularisierung des Staates als Grundlage für ein gleichberechtigtes Miteinander der Religionen in
westlichen Gesellschaften.

Zur Debatte um Multikulturalismus und muslimische 'Parallelgesellschaften’ in Deutschland hat Karin Fischer Claus Leggewie befragt.


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