Computer und Kommunikation / Archiv /

 

Cookies erlauben, ja oder nein?

Von Maximilian Schönherr

Einige Webseiten sind ohne das Akzeptieren von Cookies gar nicht abrufbar.
Einige Webseiten sind ohne das Akzeptieren von Cookies gar nicht abrufbar. (Stock.XCHNG / Elena Buetler)

Internet.- Cookies sind Fluch und Segen zugleich. Zum einen sollte man sein Surfverhalten nicht von ihnen ausspionieren lassen, auf der anderen Seite erleichtern sie den alltäglichen Umgang mit dem Internet. Sollten die digitalen Kekse von Internetnutzern also grundsätzlich zugelassen werden oder nicht?

Jeder Browser bietet bei den Sicherheits- oder Privatsphäreneinstellungen die Möglichkeit an, den Empfang dieser kleinen Daten generell zuzulassen oder generell zu verweigern oder nur für bestimmte Webseiten zu erlauben.

Ich surfe jetzt mal über die Suchmaschine eine Webseite an, die mir etwas über die Programmierung von Cookies sagt. Normalerweise lande ich jetzt einfach auf dieser Seite; weil ich aber Cookies nur in Sonderfällen zulasse, fragt mich der Browser, in diesem Fall Firefox:

"Die Webseite soundso, die Sie gerade ansurfen wollen, möchte ein Cookie setzen. Das Cookie heißt "_utma", dann eine lange Ziffernfolge, und es ist nur eine Minute gültig. Wollen Sie es jetzt und für jeden späteren Besuch dieser Seite "erlauben", oder nur für diesen einen Besuch erlauben, oder generell ablehnen?"

Ich lehne ab, denn ich habe gute Erfahrung damit gemacht, dass man Cookies gut ablehnen kann und trotzdem weiterkommt, und auch diese Seite hier kann ich jetzt problemlos aufrufen. Lese da übrigens, ich übersetze mal aus dem Englischen, einen interessanten Satz:

"Wir als Cookie-Programmierer sollten uns keine Sorgen machen, dass sehr viele Anwender anfangen, Cookies abzulehnen, denn so viel Funktionalität des Webs beruht nun mal auf Cookies."

Gut, da bin ich eben eine Ausnahme. Das ist jetzt natürlich die Sicht der Programmierer von Cookies und der Betreiber von Webseiten. Die möchten gerne, wenn ich auf eine Werbung oben rechts klicke, in das Cookie reinschreiben: Der hat auf die Werbung von dieser Firma geklickt, und wenn ich dann einmal auf die Seite der Firma gehe, wird das Cookie wieder ausgelesen, und die Firma merkt dann: Aha, der war tatsächlich vorher auf der der Seite gewesen, hat diese Werbung gelesen. Sehr kompliziert.

Jetzt surfe ich mal die "New York Times" an, da habe ich einen Account, bin also registriert, um die Artikel überhaupt lesen zu können. Ich hatte dafür vor langer Zeit einmal alle Cookies dort erlaubt, und siehe da, ich bin sofort eingeloggt und kann die Leitartikel lesen.

Jetzt gehe ich mal auf eine Webseite für Online-Computerspiele, da werde ich mit Cookies bombardiert. Und wenn ich sie alle ablehne, eins nach dem anderen, da kommt noch ein zwölftes Cookie, das lehne ich auch ab – dann kann ich die Seite gar nicht richtig sehen. Sie bleibt halb weiß und lädt ewig weiter.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Computer und Kommunikation

eBay-KundenForscher entdecken neue Daten-Lücke

Firmenlogo von eBay am Firmensitz, einem mehrstöckigen Haus

Vor wenigen Monaten erbeuteten Hacker Millionen Datensätze der Online-Auktionsplattform eBay. Doch auch ohne einen Einbruch in die Systeme sind die Nutzer vor einer Ausspähung ihres Kaufverhaltens nicht sicher, wie US-Forscher nun bewiesen.

Digitales LogbuchGabi

In einer alten mechanischen Schreibmaschine steckt ein Blatt Papier.

Die Abhöraktionen der amerikanischen Geheimdienste zwingen zum Handeln. Dabei wird auch darüber nachgedacht, in der Kommunikation auf die elektronische Datenübermittlung zu verzichten und stattdessen wieder auf Altbewährtes zurückzugreifen: die Schreibmaschine.

"Babelsberg"Potsdamer Forscher stellen eine neue Programmiersprache vor

Zwei Laptops stehen sich gegenüber. Hände tippen darauf.

Informatiker des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam haben sich eine neue Programmiersprache ausgedacht, die Softwareentwicklern das Leben leichter machen soll. "Babelsberg" heißt die Sprache, die Tim Felgentreff und seine Kollegen entwickelt hat. Was sie von anderen Programmiersprachen unterscheidet und was man mit ihr machen kann, berichtete Felgentreff im DLF-Interview.