Dossier / Archiv /

Das mobile Büro

Die Dienstleistungsgesellschaft verlässt die Bürohäuser

Von Ulrich Land

Ärzte und Krankenhäuser tauschen heutzutage über digitale Patientenordner Röntgenbilder und Anamnesen aus
Ärzte und Krankenhäuser tauschen heutzutage über digitale Patientenordner Röntgenbilder und Anamnesen aus (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Bereits jetzt leistet jeder zweite Büroangestellte in Deutschland über die Hälfte seiner Arbeitszeit an einem anderen Ort als dem Firmensitz, trägt sein Büro in der Westentasche mit sich herum. Kürzlich haben beispielsweise die Arbeitsagenturen die elektronische Akte eingeführt.

Ärzte und Krankenhäuser tauschen über digitale Patientenordner Röntgenbilder und Anamnesen aus. Gerichte und Staatsanwaltschaften leiten tausend Seiten starke Prozessakten per Mausklick weiter.

Und auf der anderen Seite greift die Dienstleistungsgesellschaft aufs Wohnzimmer aus, das Büro im Zigarettenschachtelformat kommt mit in den Urlaub, der Laptop richtet sich neben dem Kulturbeutel ein.

Optimiertes Zeitmanagement, größtmögliche Flexibilität, ständige Erreichbarkeit – Gewinn oder Fluch des neuesten Schreis der Kommunikationstechnik?



Mehr bei deutschlandradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Dossier

Sexuelle Vielfalt LSBTI oder: Die neue deutsche Sexualkunde

Eine Teilnehmerin des Christopher Street Day hat am 27.07.2013 in Stuttgart eine Regenbogenfahne auf ihr Gesicht gemalt.

Sollen sich Schülerinnen und Schüler auch mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen beschäftigen – oder zumindest erfahren, dass es sie gibt? Ja, sagt die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg. Sie will das Thema in den Bildungskanon aufnehmen – und hat damit eine heftige Debatte entfacht.

Netzwelt Serverfarmen, Clouds und Datenströme

Ein automatisches Lager für Magnet-Datenbänder arbeitet am 23.02.2012 in einem Nebenraum des Supercomputers "Blizzard"

Unsere Daten werden in Clouds gespeichert und auf Serverfarmen gepflegt. Aber wer weiß schon, wo sich die Farmen und Wolken befinden, wer sie bewirtschaftet und Zugang gewährt? Die Auslagerung großer Datenmengen – auch auf ausländische Server – verstärkt die Möglichkeit der Kontrolle und Beeinflussung durch fremde Regierungen oder Interessengruppen.

Ökosysteme Flüsse versenken

Chinesische Arbeiter bereiten eine der ersten vier Containerbrücken am Freitag (09.03.2012) in Wilhelmshaven für das Entladen vom Schiff auf den Pier des JadeWeserPort vor.

Die deutschen Seehäfen kämpfen verbissen um jeden Container - auch gegeneinander. In Wilhelmshaven wurde im Sommer 2013 der erste deutsche Tiefseehafen "JadeWeserPort" eröffnet. Kostenpunkt ca. 1,5 Milliarden. Bei einer garantierten Tiefe von 18 Metern könnten dort auch die weltgrößten Containerschiffe anlegen.