Tag für Tag / Archiv /

 

Der Muezzin im Radio

Kommunikationswissenschaftler Thomas Hanitzsch zum neuen Bremer Mediengesetz

Das Gespräch führte Andreas Main

Künftig soll ein Muslim im Bremer Medienrat vertreten sein. (Science/W. B. Denny)
Künftig soll ein Muslim im Bremer Medienrat vertreten sein. (Science/W. B. Denny)

Erstmals soll im Bremer Medienrat neben christlichen und jüdischen Vertretern auch ein Moslem sitzen. Das gibt es bisher in keinem deutschen Bundesland. Welche Auswirkungen hat diese Bremer Entwicklung bundesweit – und auch über den privaten Rundfunk hinaus?

Darüber sprechen mit Thomas Hanitzsch. Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig Maximilians Universität München.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Deutschlandradio macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

Hinweis: Das Gespräch können Sie bis mindestens fünf Monate lang als Audio-on-demand abrufen.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Tag für Tag

Kirche im KongoIm Kampf gegen die katholischen Hutu-Gotteskrieger

Ein bewaffneter Soldat steht auf einer Straße, um ihn herum Zivilisten. (dpa / picture alliance / Legnan Koula)

In der Demokratischen Republik Kongo nutzen die "Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas" (FDLR) religiöse Überzeugungen, um ihren brutalen Krieg zu rechtfertigen. Auch wenn in den letzten Jahren über 12.000 FDLR-Kämpfer entwaffnet und demobilisiert wurden, sind noch viele Extremisten übrig. Die katholische Kirche versucht, sie zum Aufgeben zu bewegen.

Kirchenhistoriker Hubert Wolf"Reform funktioniert nur im Rahmen der Tradition"

Die berühmte maurische Säulenhalle in der Mezquita-Kathedrale von Cordoba ( imago / blickwinkel)

Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf hat die Bedeutung des Austauschs zwischen Religionswissenschaftlern aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen betont. Im Deutschlandfunk sagte Wolf: "Ohne den Islam gäbe es das, was wir uns heute als abendländische Kultur vorstellen, nicht."

Traditionen der Kirchengeschichte"Zeigen, dass es Alternativen gibt"

Hinter dem vergoldeten Otto-Mathildenkreuz aus der Zeit nach 982 betrachtet ein Mann am Freitag (22.08.2008) Exponate in der Domschatzkammer in Essen. (picture alliance / dpa / Franz-Peter Tschauner)

Frauen hatten in der Kirchengeschichte ähnliche Aufgaben wie männliche Bischöfe. Das schreibt Hubert Wolf von der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster in seinem neuen Buch "Krypta". Es gebe Alternativen zu Praktiken, die "manchmal daherkommen, als ob sie Ewigkeitscharakter" hätten, sagte er im Deutschlandfunk.