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Der Täter muss gehen, das Opfer bleibt:

Ein Jahr Gewaltschutzgesetz

Beate Hinrichs

Hier finden Sie nach der Sendung das Manuskript des Beitrags. Mitunter liegen aber die Texte nicht als Datei vor oder können aus urheberechtlichen Gründen nicht ins Internet gestellt werden.

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Hintergrund

MexikoKampf gegen ungesühnte Frauenmorde

Angehörige demonstrieren am 25.11.2003 mit Pappfiguren als Symbole für die getöteten Frauen in Ciudad Juarez. Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez erlangte international Berühmtheit - zwischen 993 und 2007 wurden hier 393 Frauen ermordet. "Welthauptstadt der Frauenmorde" ist deshalb das Image, das der Stadt weltweit anhängt.

In Mexiko werden immer mehr Frauen Opfer von Gewaltverbrechen, von "Feminicido". Zwar unterstützen Organisationen diese Frauen. Aber selbst Morde bleiben ungesühnt: Die Aufklärung wird verhindert durch Korruption sowie Überlastung - und durch die allgegenwärtige Macho-Kultur.

ChinaGeschundene Arbeiter kämpfen für ihre Rechte

Chinesische Wanderarbeiter auf einer Baustelle in Jiujiang, China.

Es gibt in China zwar Gesetze, die Entschädigungen bei Arbeitsunfällen vorschreiben. Aber offizielle Unterstützung gibt es nicht; kleine Organisation setzen sich für die Rechte der Geschädigten ein. Die Regierung ist dagegen.

Prostitution in IndonesienKeine Alternative

Indonesische Prostituierte sitzen in einem Hotel und verstecken ihre Köpfe hinter Zeitungen.

"Dolly" heißt das Rotlichtviertel in der indonesischen Stadt Surabaya. 15.000 Menschen arbeiten dort, nur ein Teil davon als Prostituierte. Jugendschützer und konservative Muslime fordern schon länger, das Viertel zu räumen - nun bietet die Bürgermeisterin Aussteigerinnen Geld und Fortbildungen. Doch so leicht lässt sich das Rotlicht nicht ausknipsen.

 

Politik

AtommüllGorleben - ohne Vertrauen und Transparenz

Ein Schild weist in Gorleben den Weg zum Erkundungsbergwerk.

Das Erkundungsbergwerk Gorleben wird weitgehend geschlossen. Niedersachsen und der Bund haben sich geeinigt, dass die Arbeiten auf einen Mindestbetrieb reduziert werden - bis zur endgültigen Entscheidung über ein Atommülllager. Das größte Manko an Gorleben sei das abgrundtiefe Misstrauen, das im Wendland gewachsen sei, kommentiert Alexander Budde.

 

Wirtschaft

Bilanz Deutsche BankAnalyst: "Ergebnis nach wie vor erbärmlich"

Die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Die Bilanz der Deutschen Bank sorgte heute für unterschiedliche Reaktionen. Der Gewinn sackte um 29 Prozent auf 238 Millionen Euro ab. Die Bank erklärte, das liege vor allem daran, dass Kosten für Rechtsstreitigkeiten nicht von der Ertragssteuer abgezogen werden dürften. Aber sonst laufe alles bestens, sagte Co-Vorstand Anshu Jain. Analysten widersprechen.

 

Gesellschaft

Interkultureller Dialog Imame als Streitschlichter im Freibad

Ein Junge springt in Berlin im Sommerbad Neukölln vom Sprungturm ins erfrischende Wasser.

Freibäder gelten nicht gerade als Ort ausufernder Gewalt. Dennoch kommt es auch dort hin und wieder zu Konflikten. Ein Bad in Berlin-Neukölln diskutiert nun darüber, Imame als externe Streitschlichter einzusetzen - um kulturelle Missverständnisse zu vermeiden.