Kabarett
Deutscher Kleinkunstpreis geht an Claus von Wagner

Der Deutsche Kleinkunstpreis 2026 in der Sparte Kabarett geht an den Co-Gastgeber der ZDF-Sendung "Die Anstalt", Claus von Wagner. Clownin Gardi Hutter erhält den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz für ihr Lebenswerk.

    Max Uthoff (links) und Claus von Wagner sitzen in einem TV-Studio auf einem Sofa, hinter ihnen als Kulisse eine Bücherwand.
    Claus von Wagner (rechts) mit Co-Gastgeber Max Uthoff nach einer Aufzeichnung der ZDF-Politsatire "Die Anstalt" (Archivbild) (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)
    Dem in München lebenden Kabarettisten Claus von Wagner gelinge es, auch schwere Stoffe in fesselnde Theaterkunst zu verwandeln, begründete die Jury ihre Entscheidung. Dabei werde seine Analyse nie verletzend, weil sie sich nicht an Feindbildern abarbeite, sondern an Fakten.
    In der Sparte Stand-up wird Abdelkarim Zemhoute ausgezeichnet, der sich selbst als "Deutscher mit Abschiebeoptik" und "einziger Wahlduisburger der Welt" bezeichnet. Seit seinem Bühnendebüt 2007 beweise der Deutsch-Marokkaner wie kaum ein anderer, dass Stand-Up Comedy "nicht nur witzig, sondern auch politisch und gesellschaftlich relevant" sein könne.

    Schweizer Clownin Gardi Hutter für Lebenswerk geehrt

    Weitere Preisträger sind William Wahl in der Sparte Musik und Markus Henrik alias Dr. Pop in der Sparte Kleinkunst. Der Förderpreis der Stadt Mainz geht an die Komikerin Ana Lucía. Außerdem wird die Schweizer Schauspielerin und Clownin Gardi Hutter für ihr Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 14. März 2026 in Mainz statt.
    Der Deutsche Kleinkunstpreis, der mit 5.000 Euro je Sparte dotiert ist, gilt als bedeutendste Auszeichnung der verschiedenen Kleinkunst-Genres in der Bundesrepublik. Er wurde 1972 vom Mainzer Kleinkunsttheater "Unterhaus" gestiftet.
    Diese Nachricht wurde am 05.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.