Deutschland heute 

Personalmangel an der Uni-Klinik TübingenWarnstreik am Krankenbett

Drei Pflegerinnen am Bett eines Patienten (imago / Rainer Weißflog)

An der Uni-Klinik Tübingen herrscht nur noch "Notbetrieb". Abgesehen von unaufschiebbaren, dringenden Fällen wurde die Arbeit niedergelegt und nach einem entsprechenden Aufruf durch die Dienstleistungsgewerkschaft verdi die "unzumutbaren Arbeitsbedingungen" bestreikt. Gefordert wird dabei: mehr Personal und weniger Druck. Beitrag hören

Streit um Abtreibungswerbung150.000 Unterschriften gegen den Paragrafen 219a

Ärztin Kristina Hänel nimmt in Berlin in den Räumen von Change.org e.V. im Haus der Bundespressekonferenz an einer Pressekonferenz teil.  (picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa)

Die Ärztin Kristina Hänel hat nach Überzeugung des Amtsgerichts Gießen gegen das im Paragrafen 219a festgeschriebene Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche verstoßen. Sie muss eine Geldstrafe zahlen. Nun hat die Ärztin dem Bundestag über 150.000 Unterschriften für die Abschaffung des entsprechenden Gesetzes überreicht. Beitrag hören

TrauerarbeitWenn die Kinder vor den Eltern sterben

Michaela Binge steht an einem Tisch mit einem Foto ihrer verstorbenen Tochter. (Deutschlandfunk / Astrid Wulf)

Für Eltern ist es das wohl denkbar Schlimmste, was passieren kann: Der Tod des eigenen Kindes. Manuela Binge hat das vor sieben Jahren durchgemacht. Ihre Tochter starb mit vier Jahren. Heute ist Manuela Binge Trauerbegleiterin, engagiert sich in Trauergruppen und versucht, andere Betroffene zu unterstützen. Beitrag hören

Ehemalige Air Berlin-MitarbeiterZwischen Rechtsstreit und Neuanfang

Ein Halstuch steckt am 13.11.2012 in Berlin an einer Handtasche der Fluggesellschaft "Air Berlin". (picture alliance / ZB / Robert Schlesinger)

In einigen der alten Air Berlin-Büros ist heute eine Transfergesellschaft ansässig. Hier können sich ehemalige Mitarbeiter auf Neubewerbungen vorbereiten oder umschulen lassen, allerdings mit einem entscheidenden Nachteil: Wer die Leistung in Anspruch nimmt, verzichtet auf sämtliche weitere Ansprüche. Beitrag hören

SPD-Hochburg Suurhusen in Ostfriesland"So rot wie die Dächer ist auch die Gemeinde"

Ein Mann geht am Dienstag 16. Oktober 2007 über eine kleine Wohnstraße im Ort Suurhusen im Kreis Aurich. Im Hintergrund ist der mit einem Überhang von 2,43 Metern schiefste Kirchturm der Welt zu sehen, der es bis zu einem Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte. (picture alliance / dpa / Ingo Wagner)

20 Prozent bei der Bundestagswahl, Niederlage im Stammland Nordrhein-Westfalen: Die SPD hat einen schweren Stand bei den Wählern. Nicht aber in Ostfriesland. Hier schlägt das Herz der Sozialdemokratie noch. Warum ist das so? Eine Exkursion in das Dorf Suurhusen. Beitrag hören

Paketzusteller streikenLohndumping bei DHL

Ein DHL-Paketzusteller liefert Sendungen aus.  (picture alliance / dpa / Daniel Karmann)

Das Logistikunternehmen DHL hat seinen Paketzustelldienst in ein eigenes Subunternehmen ausgegliedert mit dem Ziel, die Tariflöhne zu umgehen und die Gehälter zu drücken. Gegen dieses Dumping und die schlechten Arbeitsbedingungen sind die Mitarbeiter jetzt auf die Straße gegangen. Beitrag hören

Flüchtlingscontainer-Dorf in BerlinWenig Platz, kaum Privatsphäre

Fast 900 Container stehen am 01.12.2017 auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete auf dem Tempelhofer Feld in Berlin.  (dpa / Bernd von Jutrczenka)

Das größte der Berliner Containerdörfer am ehemaligen Flughafen Tempelhof soll Platz für etwa 1.000 Geflüchtete bieten. Vier Bewohner teilen sich dort künftig 45 Quadratmeter. Ein Besuch am Tag der offenen Tür zeigt, unter welchen Bedingungen die Menschen dort leben. Beitrag hören

Straßenbahn in NaumburgNeue Strecke für die "Wilde Zicke"

Die historische Straßenbahn "Wilde Zicke" fährt am 18.11.2016 durch Naumburg (Sachsen-Anhalt). Die Strecke der kleinsten Straßenbahn Deutschlands soll verlängert werden. Nach Stilllegung Anfang der 1990er Jahre und privatem Wiederbetrieb ist die Bahn seit 2007 wieder regulär unterwegs. (picture alliance / dpa / Peter Gercke)

Bänke aus Holz, der Fahrer verkauft die Fahrscheine persönlich: In der Straßenbahn in Naumburg fühlt man sich fast wie in einer Filmkulisse. Doch die Bahn ist regulärer Teil des Nahverkehrs und ihre Strecke wurde gerade sogar erweitert. Dahinter steht eine ganz besondere Form des Bürgerengagements. Beitrag hören

NiedersachsenBürgen von Flüchtlingen sollen Unsummen zahlen

Eine Tasche mit heraushängenden Geldscheinen geht von einer Hand in die andere. (picture alliance / Boris Roessler/dpa)

Flüchtlingspaten haben Syrern geholfen, sich legal vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland zu retten – und mit ihrem Hab und Gut gebürgt. Nach einer Gesetzesänderung fanden Flüchtlingshelfer horrende Forderungen in der Post. Sind sie in den Mühlen einer zunehmend restriktiven Flüchtlingspolitik geraten? Beitrag hören

Nach Anschlägen von RechtsextremenLinker Stadtrat verlässt Freital

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat von Freital, Michael Richter (picture alliance / dpa/ Arno Burgi)

Der Fall des CDU-Bürgermeisters Andreas Hollstein ist nicht der erste Angriff auf Amtsträger in Deutschland. 2015 wurde das Auto des Linken-Stadtrats Michael Richter aus dem sächsischen Freital in die Luft gesprengt. Richter hat den Ort deswegen verlassen. Politisch engagieren will er sich dennoch weiterhin. Beitrag hören

IndustriearchitekturMiniatur-Revier im Odenwald

Feierabend! Arbeiter fahren mit dem Fahrrad an dem Hüttenwerk Oberhausen vorbei. (dpa)

Im kommenden Jahr schließt die letzte Zeche im Ruhrgebiet. Das ist dann das endgültige Aus für den Bergbau im Kohlerevier. Doch in gewisser Form bleibt die Ruhrgebietsromantik erhalten: auf einem 139 Meter langem Modell in Hessen. Es ist zentrale Attraktion der "Modellbauwelt Odenwald". Beitrag hören

AufarbeitungNiedersachsen dokumentiert Berufsverbote

Demonstranten halten Schilder in der Hand auf denen steht: "Berufsverbote Nein!" (picture alliance / dpa / Klaus Rose)

Der Radikalenerlass sollte sicherstellen, dass keine sogenannten "Verfassungsfeinde" im öffentlichen Dienst beschäftigt werden. 1979 abgeschafft, blieb das Gesetz aber in einigen Bundesländern bestehen. Niedersachsen arbeitet die Praxis dieser faktischen Berufsverbote nun wissenschaftlich auf - so wie den Fall von Udo Lammers. Beitrag hören

Bonn und Beethoven Die große Versöhnung

Die Beethoven-Statue auf dem Bonner Münsterplatz in der Geburtsstadt des Komponisten (picture alliance / dpa)

In drei Jahren will die Stadt Bonn ihren berühmtesten Sohn, Ludwig van Beethoven, anlässlich seines 250. Geburtstages würdigen. Denn die ganze Welt wird auf seine Geburtsstadt schauen. Endlich sagen viele – doch mit den Vorbereitungen melden sich auch die Mahner zu Wort. Beitrag hören

Ländlicher RaumEin Dorf mit Zukunft

Eine Wiese nahe dem dem emsländischen Rhede (Niedersachsen) steht nach schweren Regenschauern weitläufig unter Wasser. Ein großer Anteil von landwirtschaftlichen Nutzflächen ist zur Zeit im Emsland durchnässt und aufgeweicht.  (picture alliance/dpa/Ingo Wagner)

Lünne im Emsland hat knapp 2000 Einwohner, fast 40 Vereine und jetzt auch einen ersten Preis im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Den gab es vor allem für den Dorfdialog, den die Bewohner von Lünne angestoßen haben, und für ihr ehrenamtliches Engagement. Einblicke in eine heile Welt. Beitrag hören

Moderne LandfluchtMini-Haus im Grünen statt Großstadtleben

Ein "Tiny House" als Ferienhaus in den Catskills im US-Bundesstaat New York, aufgenommen am 13.06.2017. Als Wohn-Trend haben sich die Mini-Häuser auf wenigen Quadratmetern in den USA inzwischen schon etabliert. Auch zum Mieten für den Urlaub werden die Mini-Hütten zum Trend. (dpa / Christina Horsten)

17 Quadratmeter und doch alles, was man braucht: Sogenannte "Tiny Houses" im Grünen liegen im Trend. Die einen sehen es als Wochenendabwechslung, andere als Therapie mit der Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Neben dem direkten Zugang zur Natur bieten die Minihäuser aber noch weitere Vorteile. Beitrag hören

Umstrittene AusstellungEin ungewöhnliches Bild von Drogendealern

Die Grünanlage im Stadtteil Kreuzberg ist Treffpunkt für Drogendealer und Konsumenten. Polizisten kontrollieren einen Mann vor einer Mauer mit Graffitis (dpa/ Paul Zinken)

Eine Ausstellung in Berlin über junge Drogendealer aus vornehmlich afrikanischen Ländern löst Kontroversen aus. Die einen sehen in den Darstellungen eine Verherrlichung von Schwerstkriminellen. Andere betonen dagegen die künstlerische Freiheit einer solchen Exposition. Beitrag hören

Stellenabbau bei Siemens BerlinEnttäuscht und kampfbereit

Beschäftigte des Siemens-Werks nehmen am 17.11.2017 in Berlin an einer Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall gegen die geplante Stellenstreichung des Industriekonzerns teil. (dpa / Gregor Fischer)

Pfeifen, trommeln, Wut: Vor der Siemenszentrale protestieren Mitarbeiter gegen den geplanten Stellenabbau. Allein in Berlin sollen 870 Jobs gestrichen werden - weil der Konzern Veränderungen verschlafen hat, sind sich die Siemensianer sicher. Doch nicht nur die Arbeitsplätze sind in Gefahr. Beitrag hören

UmfrageImmer mehr muslimischer Antisemitismus an Schulen

Ein Schüler der Talmud Tora Schule in Hamburg schreibt das Alphabet auf hebräisch an die Tafel. Unten steht das Wort "lernen". (picture alliance / dpa)

"Du Jude", "Du jüdisches Opfer" – Beschimpfungen wie diese sind auf Schulhöfen keine Seltenheit mehr. Nach einer Umfrage des American Jewish Committee gehört Antisemitismus von Muslimen an Berliner Schulen zum Alltag. Der Zentralrat der Juden warnt in einigen Fällen sogar davor, sich als jüdisch zu erkennen zu geben. Beitrag hören

München Brennpunkt Bahnhofsviertel

Polizisten am Hauptbahnhof in München (01.01.2016). (dpa / picture-alliance / Sven Hoppe)

München rühmt sich, die sicherste Millionenstadt Deutschlands zu sein. Anwohner des Bahnhofsviertels sehen das ganz anders, denn Drogenhandel, Prostitution und organisierte Bettlerbanden haben dort extrem zugenommen. Die Stadt versucht dem mit einem kommunalen Aufsichtsdienst und sozialen Treffpunkten zu begegnen. Beitrag hören

Outdoor Erste-Hilfe-KurseBesser auf Notfälle vorbereitet

Ein Manns steht außerhalb von Fairbanks/Alaska am Lagerfeuer und beobachtet das Polarlicht. (imago/Nature Picture Library)

Was macht man fernab der Zivilisation, wenn es einen Notfall gibt und Stunden dauern kann, bis Hilfe kommt? Für die Betroffenen ist eine solche Situation ein absoluter Albtraum. In Mölln in der Nähe von Hamburg kann man lernen, was zu tun ist, wenn ein Krankenwagen erst in Stunden da sein kann. Beitrag hören

FriedhöfeWas tun mit nicht verwesten Leichen?

Westfriedhof Rostock. (dpa / Bernd Wüstneck)

Die traditionelle Erdbestattung von Verstorbenen wird auf deutschen Friedhöfen immer seltener. Doch obwohl der Anteil der Erdbestattungen immer kleiner wird, haben viele Friedhöfe genau dort ein Problem: Denn viele Tote verwesen in der Frist von 15 bis 20 Jahren Ruhezeit nicht. Beitrag hören

BerlinImmer mehr Menschen ohne Obdach

Seinen Schlafplatz hat der Obdachlose in einem Zelt, auch an der Spree, rund 200 Meter vom Reichstag entfernt aufgestellt. (dpa / picture alliance)

Immer mehr Menschen in Deutschland sind nach Einschätzungen von Fachleuten wohnungslos. Viele leben in Gemeinschaftsunterkünften oder kommen vorübergehend privat unter, andere wiederum leben auf der Straße. Besonders dramatisch ist die Situation in Berlin. Beitrag hören

Untergetauchte RAF-MitgliederLKA veröffentlicht Fahndungsvideos

Zwei Verdächtige, wahrscheinlich Burkhard Garweg (vorne) und Ernst-Volker Staub (hinten rechts) beim Besteigen eines Regionalbusses in Osnabrück (LKA Niedersachsen)

Vor bald 20 Jahren hat sich die Rote Armee Fraktion aufgelöst. Doch einige Mitglieder der sogenannten Dritten Generation leben immer noch im Untergrund und beschäftigen die Polizei regelmäßig. Jetzt hat die Polizei zusätzlich zu den bekannten Fotos Fahndungsvideos veröffentlicht. Beitrag hören

Musikalisches Gedenken in JenaDer Klang der Stolpersteine

Musiker spielen in Jena zum Gedenken an die Opfer der Progromnacht am 9. November 1938. (Deutschlandradio / Henry Bernhard )

Die Universitätsstadt Jena hatte 2016 immer wieder mit Neonazi-Aufmärschen zu kämpfen. Auch am 9. November, am Tag des Pogroms von 1938 gegen die jüdische Bevölkerung. In diesem Jahr haben sich deshalb thüringische Musiker eine besondere Aktion ausgedacht, um gegen Rechts ein deutliches und hörbares Zeichen zu setzen. Beitrag hören

Ostdeutsche und MauerfallDas Trauma der Kränkung

Die Uniformjacke eines Feldwebels der NVA hängt am 12.07.2016 in der Ausstellung des NOstalgiemuseums in Leipzig (Sachsen). Mehr als 30.000 Exponate erinern in der Ausstellung, die am Samstag (16.07.2016) eröffnet wird, an 40 Jahre Alltag in der DDR. Der Großvater der heutigen Museumschefin hatte die Utensilien einst zusammengetragen und das Museum bereits 1999 in Brandenburg an der Havel eröffnet - jetzt ist es in die Messestadt umgezogen. Foto: Hendrik Schmidt/ZB | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)

Auch heute noch ist im Osten von kulturellem Kolonialismus und Bashing durch westdeutsche Eliten die Rede. So klagt Sachsen-Anhalts CDU-Kulturminister Robra, dass es ihn kränke, dass der "durchschnittliche Westdeutsche so wenig Interesse für uns hat". Über die Wende und die Aufarbeitung eines Traumas. Beitrag hören

Osteuropäische Zuwanderer in KölnKaum Chancen auf ein gutes Leben

Flaschensammeln - für viele Menschen eine Art Einkommen (imago stock&people)

Fehlende Schlafplätze, kaum Personal mit rumänischen oder bulgarischen Sprachkenntnissen und nur wenig passende Hilfsangebote: Viele Einrichtungen für Obdachlose sind mit der zunehmenden Zahl an osteuropäischen Migranten überfordert. So wie in Köln, wo jetzt ein Bezirksbürgermeister Alarm schlägt. Beitrag hören

MünchenLärmschutzmauer für ungenutzes Flüchtlingsheim

Eine Lärmschutzwand ist in München (Bayern) auf der Baustelle für eine Flüchtlingsunterkunft zu sehen. Anwohner hatten die Mauer als Lärmschutz im Stadtteil Neuperlach durchgesetzt. Die Unterkunft für jugendliche Flüchtlinge ist noch nicht in Betrieb.  (Deutschlandradio / Susanne Lettenbauer)

Vor einem Jahr waren die Medien voll davon: München baut eine vier Meter hohe Mauer gegen Flüchtlinge. Als Lärmschutzmaßnahme vor einer geplanten Unterkunft. Höher als die Berliner Mauer und von den Nachbarn erklagt. Heute, ein Jahr später steht die Mauer immer noch. Und kein einziger Flüchtling lebte bislang in der Unterkunft. Beitrag hören

Richtlinie für Blutspenden"Die Unterscheidung in Homo und Hetero finde ich skandalös"

Einem Patienten wird Blut abgenommen (picture alliance / Klaus Rose )

Homosexuelle durften lange Zeit kein Blut spenden, weil sie wegen einer potenziellen HIV-Ansteckung als Risikogruppe galten. Im August 2017 wurde diese Regelung aufgehoben. Doch es gibt noch immer Einschränkungen: Um spenden zu können, müssen Schwule ein Jahr lang enthaltsam leben. Das empfinden viele als Diskriminierung. Beitrag hören

Landesamt für FlüchtlingsangelegenheitenSeit dem Start im Krisenmodus

Am Eingangsbereich des neuen Standorts des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) sind am 16.05.2017 in Berlin Pictogramme angebracht, die die Besucher anweisen, nicht zu Rauchen und keine Waffen mit auf das Gelände zu bringen.  (dpa / Maurizio Gambarini)

2016 wurde das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten konzipiert, nachdem Berlin bei der Versorgung der Geflüchteten bundesweit für Negativschlagzeilen gesorgt hatte. Jetzt zeigt sich: Auch die neue Behörde funktioniert noch nicht gut - und das von Anfang an. Mitarbeiter fühlen sich systematisch überfordert. Beitrag hören

ProblemtiereHybridwölfe: Schützen oder schießen?

Ein Rudel Wölfe streift im Februar 2017 im Wildpark in Poing (Bayern) durch ein Gehege. (dpa-Bildfunk / Alexander Heinl)

Einfangen oder erschießen - auf einem dieser Wege will Thüringens Umweltministerium die Wolfshybriden loswerden, die schon Dutzende Schafe gerissen haben. Die Jungtiere stammen aus dem Wurf einer Wölfin, die sich mit einem Hund gepaart hatte. Beitrag hören

Sinti- und Roma-BürgerrechtsbewegungLanger Kampf gegen Verfolgung

Demonstration vor dem Bundeskriminalamt im Januar 1983. Im Vordergrund Ranko Brantner, Anton Franz, Romani Rose (Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

Erst 1982 erkannte die Bundesrepublik offiziell den nationalsozialistischen Massenmord an den Sinti und Roma an. Dieser Schritt musste erkämpft werden von einer kleinen, politisch aktiven Gruppe: der Sinti- und Roma-Bürgerrechtsbewegung. Beitrag hören

SicherheitsseminarDienstreisen in Zeiten des Terrors

Eine Frau geht surch eine Sicherheitskontrollen am Flughafen in Frankfurt am Main (dpa / Boris Roessler)

Wie lässt sich das Risiko mindern, auf Dienstreisen Opfer einer Gewalttat oder eines Terroranschlags zu werden? In Stuttgart bereiten Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Sicherheitsseminaren auf Extremsituationen vor. Auf dem Trainingsplan stehen: Konterstrategie, Versicherungsfragen und Schreien. Beitrag hören

ThanatopraxieDer Mann, der die Toten schön macht

Eine Klingel für Bestatter ist am Universitätsklinikum Hamburg im Institut für Rechtsmedizin an einer Wand im Übergaberaum für Verstorbene zu sehen. (dpa / Christian Charisius)

Angehörige wollen Verstorbene oft vor der Bestattung sehen. Gerade nach schweren Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen können die Toten jedoch sehr entstellt sein. Thanatopraktiker, speziell ausgebildete Bestatter, balsamieren die Toten und präparieren sie für den Abschied. Beitrag hören

Streit um Garnisonskirche in PotsdamGeburtsstätte des Dritten Reiches?

Blick auf die Freifläche der ehemaligen Garnisonkirche an der Breiten Strasse in Potsdam. Eine ausgestellte Fotografie der Kirche und ein Torbogen im Vordergrund erinnern. (imago/PEMAX)

Beim Festgottesdienst anlässlich des Wiederaufbaus der Garnisonskirche in Potsdam ist es zu Tumulten gekommen. Das Projekt ist umstritten, weil die einstige Militärkirche als Symbol des preußischen Militarismus und dessen Bündnis mit den Nationalsozialisten gilt. Beitrag hören

Nach Sturmtief "Herwart" Es bleibt wechselhaft

Ein Auto mit Sturmschaden steht am 30.10.2017 in Hamburg-Barmbek in einer Straße. Sturmtief "Herwart" hat für zahlreiche Schäden gesorgt. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa | Verwendung weltweit (dpa/ Daniel Bockwoldt)

Mindestens drei Menschen haben ihr Leben verloren, vor der Insel Langeoog ist ein Frachtschiff havariert, der Bahnverkehr läuft erst wieder langsam an: Sturmtief "Herwart" hat für Chaos gesorgt. Immerhin: Beim Deutschen Wetterdienst stehen die Zeichen auf Entwarnung. Beitrag hören

Debatte in HalleUmbenennung von Genscher-Gymnasium sorgt für Unmut

Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) sitzt am Freitag (27.03.2009) bei einem Besuch des Herder-Gymnasiums in Halle/Saale in seinem alten Klassenzimmer. Genscher besuchte die Schule zwischen 1937-1946. Das 1909 gegründete Reformgymnasium Halle gehört zu den traditionsreichen Schulen des Landes Sachsen-Anhalt. Das 100-jährige Bestehen wird derzeit mit einer Festveranstaltungsreihe gefeiert. Foto: Jens Wolf +++(c) dpa - Report+++ | Verwendung weltweit (dpa/ Jens Wolf)

Das Hans-Dietrich-Genscher-Gymnasium ist bundesweit die einzige Schule, die nach dem früheren Außenminister, FDP-Politiker und Hallenser Ehrenbürger benannt ist. Bis es soweit war, hat es allerdings ziemlich lange gedauert. Denn nicht alle Hallenser waren und sind von der Umbenennung begeistert. Beitrag hören

Fahrbahn auf A20 eingebrochenReparatur dürfte Jahre dauern

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Pegel (l.) im Oktober 2017 beim Ortsermin an der A20, wo die Fahrbahndecke eingebrochen ist (picture alliance / dpa/ Bernd Wüstneck)

Ein Bild wie aus einem Albtraum: Auf der Autobahn 20 zwischen Rostock und Greifswald sind einfach 40 Meter Fahrbahn eingebrochen. Die A20 über die "Moorlinse" im Trebeltal wurde damals nach einem neuen Verfahren gebaut. Den Schaden zu reparieren, dürfte Jahre dauern. Beitrag hören

Notaufnahme in Frankfurt/OderEmpathie und Geduld mit kranken Senioren

Petra Wilke, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Frankfurt/Oder unterhält sich in einen speziellen Raum für ältere Patienten in der Notaufnahme mit der 92-jährigen Patientin Gertraude Koßmann. ((c) dpa)

Ein ruhiger Raum, Wohnzimmeratmosphäre, dazu ein speziell geschulter Pfleger: Wie man alte Menschen vor unnötigem Stress in der Notaufnahme bewahrt, macht das Klinikum Frankfurt/Oder vor - und lässt sich das Projekt 50.000 Euro im Jahr kosten. Chefärztin Petra Wilke kann diese Investition nur empfehlen. Beitrag hören

Nach Deutschland-RückkehrDogan Akhanli steht unter Personenschutz

Dogan Akhanli (l) sitzt neben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und spricht. (dpa/Oliver Berg)

Knapp zwei Monate nach seiner Festnahme in Spanien ist der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli am Donnerstagabend wieder in Deutschland eingetroffen. Auf dem Düsseldorfer Flughafen kam es dabei zu einem Zwischenfall. Akhanli steht jetzt unter Personenschutz. Beitrag hören

Silke Maier-Witts Leben in der DDRStasi ermöglichte der West-Terroristin ein neues Leben

Vorderseite des Faltblattes "Dringend gesuchte Terroristen", das das Bundeskriminalamt Wiesbaden im Zusammenhang mit dem Mord an Generalbundesanwalt Buback und zwei seiner Begleiter, dem Mord an Jürgen Ponto und dem vierfachen Mord und der Entführung von Hanns-Martin Schleyer herausgab. Erste Reihe v. l.-r.: Susanne Albrecht, Elisabeth von Dyck, Friederike Krabbe, Silke Maier-Witt, zweite Reihe v. l.-r.: Juliane Plambeck, Adelheid Schulz, dritte Reihe v. l.-r.: Angelika Speitel, Sigrid Sternebeck, Inge Viett. (undatierte Aufnahme) (dpa / Bundeskriminalamt Wiesbaden)

1977 kam sie zur Roten-Armee-Fraktion, war an der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer beteiligt. 1979 tauchte die Terroristin Silke Maier-Witt in der DDR unter, flog nach der Wende auf. Zu den Opfern des Deutschen Herbstes hat sie bis heute keinen Kontakt gesucht. Beitrag hören

Kochbuch für WitwerMandarinenquark und Labskaus für die Seele

Der Witwer Dieter Wulff hat im späten Alter kochen gelernt. (Deutschlandradio / Astrid Wulf)

Viele ältere Männer haben nie kochen gelernt. Wenn ihre Ehefrau stirbt, sind sie aufgeschmissen. So ging es auch Dieter Wulff. Mittlerweile kocht er mit Begeisterung - und hat sogar an einem Rezeptbuch mitgearbeitet. Beitrag hören

SondierungsgesprächeWie Jamaika im Saarland baden ging

Ein (imago stock&people)

Morgen beginnen die Sondierungsgespräche von Union, FDP und Grünen über eine mögliche Jamaika-Koalition. Das Saarland hat bereits Erfahrung mit der Konstellation: Zwischen 2009 und 2012 regierte das Dreierbündnis das kleine Bundesland. Aber es endete im Desaster. Können die Parteien heute Lehren daraus ziehen? Beitrag hören

Nach der Niedersachsen-WahlZwischen Kater- und Siegesstimmung

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kommt am 15.10.2017 mit seiner Frau Rosemarie Kerkow-Weil auf der Wahlparty der SPD in Hannover (Niedersachsen) an. Foto: Julian Stratenschulte/dpa | Verwendung weltweit (dpa / picture alliance / Julian Stratenschulte)

Das amtliche Endergebnis liegt vor: Die SPD hat die Wahl klar gewonnen und ist mit Abstand stärkste Kraft geworden. Aber für die Fortsetzung von Rot-Grün wird es nach Auszählung sämtlicher Wahlkreise nicht reichen. Mit wem soll Stephan Weil - der alte und wohl auch neue Ministerpräsident - zukünftig regieren? Beitrag hören

Ärztemangel in der GroßstadtDer "Gesundheitskiosk" als Lösung?

Passanten und Teilnehmer der Eröffnungsfeier stehen am 28.09.2017 vor dem neuen Gesundheitskiosk in Hamburg. In zentraler Lage wird das mehrsprachige Kiosk-Team aus Gesundheitsfachkräften die Bürger aus den Stadtteilen Billstedt und Horn kostenlos zu allen Fragen der Gesundheit beraten. Foto: Daniel Reinhardt/dpa | Verwendung weltweit (dpa/Daniel Reinhardt)

Nicht nur auf dem Land herrscht Ärztemangel, auch in den ärmeren Vierteln der Großstädte fehlt es an Praxen. Mit einem sogenannten Gesundheitskiosk will man in Hamburg-Billstedt für Entlastung sorgen. Neben Ernährungsfragen kann man sich dort auch rund ums Thema Pflege informieren - in zehn Sprachen. Beitrag hören

Vor 30 JahrenUwe Barschels Tod als Zäsur für Schleswig-Holstein

Der CDU-Politiker und frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, im September 1987 bei einer Präsidiumssitzung der CDU in Bonn (imago/Dieter Bauer)

In einer Hotel-Badewanne in Genf wurde vor 30 Jahren der CDU-Politiker Uwe Barschel tot aufgefunden. Die Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. Sicher ist aber, dass der Name Barschel bis heute für einen der größten politischen Skandale der Bundesrepublik steht. Beitrag hören

AsylpolitikSchwierige Zustände in Bayerns Transitzentren

.Blick auf die Ankunfts- und Rückführungseinrichtung für Asylbewerber a auf dem ehemaligen Gelände der US Army in Bamberg (dpa /Foto: Nicolas Armer)

Wenig Asylsozialarbeit, kaum Rechtsberatung und Sprachkurse - die Zustände in den großen bayerischen Transitzentren wie in Bamberg oder Manching sind problematisch, beklagen Flüchtlingshelfer. Dennoch sollen diese großen Aufnahmeeinrichtungen als Vorbild für ganz Deutschland dienen. Beitrag hören

Migranten helfen Flüchtlingen"Man muss auch geben"

Die aus Syrien stammenden Geschwister Mohammed und Sedra sitzen am 17.11.2015 auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster (Schleswig-Holstein) im Wartebereich zur medizinischen Untersuchung. In der größten Erstaufnahmeeinrichtung des Landes mit zuletzt 4700 Flüchtlingen hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Containern und Zelten zwei parallele Untersuchungsbereiche aufgebaut und eine Röntgen-Anlage. Dort wird die vorgeschriebene medizinische Erstuntersuchung bei jedem Flüchtling vorgenommen. (Carsten Rehder/dpa)

Migranten, die bereits länger in Deutschland leben, können Flüchtlingen helfen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Dabei geht es um Übersetzungshilfe - vor allem aber um die Überbrückung kultureller Differenzen. Beitrag hören

Staatsoper Unter den Linden öffnet Debakel mit längerem Nachhall

Die Außenansicht der Berliner Staatsoper, aufgenommen am 22.06.2017 in Berlin nach der Jahres-Pressekonferenz der Staatsoper zur Spielzeit 2017/2018.  (dpa / picture alliance / Monika Skolimowska)

Vier Jahre zu spät, 160 Millionen Euro teurer als geplant: Am 3. Oktober eröffnet die Berliner Staatsoper wieder der Vorhang. Die Kosten für das historische Haus stiegen am Ende auf knapp 400 Millionen Euro – ein Debakel, für das ein Untersuchungsausschuss insbesondere der Politik die Verantwortung gibt. Beitrag hören

Bilanz aus den Landesparlamenten"Die Auseinandersetzung wird mit der AfD wesentlich härter"

Die kurz zuvor gewählten Fraktionsvorsitzenden der AfD im Deutschen Bundestag, Alice Weidel (links) und Alexander Gauland, äußern sich nach der ersten Fraktionssitzung der Bundestagsfraktion der Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Deutschen Bundestag in Berlin vor der Presse. Links dahinter steht der Parteisprecher Christian Lüth. (picture alliance/ dpa/ Bernd von Jutrczenka)

Demokratieforscher Alexander Hensel hat das Auftreten der AfD in drei Landesparlamenten untersucht. Überall sei es zu einer starken Polarisierung der Auseinandersetzung und einem raueren Ton gekommen, sagte Hensel im Dlf. Die AfD zwinge die etablierten Parteien, sich ihre Grundsätze zu vergegenwärtigen und diese zu begründen. Beitrag hören

Protest in HamburgGemeinsam schockiert über die AfD

Auf einem Banner im Hamburger Arrivati Park haben Demonstranten mit einem roten Stift "AfD raus!" geschrieben. Foto: Deutschlandradio/Axel Schröder (Deutschlandradio/Axel Schröder)

In Hamburg hat die AfD ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis erzielt. In einem Park im Schanzenviertel kamen einige Bewohner der Hansestadt zu einem spontanen Treffen zusammen. Sie wollten reden, sich austauschen und darüber nachdenken, was der Erfolg der AfD an anderen Orten für die Gesellschaft bedeutet. Beitrag hören

FriedrichshafenDie Zukunft der Landshut

Eine russische Transportmaschine hat ihre Bugklappe geöffnet. Darin ist die Spitze des Rumpfes der "Landshut" zu sehen. (Karl-Josef Hildenbrand / dpa)

Die ehemalige Lufthansa-Boeing Landshut, die als Symbol des RAF-Terrors vor 40 Jahren gilt, ist im Dornier-Museum in Friedrichshafen gelandet. Doch die Restaurierung und Ausstellung wird viel Geld kosten - darum gibt es Streit in der Stadt. Beitrag hören

Hitzacker im WendlandDas Dorf der Zukunft

Kunst- und Werklehrer Michael Seelig hält einen Hahn in der Hand. Er hat gemeinsam mit seiner Frau den Werkhof Kukate - eine Bildungsstätte für handwerkliche Tätigkeiten -gegründet. (Deutschlandradio / Alexander Budde)

In wenigen Wochen soll in Hitzacker im Wendland das erste Haus eines interkulturellen Generationen-Dorfs gebaut werden. Kein Zufall, dass es ausgerechnet hier passiert: 40 Jahre Widerstand gegen Gorleben haben die Region geprägt. Allmählich zahlt sich die Willkommenskultur für Querdenker auch wirtschaftlich aus. Beitrag hören

BrandenburgHerzberg: Eine Stunde bis zur Autobahn

Michael Oecknigk ist Bürgermeister der Kreisstadt Herzberg (Deutschlandradio / Vanja Budde)

Im Landkreis Elbe-Elster fehlen Industrie und junge Leute. Die Kreisstadt Herzberg kämpft gegen den Bevölkerungsrückgang, doch auf Hilfe aus der Politik hofft Bürgermeister Michael Oecknigk dabei schon längst nicht mehr. Er ist überzeugt: Ohne Anbindung an das Verkehrsnetz bleibt Herzberg abgehängt. Beitrag hören

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