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Die Lücke an der Wand

Der Mythos von der unpolitischen Künstlerkolonie Worpswede

Von Rainer Link

Paula Modersohn-Becker: Otto Modersohn schlafend, um 1907 (Paula Modersohn-Becker Stiftung, Bremen)
Paula Modersohn-Becker: Otto Modersohn schlafend, um 1907 (Paula Modersohn-Becker Stiftung, Bremen)

Die Künstlerkolonie Worpswede wurde 1889 im malerischen Teufelsmoor bei Bremen gegründet. Die Worpsweder Maler der ersten Generation wie Fritz Mackensen oder Otto Modersohn galten schon bald als Meister der Landschaftsmalerei.

Noch heute zieht es jedes Jahr Hunderttausende Besucher in die Museen, Ateliers und Galerien der Gemeinde. Die Künstler sind das touristische Kapital der Kommune. Vielleicht liegt es an der überragenden wirtschaftlichen Bedeutung des Kunstbetriebs für den Ort, dass die Historie der Worpsweder Maler während der NS-Zeit bis heute mit Stillschweigen belegt wird.

Zeitgenossen, die darauf verweisen, dass etwa Fritz Mackensen, einer der Mitbegründer der Künstlerkolonie, seine Studenten später aufforderte, "am Aufbau arteigener Kultur im Sinne Adolf Hitlers" mitzuwirken, haben es jedenfalls schwer in Worpswede.


DLF 2013

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Dossier

Fischen in der Nebelbank Wie sich der Berliner Politikbetrieb zu TTIP positioniert

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