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Drei Opernhäuser in Berlin

Vom Umgang einer Metropole mit teurer Kunst

Von Stefan Zednik

Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin. (AP Archiv)
Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin. (AP Archiv)

Wie viel Oper braucht, wie viel Oper verträgt die Stadt? Und welche Aufgabe kann Musiktheater jenseits von Standortfaktor und Tourismusförderung heute haben?

Als im Jahr 1931 die Krolloper in Berlin per Beschluss des preußischen Landtages geschlossen wird, ist dies ein kulturpolitisches Fanal: Zum ersten Mal verweigert die junge Demokratie einem eigenen Kulturinstitut dieser Größenordnung die weitere Finanzierung.

Die dem "Experiment Kroll" Aufgeschlossenen protestieren, die Konservativen jubilieren. Es ist der Auftakt einer kulturpolitischen Weichenstellung, die zwei Jahre später in die Instrumentalisierung des Musiktheaters für kunstwidrige Zwecke mündet.

60 Jahre später, nach der deutschen Wiedervereinigung, stehen in Berlin abermals die zu teuer gewordenen Kultureinrichtungen zur Diskussion, im Zentrum dabei: die Finanzierung der drei Opernhäuser.

DLF 2013

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Dossier

Fischen in der Nebelbank Wie sich der Berliner Politikbetrieb zu TTIP positioniert

In einer Tasse mit einem EU-Symbol steckt eine US-Fahne, aufgenommen  in einem Büro in Dresden. (picture-alliance / dpa / Arno Burgi)

Je mehr die Deutschen von dem europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP erfahren, um so skeptischer werden sie. Während die Bürger zunehmend murren, will die Große Koalition in Berlin die Verhandlungen zum TTIP-Abkommen mit den USA unbedingt noch in diesem Jahr abschließen. Bundeskanzlerin Merkel schaut ungeduldig auf die Uhr und mahnt zur Eile bei TTIP – warum?