Dossier /

Drei Opernhäuser in Berlin

Vom Umgang einer Metropole mit teurer Kunst

Von Stefan Zednik

Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin.
Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin. (AP Archiv)

Wie viel Oper braucht, wie viel Oper verträgt die Stadt? Und welche Aufgabe kann Musiktheater jenseits von Standortfaktor und Tourismusförderung heute haben?

Als im Jahr 1931 die Krolloper in Berlin per Beschluss des preußischen Landtages geschlossen wird, ist dies ein kulturpolitisches Fanal: Zum ersten Mal verweigert die junge Demokratie einem eigenen Kulturinstitut dieser Größenordnung die weitere Finanzierung.

Die dem "Experiment Kroll" Aufgeschlossenen protestieren, die Konservativen jubilieren. Es ist der Auftakt einer kulturpolitischen Weichenstellung, die zwei Jahre später in die Instrumentalisierung des Musiktheaters für kunstwidrige Zwecke mündet.

60 Jahre später, nach der deutschen Wiedervereinigung, stehen in Berlin abermals die zu teuer gewordenen Kultureinrichtungen zur Diskussion, im Zentrum dabei: die Finanzierung der drei Opernhäuser.

DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Dossier

Sexuelle Vielfalt LSBTI oder: Die neue deutsche Sexualkunde

Eine Teilnehmerin des Christopher Street Day hat am 27.07.2013 in Stuttgart eine Regenbogenfahne auf ihr Gesicht gemalt.

Sollen sich Schülerinnen und Schüler auch mit gleichgeschlechtlichen Lebensweisen beschäftigen – oder zumindest erfahren, dass es sie gibt? Ja, sagt die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg. Sie will das Thema in den Bildungskanon aufnehmen – und hat damit eine heftige Debatte entfacht.

Netzwelt Serverfarmen, Clouds und Datenströme

Ein automatisches Lager für Magnet-Datenbänder arbeitet am 23.02.2012 in einem Nebenraum des Supercomputers "Blizzard"

Unsere Daten werden in Clouds gespeichert und auf Serverfarmen gepflegt. Aber wer weiß schon, wo sich die Farmen und Wolken befinden, wer sie bewirtschaftet und Zugang gewährt? Die Auslagerung großer Datenmengen – auch auf ausländische Server – verstärkt die Möglichkeit der Kontrolle und Beeinflussung durch fremde Regierungen oder Interessengruppen.

Ökosysteme Flüsse versenken

Chinesische Arbeiter bereiten eine der ersten vier Containerbrücken am Freitag (09.03.2012) in Wilhelmshaven für das Entladen vom Schiff auf den Pier des JadeWeserPort vor.

Die deutschen Seehäfen kämpfen verbissen um jeden Container - auch gegeneinander. In Wilhelmshaven wurde im Sommer 2013 der erste deutsche Tiefseehafen "JadeWeserPort" eröffnet. Kostenpunkt ca. 1,5 Milliarden. Bei einer garantierten Tiefe von 18 Metern könnten dort auch die weltgrößten Containerschiffe anlegen.