Dossier / Archiv /

 

Drei Opernhäuser in Berlin

Vom Umgang einer Metropole mit teurer Kunst

Von Stefan Zednik

Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin. (AP Archiv)
Staatsoper Unter den Linden ist eine von drei Häusern in Berlin. (AP Archiv)

Wie viel Oper braucht, wie viel Oper verträgt die Stadt? Und welche Aufgabe kann Musiktheater jenseits von Standortfaktor und Tourismusförderung heute haben?

Als im Jahr 1931 die Krolloper in Berlin per Beschluss des preußischen Landtages geschlossen wird, ist dies ein kulturpolitisches Fanal: Zum ersten Mal verweigert die junge Demokratie einem eigenen Kulturinstitut dieser Größenordnung die weitere Finanzierung.

Die dem "Experiment Kroll" Aufgeschlossenen protestieren, die Konservativen jubilieren. Es ist der Auftakt einer kulturpolitischen Weichenstellung, die zwei Jahre später in die Instrumentalisierung des Musiktheaters für kunstwidrige Zwecke mündet.

60 Jahre später, nach der deutschen Wiedervereinigung, stehen in Berlin abermals die zu teuer gewordenen Kultureinrichtungen zur Diskussion, im Zentrum dabei: die Finanzierung der drei Opernhäuser.

DLF 2013

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Dossier

LübeckZehn tote Asylbewerber, keine Spur von den Tätern

Blick auf die Brandruine. (picture-alliance / dpa / Rolf Rick)

Im Januar 1996 wurde ein Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Lübeck verübt. Zehn Menschen starben, 38 wurden zum Teil schwer verletzt. Noch in der Tatnacht wurden die Personalien von drei Neonazis aufgenommen, die in der Nähe des Tatortes standen und frische Brandspuren aufwiesen. Zu einer Anklage kam es nie.

Ägyptische GesellschaftMomente der Verzweiflung

Die Stadt Kairo im Sonnenuntergang. (Imago / Xinhua)

Er sitzt auf den Treppenstufen im Hausflur eines Altbaus in Berlin-Mitte und starrt vor sich hin. "Ich bin im Zustand völliger körperlicher und psychischer Erschöpfung", sagt er. Hassan F. war einer der führenden Aktivisten der arabischen Revolution 2011 in Ägypten.

JournalismusA lo Cubano

Havannas russisch-orthodoxe Kathedrale (Henning von Löwis)

"Berichten Sie objektiv - aber mit kubanischer Objektivität, nicht mit der deutschen!" Begleitet von diesen Worten werden Stempel in die Pässe von elf Journalisten gedrückt. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass einer internationalen Gruppe aus Radio-, Online- und Printjournalisten Pressevisa für einen Besuch auf Kuba gewährt werden.