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Ende der Popkultur?

Über Musikgeschichte und Musikindustrie nach dem Tod von Michael Jackson

Christoph Jacke im Gespräch mit Mischa Kreiskott

Ein Fan-Memorial für Michael Jackson in Los Angeles
Ein Fan-Memorial für Michael Jackson in Los Angeles (AP)

Die Superstarfigur Michael Jackson ist schon länger als eine Dekade nicht mehr unter uns. Jacksons letztes Album "Invincible" von 2001 blieb in jeder Hinsicht hinter den Erwartungen zurück; seine geplante Rückkehr auf die Bühne wirkte wie ein kühner, aber unrealistischer Wunschtraum.

Dennoch, erst der Tod Michael Jacksons hat der Welt in Erinnerung gerufen, dass mit ihm der letzte männliche Superstar der populären Musik abgetreten ist. Einzig Madonna ist geblieben, die als 50-Jährige zwar als Ikone der Pop-Geschichte, aber kaum mehr als Ausdruck einer vitalen Jugendkultur gelten kann.

Was aber wird aus dem Phänomen Pop ohne die Wirkung herausragender Protagonisten? In welche Richtung bewegt sich die Kultur, die das 20. Jahrhundert bewegt und geprägt hat? Ist der Tod Michael Jacksons der Anfang vom Ende der Popkultur?

Christoph Jacke ist Professor für Theorie, Ästhetik und Geschichte der populären Musik an der Universität Paderborn. Er beschäftigt sich seit Jahren auch mit dem Starkult in der Musikgeschichte. Zur Zukunft des Pop und der Musikindustrie nach dem Tod von Michael Jackson hören Sie Christoph Jacke im Gespräch mit Mischa Kreiskott.

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