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StartseiteMarktplatzFreiwillige vor30.06.2011

Freiwillige vor

Wie jung und alt sich für die Gemeinschaft engagieren können

Essen auf Rädern ausfahren, Vögel im Wattenmeer zählen, Behinderte im Heim oder Gäste in der Jugendherberge betreuen: Dafür war bislang der "Zivi" zuständig, doch damit ist jetzt Schluss. Mit der Wehrpflicht ist auch der Zivildienst abgeschafft.

Am Mikrofon: Jule Reimer

Händeringend suchen Naturschutzbund, Caritas & Co nach Bewerbern. (AP)
Händeringend suchen Naturschutzbund, Caritas & Co nach Bewerbern. (AP)

Den Job machen ab 1. Juli Männer und Frauen jeden Alters im Rahmen des neuen Bundesfreiwilligendienstes. Und für jüngere Erwachsene gibt es weiterhin das Freiwillige Ökologische oder Soziale Jahr und den entwicklungspolitischen Auslandsdienst "weltwärts".

Doch die neuen Freiwilligen zieren sich noch, händeringend suchen Naturschutzbund, Caritas & Co nach Bewerbern. Doch wer kann sie wo und wofür bewerben? Wie hoch ist das Entgelt? Wie lange dauert ein Einsatz und was bringt er unterm Strich fürs Leben oder die Karriere? Diese und andere Fragen diskutiert Jule Reimer mit Experten, Ex-Freiwilligen und Schülern heute im "Marktplatz".

Hörerfragen sind - wie immer - willkommen.
Die Nummer für das Hörertelefon lautet:
00 800 - 44 64 44 64
Die Nummer für das Faxgerät lautet:
00 800 - 44 64 44 65
Und die E-Mail-Adresse: marktplatz@dradio.de

Teilnehmer:

Freya Schulz - Absolventin Freiwilliges Ökologisches Jahr, Hamburg

Max Render - Absolvent Freiwilliges Soziales Jahr, Aachen

Jens Kreuter - Beauftragter für den Bundesfreiwilligendienst, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn

Karen Rau - Internationaler Bund (Vertretung NRW), Solingen

Jürgen Deile - Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Bonn Koordination personelle Förderung

Ton, Technik und Reporter

Das Team des Deutschlandfunk sowie Schüler der Schülerfirma HVB-Ton des Hildegard-von-Bingen-Gymnasiums, Köln


Wichtige Informationen: Adressen und Internetlinks:

Freiwilliges Soziales Jahr FSJ: Informationen des Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr

Kontakt: E-Mail: über: info@pro-fsj.de, Sprecher: Hartmut Brombach, c/o Internationaler Bund, Valentin-Senger-Str. 5, 60389 Frankfurt/M und Martin Schulze, c/o Evangelische Freiwilligendienste für junge Menschen, Otto-Brenner-Str. 9, 30155 Hannover.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ ist die zuständige Behörde.

Arbeiterwohlfahrt (AWO): viele Informationen zum FSJ samt Datenbank mit Einsatzstellen

Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband: Liste der freie FSJ-Stellen die der PARITÄTISCHE vermittelt.

Freiwilliges Ökologisches Jahr FÖJ. Diese Seite des Bundesarbeitskreis FÖJ (BAK) bündelt alle wichtigen Informationen. Kontakt: Hinrich Goos, FÖJ-Betreuungsstelle, Beim Jugendpfarramt der Nordelbischen Kirche, Koppelsberg 1, 24306 Plön, Tel.: 04522/507-160, Email: goos@oeko-jahr.de

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ ist die zuständige Behörde.

Bundesfreiwilligendienst. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu dem neuen und freiwilligen Zivildienst für Frauen und Männer, für Alt und Jung. Kontakt: Telefon: 0221 - 36 73 0, E-Mail: info@bundesfreiwilligendienst.de

Arbeiterwohlfahrt AWO: viele Informationen zum Bundesfreiwilligendienst samt Datenbank mit Einsatzstellen

Weltwärts: Alle zentralen Informationen und Adressen zum Weltwärts-Programm
Kontakt: weltwärts-Sekretariat, Postfach 12 06 19, 53048 Bonn, Telefon: 02 28 / 243 44 44, Fax: 02 28 / 243 44 43, E-Mail: sekretariat@weltwaerts.de

Oder beim Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

eFeF: Zusammenschluss von evangelischen Verbänden und Organisationen, die für "Weltwärts" Freiwilligendienste anbieten. Kontakt: Jürgen Deile (Sprecher des eFeF), E-Mail: info@efef-weltwaerts.de, Telefon:0228 / 8101-0

Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligendienste: Zusammenschluss aller katholischen Träger, die Freiwilligendienste im Rahmen von "Weltwärts" anbieten.

Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee" AKÜ berät und informiert Interessierte, die sich im Ausland sozial engagieren möchten. Mit Internetportal www.entwicklungsdienst.de darin Stellendatenbank

Verbund Weltoffen: Zusammenschluss der nicht-konfessionellen Entsendeorganisationen für den "Weltwärts-Dienst".

Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. (AGdD)
Dachverband der sieben Entwicklungsdienste in Deutschland.

Der europäische Freiwilligendienst - European Voluntary Service EVS

Go for Europe ist ein Programm der Europäischen Union.

Hinweise zur Finanzierung

FSJ/FÖJ: Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung, beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

Bundesfreiwilligendienst: Taschengeld bis maximal 330 Euro im Monat, Unterkunft, Verpflegung, Berufskleidung. Bei den Sozialversicherungen ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt. Die Beiträge für Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlt die Einsatzstelle.

Im Übrigen sollte geklärt werden, ob ein Anspruch auf Kindergeld während des Freiwilligendienstes besteht. Wer das ökologische oder soziale Jahr absolviert, erhält auf jeden Fall Kindergeld bis zur üblichen Altersgrenze. Das gleiche gilt für Teilnehmer des neuen Bundesfreiwilligendienstes. Auch Eltern von Freiwilligen, die mit "Weltwärts", oder über das Freiwillige Ökologische Jahr/Freiwillige Soziale Jahre ins Ausland gehen, bekommen Kindergeld. Bei kleineren Freiwilligen-Programmen kann es aber sein, dass das Kindergeld nicht gezahlt wird.

Speziell für "weltwärts" gilt: Man muss sich genau bei der Entsendeorganisation erkundigen, wie hoch die Eigenbeteiligung für den Freiwilligendienst ist. Diese Kosten können stark variieren, je nach Programm, aber auch aufgrund der unterschiedlich hohen Reisekosten. Erfahrungsgemäß gelingt es vielen Freiwilligen, ihren Beitrag über Spender und Sponsoren aus dem privaten Bereich, aber auch über Stiftungen oder Firmen aufzubringen. Auch dazu bieten die meisten Entsendeorganisationen Beratung an.

Wie viel Geld die Freiwilligen während ihres Auslandaufenthalt als Taschengeld oder für den Lebensunterhalt erhalten, ist ebenfalls unterschiedlich.

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