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StartseiteCampus & KarriereKinder tollen und spielen20.02.2016

Große Pause an einer GrundschuleKinder tollen und spielen

Die große Pause ist für Schüler häufig ein Höhepunkt im Schulalltag. Hier gibt es Raum zum Spielen, Bewegen und Freunde treffen. Ein Besuch in einer Kölner Grundschule.

Von Isabelle Klein

Junge mit Tornister auf dem Rücken, der sich auf dem Schulhof hinter einem Baum versteckt. (picture alliance / dpa / Julio Pelaez)
Junge mit Tornister auf dem Rücken, der sich auf dem Schulhof hinter einem Baum versteckt. (picture alliance / dpa / Julio Pelaez)

Mitten in der Kölner Südstadt liegt zwischen Altbauwohnungen der kleine Pausenhof der Grundschule Mainzer Straße. Der Platz ist halb geteert, halb mit Bäumen bepflanzt und in allen Ecken und Winkeln mit allerlei Häuschen und Turngeräten ausgestattet. Um kurz vor 10 Uhr rennt das erste Grüppchen Viertklässler auf den Hof.

- Reporterin: Wie ist denn dein Name?
- Kinder: Emil. - Meiner ist Melike.
- Reporterin: Was ist das hier vorne? Da sind Kisten – habt ihr da etwas rein gepflanzt?
- Kinder: Das sind die Beete von den Klassen. Wir haben jetzt auch unsere Klassendienste. Da ist auch ein Blumendienst Dabei, da kümmern wir uns um die Blumen, draußen und drinnen.

Die Eisbären-Klasse erklärt mir, was es auf dem Schulhof so alles gibt. Neben den bepflanzten, alten Obstkisten gibt es Tische und Bänke, einen kleinen Fußballplatz, eine Rutsche, ein Basketballkorb und ziemlich viele tolle Verstecke.

- Mädchen: Hinter den kleinen Häusern da hinten.

Mia zeigt auf eine rot lackierte Bretterbude, ein Häuschen, in dem die Kinder Spiele ausleihen können. Um kurz nach 10 Uhr öffnet es seine Türen und innerhalb weniger Minuten verwandelt sich der vorher recht überschaubare Platz davor in einen wuseligen, bunten Haufen. Der Lautstärkepegel steigt.

- Reporterin: Hallo! Was hast du denn schon so ausgeliehen?
- Mädchen: Wir leihen ganz viele Bälle aus, wir haben schon einen Hula-Hoop-Reifen ausgeliehen.
- Reporterin: Was wird am meisten ausgeliehen?
- Mädchen: Fußbälle, aber es gibt davon nicht so viele.
- Junge: Das haben wir eben auch schon gefragt
- Reporterin: Und was ist hier eher der Ladenhüter?
- Mädchen: Tellerdrehen oder so.

Wie am Ausleihstand schon ersichtlich wird, ist der beliebteste Pausensport zumindest bei den Jungs ganz klar:

- Kinder: Fußballspielen, Fußballspielen, Fußballspielen, Fußballspielen, Handballspielen, Fußballspielen. Aber heute können wir nicht spielen, weil es nass ist.

Bewegungsdrang nachgehen

Dem Bewegungsdrang wird heute mit anderen Spielen nachgegangen. In der Mitte des Innenhofs hat ein halbes Dutzend etwa achtjähriger Mädchen ein langes Seil aufgespannt und hüpft lachend und schreiend darüber. In mehreren Ecken wird Fangen gespielt. Die Klassiker unter den Spielen. Hie und da gibt es aber auch noch einige Spiele, die ich nicht kenne.

- Reporterin: Darf ich Euch fragen, was ihr hier spielt?
- Gruppe: Ja, Ninja. Da tut man die Hände zusammen und dann: Ninja!
- Mädchen: Also ich spiele gerne mit meiner Freundin totlachen. Und manchmal auch Rammen. Da rammen wir uns einfach.
- Junge: Ich bin Marian und wir gehen gerade mit so einer Art Stelzen.
- Reporterin: Und ihr seid hier immer in einer Gruppe unterwegs?
- Kinder: Nee, wir machen auch manchmal gemischte Teams. Der hier ist zum Beispiel auch ein Spielkamerad.

Allein, ganz ohne Freunde, sehe ich heute niemanden herumstehen. Etwas ruhiger ist es, wenn überhaupt, mal am Rande des Schulhofs, wo sich vereinzelt kleinere Grüppchen zusammengetan haben und sich austauschen. Durch dieses Wimmelbild hindurch schreitet immer mal wieder ein Lehrer. Etwa zehn Erwachsene haben den Überblick.

- Reporterin: Was macht denn für sie eine gute Pause aus?
- Lehrerin 1: Schönes Wetter, viel frische Luft, viel Bewegung.
- Lehrerin 2: Das es so einen tollen Schulhof gibt, wie wir den haben, mit vielen Klettermöglichkeiten, Nischen, Natur, Pflanzen. Natürlich auch, dass die Kinder soziale Regeln auch mitkriegen und hoffentlich auch friedlich spielen.

Ein paar kleinere Streitigkeiten müssen heute geschlichtet werden, ab und zu wird ein Lehrer aufgefordert, mitzuspielen – ansonsten gibt es für die Erwachsenen heute nicht so viel zu tun. Aber die haben ja schließlich auch Pause.

- Kinder: Nein!
- Reporterin: Klingelt die Glocke noch einmal?
- Kinder: Nein, aber es gibt noch eine kleine Pause.

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