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Seit 14:00 Uhr Nachrichten

Intellektuelle zur Flüchtlingspolitik"Eine ganz ganz gefährliche Intonation"

Einige Intellektuelle in Deutschland zeigen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Albrecht von Lucke eine neue Position in der Flüchtlingsfrage. Der Philosoph Peter Sloterdijk, der Schriftsteller Botho Strauß und der Autor Frank Böckelmann bildeten einen Gegenpol zur Kritik etwa von Pegida-Anhängern, sagte von Lucke im Deutschlandfunk. Mit einem "Lob der Grenze" argumentierten sie aber auch für eine Art Widerstandsrecht gegen Flüchtlinge – er hält das für infam.


Europas Rechtspopulisten"Diese Vernetzungen sind schon seit Längerem zu beobachten"

In der Vernetzung rechtspopulistischer Parteien in Europa sieht der Sozialwissenschaftler Johannes Kiess mehr als Symbolismus. Im Deutschlandfunk sagte Kiess, die Gruppen versuchten, gegenseitig voneinander zu lernen. Die etablierten Parteien hätten den Populisten bisher europaweit wenig entgegenzusetzen, besonders in Deutschland trieben AfD und Pegida sie vor sich her.

Pegida-DemonstrationenSPD-Politiker Dahlemann: Politik muss Rückgrat bewahren

Der Landtagsabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern, Patrick Dahlemann, fordert von den etablierten Parteien ein anderes Vorgehen gegen Pegida und AfD. Im Deutschlandfunk sagte er, die Strategie sei gescheitert, dieses Phänomen zu ignorieren. Die Parteien müssten sich den einfachen Lösungsvorschlägen der AfD verweigern und den Menschen die Komplexität in der Flüchtlingspolitik aufzeigen.

Dürre in Afrika"Müssen Äthiopiens Regierung helfen, zu helfen"

Durch die extreme Trockenheit in Südafrika steige die Gefahr, dass immer mehr Menschen in Armut fallen und hungern müssen, sagte Ralf Südhoff, Leiter des UN-Welternährungsprogramms in Deutschland, im DLF. Deutschland und andere finanzstarke Länder müssten dringend helfen, um eine weitere Verschlechterung der Situation zu vermeiden.


Thomas de Maizière"Griechenland hat gemerkt, dass die Zeit davonläuft"

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat Griechenland Fortschritte bei der Errichtung von Registrierungszentren für Flüchtlinge attestiert. Die Flüchtlinge müssten endlich so registriert werden, dass die Daten europaweit verfügbar seien, sagte der CDU-Politiker im DLF. Er sprach sich auch dafür aus, dass Athen unter Umständen Flüchtlinge direkt wieder in die Türkei zurückschickt.

Theaterstück über Rostock-Lichtenhagen"Es war notwendig, etwas zu tun"

Das Junge Residenztheater München hat nach Vorlage des Films "Wir sind jung, wir sind stark" ein gleichnamiges Stück über die Vorfälle in Rostock-Lichtenhagen 1992 auf die Bühne gebracht. Darin sollen die Täter im Mittelpunkt stehen, sagte die Theaterregisseurin Anja Sczilinski im DLF. Sie erkennt in der heutigen Stimmung gegenüber Flüchtlingen Parallelen zu damals.

AsylanträgeDas BaMF muss schneller arbeiten

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) fordert eine "deutlich" schnellere Bearbeitung der Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. "Würden wir auf kommunaler Ebene so arbeiten wie die Bundesbehörden, wäre Deutschland gar nicht mehr steuerbar," sagte er im DLF. Von der Bundesregierung erwarte er mehr Unterstützung bei Integrationsleistungen.


Beckstein zu Seehofers Moskau-Reise"Gerade in kritischen Situationen dürfen nicht alle Fäden abreißen"

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat die Reise von CSU-Chef Horst Seehofer nach Moskau verteidigt. Gerade in Spannungszeiten sei es wichtig, dass nicht alle Kontakte abreißen, sagte Beckstein im DLF. Nur durch Gespräche könne Schritt für Schritt eine Annäherung Russlands an europäische Standards wieder erreicht werden.

Schusswaffengebrauch an der Grenze?"Der Flüchtling ist in keinem Fall ein Angreifer"

Ein Schusswaffengebrauch von Polizisten an der Grenze sei "allenfalls theoretisch vorstellbar", sagte der Staatsrechtler Christoph Schönberger im DLF. So etwas könne nur im äußersten Notfall geschehen. Die Flüchtlinge, die jetzt ankämen, wollten sich auch keiner Kontrolle widersetzen. Für sie sei die Bundespolizei die Anlaufstelle, um ihr Asylbegehren vorzubringen.

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Nächste Sendung: 08.02.2016 06:50 Uhr

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