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Politologe zu deutsch-polnischen Beziehungen"Beata Szydlo ist keine Deutschenfresserin"

Die neue polnische Ministerpräsidentin Beata Szydlo ist heute zu ihrem Antrittsbesuch bei Kanzlerin Merkel nach Berlin gereist. Nach Einschätzung des Polen-Experten Stefan Garsztecki war es ein Fehler, dass Szydlo vor Berlin zunächst Budapest besuchte. Er glaube aber, dass Merkel und Szydlo einen Draht zueinander fänden, sagte er im DLF.

Unruhe an Finanzmärkten"Eine Summe von vielen chronischen Krankheiten"

Nach der Finanzkrise 2008 sollte alles besser werden. Jetzt schwächeln die Börsen wieder und das liegt aus Sicht des Finanzexperten Max Otte daran, dass die Ursachen der Krise 2008 nicht behoben wurden. Deswegen sei die Lage jetzt viel gefährlicher, sagte er im DLF. Die Mittelschicht in Deutschland werde langsam enteignet.


Vor den Syriengesprächen in MünchenKeine Kompromissbereitschaft der Russen oder des syrischen Regimes

Russland hat sich bereit erklärt, über eine Waffenruhe für Syrien zu reden. Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift "Zenith" ist skeptisch. Moskau und seine syrischen Verbündeten würden erst dann einen Waffenstillstand eingehen, wenn es ihnen gelungen ist, die Opposition soweit niederzukämpfen, dass sich Waffenstillstandsverhandlungen "de facto erübrigen", sagte er im DLF.

NATO"Legale Einwanderung statt Militärmission"

Agnieszka Brugger hat die Vorschläge zum Einsatz der NATO zur Sicherung der EU-Außengrenzen scharf kritisiert. "Ich sehe da keine Rolle für die NATO und ich finde es auch falsch, den Umgang mit den Flüchtlingen im Mittelmeer weiter zu militarisieren", sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen im Deutschlandfunk. Schleppern würde man besser mit legalen und sicheren Einwanderungswegen das Geschäft kaputtmachen.

Flüchtlingsthema auf der Berlinale"Erste brutale Antwort auf eine ungebremste Globalisierung“

Berlinale-Chef Dieter Kosslick will den öffentlichen Diskurs über das Flüchtlingsthema auch auf der Berlinale führen. Die Deutschen hätten nach dem Zweiten Weltkrieg die größte Gruppe der Geflüchteten ausgemacht und auf die Hilfe, die sie damals bekommen haben, nicht verzichten können. Alle Menschen hätten ein Recht auf Glück, sagte er im DLF.

US-Vorwahlen in New Hampshire"Clinton hat keinen emotionellen Kern für ihren Wahlkampf"

Bernie Sanders setzt sich gegenüber der früheren Außenministerin Hillary Clinton in New Hampshire deutlich durch. "Es läuft nicht gut für Clinton", stellt der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, fest. Gründe seien ihre fehlende Emotionalität im Wahlkampf und die Tatsache, dass sie eigentlich keine Botschaft habe.


Registrierung von Flüchtlingen"Griechenland wird schneller an den Pranger gestellt als andere"

Die Einrichtung sogenannter Hotspots zur Registrierung von Flüchtlingen in Griechenland läuft nur schleppend. Der Leiter des Athener Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, Christos Katsioulis, macht dafür unter anderem die ineffektive Arbeit der griechischen Verwaltung verantwortlich. Aber auch die Rhetorik aus anderen EU-Ländern sei nicht hilfreich, sagte er im DLF.


Merkel-Besuch"Die Türkei fällt nicht als Partner aus"

Der FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff fordert die Türkei auf, die Zehntausenden an der Grenze wartenden Syrer ins Land zu lassen. Man müsse den Menschen helfen, sagte der stellvertretende Parlamentspräsident im DLF. Grundsätzlich aber habe Ankara schon viel getan. Auch deshalb könne Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch die Regierung nicht unter Druck setzen.


Intellektuelle zur Flüchtlingspolitik"Eine ganz ganz gefährliche Intonation"

Einige Intellektuelle in Deutschland zeigen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Albrecht von Lucke eine neue Position in der Flüchtlingsfrage. Der Philosoph Peter Sloterdijk, der Schriftsteller Botho Strauß und der Autor Frank Böckelmann bildeten einen Gegenpol zur Kritik etwa von Pegida-Anhängern, sagte von Lucke im Deutschlandfunk. Mit einem "Lob der Grenze" argumentierten sie aber auch für eine Art Widerstandsrecht gegen Flüchtlinge – er hält das für infam.


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Nächste Sendung: 13.02.2016 06:50 Uhr

Interview
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