20. September 2017

 

Koran erklärt  

Sure 13 Vers 19Kain und Abel und die Frage nach einem Tötungsverbot im Islam

Kain, der neidische Ackerbauer, erschlägt seinen Bruder Abel. Die bekannte Geschichte des Bruderzwists wird auch im Koran erzählt - allerdings anders als in der Bibel. In der arabisch-islamischen Kultur wurde das Motiv dann bis in die Gegenwart kreativ weiter benutzt und zur moralischen Bewertung des Tötens herangezogen. Beitrag hören

Sure 94 Verse 1-8Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Vorstellungen davon, wie der Menschen mit den Härten des Lebens umgehen soll, haben offenbar kultur- und zeitenübergreifend die gleiche Gültigkeit. Prinzipien, die schon im Koran ihren Niederschlag fanden, decken sich mit Prinzipien, die weit weg von der islamischen Kultur gelten - zum Beispiel in Japan. Beitrag hören

Sure 37 Verse 99-113Abraham soll seinen Sohn opfern

Muslime feiern von heute an drei Tage lang das Opferfest. Im Zentrum steht die Figur des Abraham oder Ibrahim, wie er im Arabischen heißt. Höhepunkt in der Erzählung über den Stammvater von Juden, Christen und Muslimen ist in allen drei Religionen die Aufforderung Gottes, er solle seinen Sohn opfern. Darum geht es auch in Sure 37, genauer in den Versen 99 bis 113. Beitrag hören

Sure 2 Verse 2-5Die Kurzfassung des Korans

Im 7. Jahrhundert entsteht eine Religion, die Teile von Judentum und Christentum übernimmt und diesen neue Elemente hinzufügt. In ihrem Zentrum steht der Koran. Er beschreibt, worum bei dem neuen Glauben geht. Quasi ein "Abstract" davon, eine Kurzfassung des Korans bilden die ersten Verse von Sure 2. Beitrag hören

Sure 27 Vers 23Die Geschichte der Königin von Saba

Sie ist eine der bemerkenswertesten Frauen im Koran und liefert zugleich eine der farbenprächtigsten Geschichten darin: Die berühmte Königin von Saba, Bilkîs oder Balkîs. Über die Jahrhunderte hat sie die Vorstellungen der Menschen beflügelt. Das gilt vor allem angesichts ihres geheimnisvollen Treffens mit König Salomo. Beitrag hören

Sure 1 Vers 2"al-Hamdu li-llâh" - "Lob sei Gott"

Die erste Sure ist vielleicht so etwas wie das Vaterunser bei den Christen. Sie ist Bestandteil jedes einzelnen der fünf täglichen Gebete. Und auch weniger gläubigen Menschen in der islamischen Welt sind Verse daraus sehr vertraut. Das gilt insbesondere für den zweiten Vers. Beitrag hören

Sure 2 Vers 106Ein zentrales Instrument zum Verstehen des Korans

Der Koran ist nicht selbsterklärend. Vieles muss hinterfragt, interpretiert und erläutert werden. Viele Aussagen im Text lassen sich andernfalls in keinen logischen Zusammenhang bringen. Ein zentrales Instrument zum Verstehen des Korans ist die Abrogation. Beitrag hören

Sure 33 Vers 59Die Verhüllung der Frau

Das islamische Kopftuch ist ein immer wiederkehrender Konfliktstoff unter Muslimen wie Nicht-Muslimen. Schon seit jeher haben Gelehrte in dieser Religion über die Verhüllung der Frau gestritten - aber anders als wir das heute tun. Beitrag hören

Sure 5 Vers 3Die Vervollständigung des Islams

Was ist der Islam? Das ist eine höchst komplexe Frage, die sich kaum beantworten lässt. Im Koran gibt es jedoch einen Vers, der das Selbstverständnis der islamischen Religion und ihrer Anhänger zumindest im Kern greifbar werden lässt. Beitrag hören

Sure 47 Vers 2Hieß der Prophet wirklich Mohammed?

Wie selbstverständlich gehen Muslime und fast alle islamischen Theologen und Islamwissenschaftler davon aus, dass der Prophet, dem dem Glauben nach der Koran offenbart wurde, Mohammed heißt. Aber das lässt sich auch in Zweifel ziehen. Beitrag hören

Sure 85 Verse 4-8Eine sprachwissenschaftliche Tour de Force

Der Koran scheint an manchen Stellen keinen Sinn zu ergeben. Man weiß nicht, worum es eigentlich geht. Diese Unklarheiten liegen nicht immer am Inhalt. Es könnten auch bewusst veränderte oder falsch verstandene Wörter Schuld sein, und nach einer sprachwissenschaftlichen Bereinigung kommt dann plötzlich doch ein verständlicher Inhalt zum Vorschein. Beitrag hören

Sure 110 Verse 1-3Zur Frage des Eroberungsanspruchs im Islam

Manche Koranverse, die sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen befassen, wirken mitunter bedrohlich. Das gilt zum Beispiel für jene über Kriege und Eroberungen. Einige Koranexperten argumentieren, diese Verse beziehen sich auf die historische Situation während der Entstehungszeit des Korans. Andere weisen jedoch auf die prophetische Kraft der Worte hin. Beitrag hören

Sure 60 Vers 12Die Stellung der Frau innerhalb der Ur-Gemeinde

Unter den ersten Muslimen waren Frauen ein wichtiger Pfeiler für die neue Gemeinschaft, die im 7. Jahrhundert im Entstehen begriffen war. Das zeigt sich etwa darin, dass auch explizit den Frauen ein Treueschwur auf den Propheten Mohammed abverlangt wurde. Beitrag hören

Sure 7 Vers 180Die 99 Schönsten Namen Gottes

Bei den sogenannten 99 Schönsten Namen Gottes handelt es sich um ein berühmtes Konzept im Islam. Gott wird auch nach seinen Eigenschaften benannt wie der Großzügige oder der Schenkende. Die 99 Namen werden auf Poster oder Tafeln gedruckt, viele muslimische Namen werden daraus gebildet. Und das ist längst nicht alles, was sich dahinter verbirgt. Beitrag hören

Sure 2 Vers 30Eine mystische Sicht auf die Schöpfung des Menschen

Es gibt verschiedene Ansätze bei der Interpretation des Korans. Dazu gehören mystische Herangehensweisen. Sie unterscheiden sich zum Beispiel dadurch, dass sie den spirituellen Gehalt der Verse erfassen und sich die Bedeutung hinter den konkreten Worten erschließen wollen. Der bosnische Koranexperte Enes Karic ist ein Vertreter dieses Ansatzes. Beitrag hören

Sure 2 Vers 185Der Fastenmonat Ramadan

Gläubige Muslime befinden sich derzeit im Fastenmonat Ramadan. Noch gut drei Wochen lang werden sie tagsüber unter anderem auf Essen und Trinken verzichten. Aber warum fasten sie überhaupt? Möglicherweise hat es mit einem Sommerregen zu tun. Oder mit aufgeheizter Erde. Und mit einer segensreichen Nacht. Beitrag hören

Sure 60 Verse 8-9Gewalt - Der Koran vermeidet Pauschalurteile

Das Verhältnis von Muslimen und Nicht-Muslimen wird heutzutage von vielen Herausforderungen begleitet: Feindseligkeiten gibt es auf beiden Seiten. Schon der Koran hat sich zu den Fragen des Umgang miteinander positioniert. Dabei zeigt sich eine weitere seiner Facetten: die heilige Schrift der Muslime vermeidet Pauschalisierungen. Beitrag hören

Sure 4 Vers 171Eine klare Absage an Vater, Sohn und Heiliger Geist

Sehr früh versuchten sich die Muslime von der christlichen Lehre abzusetzen. Ein Hauptansatzpunkte war die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Muslime warfen den Christen wegen der Trinitätslehre einen mangelhaften Monotheismus vor. So kommt es auch, dass die Beziehung des Propheten zu Gläubigen nie der von Vätern oder Patriarchen entspricht, sondern der von Geschwistern und Genossen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 256"Kein Zwang im Glauben" - oder?

Er ist einer der bekanntesten Koranverse zum Thema Religionsfreiheit im Islam: "Kein Zwang im Glauben." Papst Benedikt XVI. zitierte ihn in seiner berühmten Regensburger Vorlesung. Bis heute verweisen viele Muslime auf diesen Vers, um die Friedfertigkeit ihres Glaubens zu belegen. Doch ganz so einfach ist das mit diesem Vers nicht. Beitrag hören

Sure 90 Vers 1-10Von möglicherweise nachträglich hinzugefügten Koranversen

Nach der Erläuterung der Verse 4 und 10 mit Hinweisen zum bewussten oder unbewussten Bedeutungswandel einzelner Ausdrücke in der letzten Sendung geht es nun um die gesamte Passage von Vers 1 bis 10. Dass der Koran schwer zu verstehen ist, hängt nicht nur mit inhaltlichen Fragen zusammen. Manchmal könnte es schlicht damit zu tun haben, dass Verse nachträglich hinzugefügt wurden. Ein heikler Gedanke zu einem "göttlichen" Text. Beitrag hören

Sure 90 Vers 4 und 10Über die Veränderung von Wörtern im Koran

Was im Koran steht, so glauben es Muslime, wurde Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe von Gott selbst so gesagt und offenbart. Von daher verbietet sich absolut jeder Eingriff in den Text. Wissenschaftler jedoch hegen Zweifel, ob sich die Muslime im Laufe der Jahrhunderte immer daran gehalten haben. Zumindest einzelne Stellen im Koran werfen Fragen auf. Beitrag hören

Sure 4 Vers 15Todesstrafe: Steinigung

Sie gehört zu einer der schlimmsten Strafen der Menschheitsgeschichte - die Steinigung. Wenn es heutzutage Meldungen über ihre Anwendung gibt, kommen sie oftmals aus islamisch geprägten Ländern. Welche religiöse Grundlage hat diese Form der Todesstrafe in der wichtigsten Quelle des Islams? Beitrag hören

Sure 7 Verse 80-81Bestimmungen zur Homosexualität

Muslimen wird oft unterstellt, besonders große Schwierigkeiten mit dem Thema Homosexualität zu haben. Dennoch erblühte die homoerotische Poesie im Mittelalter nirgends stärker als in der islamischen Welt. Wie kann das sein? Lehnt der Koran die gleichgeschlechtliche Liebe doch nicht ab? Beitrag hören

Sure 2 Vers 223"Eure Frauen sind euch ein Acker"

Sexualität und die Stellung der Frau im Islam gehören sicherlich zu den großen Reizthemen gegenwärtiger gesellschaftlicher Diskussionen. Und einer der wohl kontroversesten Aussagen dazu im Koran ist der Vers: "Eure Frauen sind euch ein Acker; geht zu eurem Acker, wie ihr wollt." Beitrag hören

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