Koran erklärt  

Sure 2 Verse 65-66Zur Strafe zu Affen und Schweinen gemacht

Im Koran wird an mehreren Stellen gesagt, Gott habe Menschen in Affen und Schweine verwandelt. Zweimal geschieht das demnach mit Juden als Strafe für den Bruch des Sabbats. Diese Verse werden oft zitiert, um den Vorwurf des Antisemitismus zu erheben. Beitrag hören

Sure 109"Der Islam kennt keine religiöse Toleranz"

Muslimische Gläubige verweisen oft auf Vers sechs aus Sure 109, um die Toleranz im Islam gegenüber anderen Religionen zu untermauern: "Ihr habt eure Religion und ich habe meine!" Die Bedeutung dieser Worte sei aber eine andere, erklärt der Arabist Otto Jastrow: Der Islam kenne keine religiöse Toleranz, sie sei ein Wunschbild des Westens. Beitrag hören

Sure 4 Vers 34Mit dem Blick eines Künstlers

In den vergangenen zwei Wochen haben eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler den vielleicht heikelsten Koranvers über Frauen erläutert. Heute kommt ein Künstler zu Wort: Sandow Birk. Er lebt in Los Angeles und hat den "American Qur’an" gestaltet, eine großformatig illustrierte, englische Ausgabe des Texts. Beitrag hören

Sure 4 Vers 34"...und schlagt sie!"

In den kommenden Wochen widmen wir uns mit drei Sendungen einem der heute wohl umstrittensten Koranverse im Hinblick auf die Frauenrechte: Sure 4 Vers 34. Insbesondere geht es dabei um den Auszug, in dem es heißt: "Und jene Frauen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, tadelt sie, verbannt sie in ihre Betten und schlagt sie." Beitrag hören

Sure 2 Vers 180Ein Vers über das Erben

Der Koran wird oft für ein Gesetzbuch gehalten. Es gibt aber fast keine Rechtsgebiete, für die er explizite Vorgaben macht. Eine Ausnahme ist das Erbrecht. Für die arabische Gesellschaft im 7. Jahrhundert, als der Islam entstand, war es elementar wichtig zu wissen, wer was wann erbt. Der Koran drückte diesen Regelungen seinen Stempel auf. Beitrag hören

Sure 113 Verse 1-5Die Angst vor der Magie

Die Welt der Araber zur Entstehungszeit des Islams im 7. Jahrhundert war voll von Magiern und Magierinnen, die beispielsweise auf Knoten bliesen. Die Menschen hatten Angst vor ihnen. Der Koran bemüht sich in der vorletzten Sure, diese Furcht zu bändigen und deutlich zu machen, dass Gott mächtiger ist als diese Zauberer. Beitrag hören

Sure 53 Verse 1-18Mohammed geht auf Himmelsreise

Wenige Ereignisse im Leben des islamischen Propheten Mohammed gelten unter muslimischen Gläubigen als so mystisch und wunderbar wie seine Reise zu Gott in den Himmel und ins Paradies. Die im Koran verankerte Erzählung beschäftigte über die Jahrhunderte hinweg nicht nur Religionsgelehrte, sondern inspirierte auch Schreiber, Poeten und Künstler. Beitrag hören

Sure 5 Vers 114Jesu Abendmahl im Koran

Im Koran gibt es eine Sure mit dem Namen "Der Tisch". Es ist die fünfte. Gemeint ist damit eine ganz besondere gedeckte Tafel. Es geht um das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat, und das heute zentraler Bestandteil christlicher Theologie ist. Der Koran folgt freilich einer etwas anderen Deutung der Geschichte. Beitrag hören

Sure 23 Vers 6Als Sklaverei noch selbstverständlich war

Sklavinnen und Sklaven waren in der ausgehenden Antike, als der Islam seinen Anfang nahm, eine Selbstverständlichkeit innerhalb der damaligen Gesellschaftsordnung. Entsprechend nimmt auch der Koran zu ihnen Stellung. Die Princeton-Forscherin Shaun Marmon erläutert die Sicht der jungen muslimischen Gemeinde auf die inzwischen abgeschaffte Sklaverei. Beitrag hören

Sure 57 Vers 27Christliche Mönche im Spiegel des Koran

Christliche Mönche spielten schon früh nach dem Tode Jesu eine zentrale Rolle im Mittelmeerraum. Als die Muslime im 7. Jahrhundert aufbrachen, um diesen zu erobern, stießen sie auf jene im Volk sehr populären Diener Gottes und mussten sich irgendwie zu ihnen verhalten. Die Reaktionen fiel sehr unterschiedlich aus. Beitrag hören

Sure 9 Vers 122Warum Juristen im Islam eine so hohe Stellung haben

Der Islam gilt wie das Judentum als eine Gesetzesreligion. Gebote, Verbote und sonstige rechtliche Regelungen haben für Gläubige eine hohe Bedeutung. Damit einher geht eine große Wertschätzung für Gelehrte des religiösen Rechts. Aber warum ist das so? Beitrag hören

Sure 18 Vers 65Die mysteriöse Figur al-Chidr

Im Koran tauchen vor allem Propheten auf, aber auch Figuren, die die Wissenschaft nicht immer so recht zuzuordnen weiß. Eine dieser rätselhaften Personen ist ein Gottesknecht, al-Chidr genannt. In der Mystik des Islams erlangte er wesentliche Bedeutung. Beitrag hören

Sure 18 Vers 83Alexander der Große im Koran

Im Koran ist von einer mysteriösen Figur die Rede: einem Mann mit zwei Hörnern. Nicht wenige Experten in Vergangenheit und Gegenwart vermuten, damit ist der legendäre makedonische Herrscher und Eroberer Alexander der Große gemeint. Beitrag hören

Sure 18 Vers 18Die Legende der Siebenschläfer im Koran

Junge Männer retten sich vor der Christenverfolgung in eine Höhle, wo sie von Gott behütet Jahrhunderte lang schlafen. So geht die Legende der Siebenschläfer. Das uralte Motiv des langen Schlafs, übrigens auch bei Dornröschen verarbeitet, findet sich ebenso im Koran - um der jungen islamischen Gemeinde die Idee der Wiederauferstehung nahe zu bringen. Beitrag hören

Sure 7 Verse 172-173Das Ur-Bekenntnis

Man braucht nicht unbedingt den gesamten Koran zu lesen, um die zentrale Botschaft des Islams zu erfassen. An manchen Stellen wird der Kern dieses Glaubens derart verdichtet wiedergegeben, dass einzelne Verse bereits ausreichen. Beitrag hören

Sure 39 Vers 6Über die Schwangerschaft

Schwangerschaft spielt bereits im Koran eine Rolle, der vor mehr als 1.400 Jahren entstanden ist. Wie so oft, ist auch der Vers in diesem Fall nicht gleich verständlich. So ist die Rede von dreierlei Finsternis, in der ein Mensch hervorgebracht wird. Beitrag hören

Sure 55 Verse 46-75Warum das Paradies ein Garten ist

Das Paradies wird höchst kunstvoll im Koran beschrieben. Gartenarchitekten ließen sich über Jahrhunderte davon inspirieren - etwa für die Anlagen rund ums berühmte Taj Mahal in Indien. Umgekehrt stellt sich die Frage, was den Urheber des Korans dazu inspiriert haben mag, das Paradies als Garten zu beschreiben? Vielleicht die syrische Stadt Damaskus? Beitrag hören

Sure 5 Vers 32Kain und Abel und die Frage nach einem Tötungsverbot im Islam

Kain, der neidische Ackerbauer, erschlägt seinen Bruder Abel. Die bekannte Geschichte des Bruderzwists wird auch im Koran erzählt - allerdings anders als in der Bibel. In der arabisch-islamischen Kultur wurde das Motiv dann bis in die Gegenwart kreativ weiter benutzt und zur moralischen Bewertung des Tötens herangezogen. Beitrag hören

Sure 94 Verse 1-8Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Vorstellungen davon, wie der Menschen mit den Härten des Lebens umgehen soll, haben offenbar kultur- und zeitenübergreifend die gleiche Gültigkeit. Prinzipien, die schon im Koran ihren Niederschlag fanden, decken sich mit Prinzipien, die weit weg von der islamischen Kultur gelten - zum Beispiel in Japan. Beitrag hören

Sure 37 Verse 99-113Abraham soll seinen Sohn opfern

Muslime feiern von heute an drei Tage lang das Opferfest. Im Zentrum steht die Figur des Abraham oder Ibrahim, wie er im Arabischen heißt. Höhepunkt in der Erzählung über den Stammvater von Juden, Christen und Muslimen ist in allen drei Religionen die Aufforderung Gottes, er solle seinen Sohn opfern. Darum geht es auch in Sure 37, genauer in den Versen 99 bis 113. Beitrag hören

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