24. Mai 2016

 

Koran erklärt  

Sure 15 Vers 2Was Menschen im Jenseits denken werden

Die Frage, was oder ob noch etwas nach dem Leben kommt, beschäftigt alle Religionen. Auch der Koran gibt dazu Auskunft. Doch wie sind solche Passagen zu verstehen, wenn man sie wissenschaftliche betrachtet? Alles Humbug? Werden sich Nichtmuslime zum Beispiel wirklich dereinst wünschen, Muslime gewesen zu sein? Beitrag hören

Sure 3 Vers 79Trennung von Staat und Religion

Zu den heute meistdiskutierten Themen beim Islam gehört die Trennung von Staat und Religion. Und in der Tat besagt der Koran, der Mensch sei zu launenhaft, um gerecht zu regieren. Die Gemeinschaft brauche eine geistige Leitung, die von einer Art Rabbiner des Islams getragen werde. Das jedenfalls besagt Sure 3 Vers 79. Beitrag hören

Sure 4 Vers 135Aufstehen für Gerechtigkeit

Ein Teil dieses Verses findet sich am UNO-Hauptquartier in New York. Der südafrikanische Islamtheologe Farid Esack erläutert ihn mit einer ganz persönlichen Stellungnahme. Er sieht in den Worten einen flammenden Appell zu Gerechtigkeit im Alltag, im Nahostkonflikt, in Pakistan - selbst wenn einem das große Nachteile einbringen sollte. Beitrag hören

Sure 85 Verse 21-22Die wohlverwahrte Tafel

Das Konzept der "wohlverwahrten Tafel" ist vielen Muslimen vertraut. Auf diesem geheimnisvollen Objekt ist Gottes Wille und Wort notiert - also auch der Koran. Mithin ist das Buch, das Muslime heute in Händen halten, lediglich eine Abschrift davon. Das hat Konsequenzen für das Glaubensverständnis. Beitrag hören

Sure 2 Vers 282Der längste Vers im Koran

Die Länge der Koranverse unterscheidet sich mitunter deutlich. Einige bestehen nur aus einzelnen Buchstaben, andere aus ganzen Abschnitten. Professor Ousmane Kane von der renommierten Havard University in den USA erläutert im DLF den längsten Vers in der Heiligen Schrift der Muslime. Es geht um das wirtschafliche Konzept von Terminkäufen und darum, was das mit den verschiedenen Stufen des Glaubens im Islam zu tun hat. Beitrag hören

Sure 30 Verse 2-4Warum nur die Byzantiner im Koran vorkommen

Es kommt nicht so oft vor, dass geschichtliche Ereignisse jenseits der Umgebung des Propheten Mohammed im Koran angesprochen werden. Genau genommen kommt es nur ein einziges Mal vor. Und dabei geht es um die Byzantiner - also die damaligen christlichen Herrscher über die heutige Türkei. Mit Robert Hoyland gibt einer der weltweit besten Kenner der frühislamischen Geschichte Antworten auf die Frage: Warum? Beitrag hören

Sure 4 Vers 34Männer stehen über den Frauen

In den meisten religiösen Quellen haben Frauen aus heutiger Sicht eine benachteiligte Stellung. Die gegenwärtigen Diskussionen darüber werden aber vor allem anhand des Islams geführt. Im Koran gibt es einige Verse, die besonders umstritten sind. Einen der bekanntesten davon erläutert Asad Ahmed, der an der renommierten University of California, Berkeley lehrt. Beitrag hören

Sure 4 Verse 157-158Jesus wurde nicht gekreuzigt

Jesus ist im Islam ein hochangesehener Prophet. Sein Leben und sein Tod werden auch im Koran thematisiert. Die Beschreibungen fallen allerdings anders aus, als man sie aus der Bibel kennt. Aus Sicht des Korans können Propheten weder getötet werden noch ein Martyrium erleiden. Darüber entbrannte auch ein Streit zwischen Mohammed und seinen jüdischen Zeitgenossen. Beitrag hören

Sure 31 Vers 27Von Schreibrohren und Tinten-Meeren

Die Worte des Korans sind nicht selten in eine poetische Form gegossen. Für Muslime macht das den unverwechselbaren Charakter ihrer Heiligen Schrift aus. Dem Glauben nach sind die Worte im Koran Gottes eigene Worte. Der Koran hört nun nach 114 Suren auf. Hat Gott somit alles gesagt, was er sagen wollte? Koranexperten sehen in den Antworten Chancen für den interreligiösen Dialog. Beitrag hören

Sure 5 Vers 33Vertreiben, Hand und Fuß abhauen, kreuzigen

Der Koran umfasst einige Verse, die fürchterlich brutal sind. Erfuhren sie in der Geschichte des Islams vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit, liegt heute oftmals der Fokus der Öffentlichkeit auf ihnen. Die Gewalt-Verse stellen vor allem viele Muslime vor die Frage: Was hat es mit diesen Aussagen in ihrem Heiligen Buch auf sich? Beitrag hören

Sure 17 Vers 23-24Hohe Wertschätzung für die eigenen Eltern

Die eigenen Eltern genießen in den meisten Kulturen und Religionen hohen Respekt. Im Islam wird der Wertschätzung noch einmal besonders hervorgehoben. Und zwar mit einer der schönsten Wendungen, die dem Koran eigen sind, wie Milad Karimi von der Uni Münster ausführt. Beitrag hören

Sure 6 Vers 38Vom Umgang mit Tieren im Islam

Tierschutz und Islam stehen durchaus in einem Spannungsverhältnis. Da ist das Schächten ohne Betäubung und da ist das Opferfest, zu dem viele der 1,5 Milliarden Muslime weltweit traditionell ein Tier schlachten. Der Koran hat zum Umgang mit Tieren einige erstaunliche und auch umstrittene Erkenntnisse hervorgerufen. Beitrag hören

Sure 3 Vers 28"taqiyya" - oder die Frage, ob Muslime betrügen dürfen

Es ist eines der Schlagwort im Kontext von Islamfeindlichkeit: taqiyya. Gemeint ist damit der Vorwurf, Muslime düften Nichtmuslime belügen und betrügen. Was hat es damit auf sich? Der renommierte Professor emeritus für Islamwissenschaft, Etan Kohlberg, hat sich ausführlich mit dieser Frage beschäftigt Beitrag hören

Sure 41 Vers 34Eine gewaltige Zumutung

Die Feindesliebe ist eigentlich ein klassisches Thema des Neuen Testaments. Aber auch im Koran gibt es einen ähnlich klingenden Vers. Ist das der Beleg für eine schlechthin humane Grundhaltung des Heiligen Buchs der Muslime? Und wie passt das mit den Gewaltversen darin zusammen? Der deutsche Koranübersetzer Hans Zirker geht diesem (vermeintlichen?) Widerspruch nach. Beitrag hören

Sure 16 Vers 43 / Sure 21 Vers 7Rätseln über das "Volk der Ermahnung"

Der Koran ist an manchen Stellen nicht nur in seiner Auslegung umstritten, sondern vielfach schlicht unklar. Begriffe und Namen lassen sich nicht eindeutig zuordnen. Über Jahrhunderte haben islamische Theologen in überlieferten Büchern gestöbert, um für jeden einzelnen Fall herauszufinden, was gemeint sein könnte - etwa mit der rätselhaften Formulierung: "Fragt nur das Volk der Ermahnung", die in gleich zwei identischen Koranversen auftaucht. Beitrag hören

Sure 54 Vers 1Wie viele historische Informationen enthält der Koran?

Der Koran ist schwer zu verstehen. Wunder oder Realität? Zukunft oder Vergangenheit? Es ist nicht immer eindeutig, ob es in einem Vers um tatsächliche Geschehnisse geht oder um Ereignisse am Tag des Jüngsten Gerichts. Gelehrte streiten vor diesem Hintergrund zum Beispiel über die Vertreibung eines jüdischen Stammes - aber auch über eine Mondspaltung. Beitrag hören

Sure 100 Verse 1-5Ist der Koran tatsächlich unverfälscht?

Der Koran gilt Muslimen als authentisches, unverfälschtes Wort Gottes. In Teilen ist er schwer zu verstehen. Man darf ihn interpretieren, aber nicht ein einziger Buchstabe darf verändert werden. Dennoch gibt es Indizien, dass genau das geschehen ist. Beitrag hören

Sure 33 Vers 38-40Die Bürden des Propheten

Familienprobleme belasten nicht nur einfache Menschen. Auch der Prophet Mohammed hatte im Alltag seine Bürden zu tragen. Davon berichtet jedenfalls der Koran. Manche Konflikte waren offenbar so groß, dass sie nur noch mit Hilfe von Offenbarungen zu lösen waren. Beitrag hören

Sure 33 Vers 37Streit um Mohammeds Hochzeit mit der Ex-Frau seines Sohns

Der Prophet Mohammed hat Zaynab, seine ehemalige Schwiegertochter, die Ex-Frau seines Ziehsohns Zayd, geheiratet. In seiner noch jungen Gemeinde sorgte er mit diesem Schritt für große Unruhe. Die damalige Gesellschaft lehnte eine solche Hochzeit ab. Um die Lage zu entspannen, scheint der Koran unmittelbar auf diese Unruhe zu reagieren. Beitrag hören

Sure 19 Verse 22-30Die Weihnachtsbotschaft im Koran

Jesus kommt auch im Koran vor. In der Heiligen Schrift des Islams heißt er Isa. Allerdings ist Isa nicht der Sohn Gottes, sondern ein Prophet. In der vergangenen Ausgabe von "Koran erklärt" ging es darum, wie Maria die Geburt Jesu angekündigt wurde. Dieses Mal geht es um ihre Schwangerschaft und um die Niederkunft. Dabei überrascht der Koran mit einer aus der Bibel gänzlich unbekannten Wundertat Jesu. Beitrag hören

Sure 19 Verse 16-21Die Weihnachtsbotschaft im Koran

Muslime feiern keine Weihnachten. Die Botschaft von Jesu Geburt findet dennoch ihren Niederschlag im Koran. Jesus ist im Islam nicht der Sohn Gottes, aber ein wichtiger Prophet - der letzte vor dem Auftreten Mohammeds. In der Darstellung der Weihnachtsgeschichte gibt es somit einige Unterschiede, die bereits bei seiner Mutter Maria anfangen. Der Koranübersetzer und Islamwissenschaftler Hartmut Bobzin erklärt, welche. Beitrag hören

Sure 44 Vers 10Hat der Koran die Atombome auf Hiroshima vorhergesagt?

Viele Koranverse beschreiben in schrecklichen Szenen die Strafen Gottes. Das sollte wohl vor allem all jene einschüchtern, die sich den Offenbarungen nicht beugen wollten. Da derartige Warnungen aber schon damals belächelt wurden, gibt es auch andere Deutungsversuche. Sie gehen so weit, dass manche glauben, der Koran habe Ereignisse wie die Atombombe auf Hiroshima vorhergesagt. Beitrag hören

Sure 82 Verse 1-5Der Untergang der Welt

Am Ende aller Tage steht auch laut dem Koran die Zerstörung der Welt. Solche Warnungen wurden allerdings schon damals als Ammenmärchen verspottet. Das lässt die Vermutung zu, solche Schilderungen waren vielen längst bekannt. Und tatsächlich gibt es Überschneidungen mit den Endzeitvorstellungen in der Bibel. Nicolai Sinai von der renommierten Oxford Universität in England zufolge wäre es aber falsch, deshalb nun zu meinen, der Koran wiederhole einfach nur christliches Gedankengut. Beitrag hören

Sure 9 Vers 5"Erschlagt die Frevler, wo ihr sie findet"

Vers 5 aus Sure 9 ist einer der umstrittensten Verse des Korans. Er wird immer wieder zitiert, um Muslime mit der Gewalt in ihrem Heiligen Buch zu konfrontieren. Militante islamische Fundamentalisten werten ihn als Rechtfertigung für Angriffe. Beitrag hören

Sure 2 Vers 127Abraham und der Bau der Kaaba

Abraham war erst Stammvater der Juden, dann der Christen und schließlich vereinahmte ihn der Koran für den Islam. Er hat die Kaaba erbaut - also jenes heute mit schwarzem Tuch überzogene Gebäude in Mekka, das Gläubige bei der Pilgerfahrt umrunden und in dessen Richtung sie sich weltweit zum Gebet aufstellen. Abraham aber hat mit seinem Sohn noch mehr für den Islam geleistet, weiß der amerikanische Forscher Mustansir Mir - etwa um die spätere Sendung des Propheten Mohammed gebeten.

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