Koran erklärt  

Sure 55 Verse 1-4Über die Benennung Gottes und der Suren im Koran

Gott wird im Koran nicht nur Allah genannt, sondern auch al-Rahman, was möglicherweise aus der jüdischen Literatur übernommen wurde. Der Name, der so viel bedeutet wie "Der Barmherzige", bildet zugleich den ersten Vers und den Titel der Sure. Das ist ein gängiges Muster bei der Auswahl von Suren-Namen gewesen, die manchmal für Verwunderung bei Koranlesern sorgen.

Sure 24 Vers 31Von Frauen, Sklaven, Eunuchen und Transsexuellen

Ein großes (Streit-)-Thema unter Muslimen und Nicht-Muslimen sind die religiösen Bekleidungsvorschriften für Frauen. Einer der zentralen Verse dazu ist Sure 24 Vers 31. In dem Vers steckt aber noch mehr. So verweisen zum Beispiel auch Verfechter von Trans-Rechten im Islam auf diese Worte.

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Sure 2 Vers 208Der Islam zwischen den Kulturen

Der Islam ist eine Religion ohne Oberhaupt. Er kann jede Kultur, Nationalität und Ethnie aufnehmen, mit der er in Kontakt kommt. All das macht aus ihm die weltweit am schnellsten wachsenden Religionsgemeinschaft. Der iranisch-amerikanische Religionswissenschaftler und Bestseller-Autor Reza Aslan zeichnet den ureigenen Charakter des Islams nach.

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Sure 106 Vers 1-4Kamelkarawane oder Seefahrt? Wie uneindeutig der Koran sein kann

Einiges am Originaltext des Korans ist unklar, was zum Beispiel an den Eigenarten der arabischen Schrift liegen kann, wie in der vorigen Ausgabe dieser Sendereihe erläutert wurde. Bei Sure 106 etwa gehen die meisten davon aus, dass die Worte Kamelkarawanen in der Wüste beschreiben. Doch stattdessen könnt es um etwas ganz anderes gehen: die Seefahrt.

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Sure 6 Vers 12Ein Gott, der sich selbst zur Barmherzigkeit verpflichtet

Im Koran wird Gottes Barmherzigkeit sehr deutlich betont. In Vers 12 aus Sure 6, so scheint es, verpflichtet er sich sogar selbst zu dieser Eigenschaft. Aber wie passt das mit der Gerechtigkeit zusammen, die ihm ebenfalls sehr deutlich als Eigenschaft zugeschrieben wird und die dann und wann auch verlangt, Menschen zu bestrafen?

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Sure 45 Verse 12-13Der Koran und die Wissenschaft

Der Koran gilt vielen Muslimen als Leitfaden für alle Lebensbereiche. Mit Hilfe von Interpretation und Analogie lesen sie aus dem Text selbst Hinweise auf moderne Themen wie Atomenlehre oder Evolutionstheorie heraus. Primär hat der Koran jedoch in der islamischen Geschichte die Philologie und Sprachphilosophie befördert.

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Sure 2 Vers 168Fleischkonsum endet nicht mit der Frage nach "halâl"

Muslime, die bei Fleisch auf religiöse Vorschriften achten, fragen danach, ob es "halâl" ist, also ob das ausgewählte Tier korrekt geschlachtet wurde. Einigen reicht das nicht angesichts von Massentierhaltung, Tiertransporten oder Gen-Food. Und bei genauerer Prüfung des Korans finden selbst Vegetarier oder Veganer Bestätigung für ihre Ansichten.

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Sure 2 Verse 65-66Zur Strafe zu Affen und Schweinen gemacht

Im Koran wird an mehreren Stellen gesagt, Gott habe Menschen in Affen und Schweine verwandelt. Zweimal geschieht das demnach mit Juden als Strafe für den Bruch des Sabbats. Diese Verse werden oft zitiert, um den Vorwurf des Antisemitismus zu erheben.

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Sure 109"Der Islam kennt keine religiöse Toleranz"

Muslimische Gläubige verweisen oft auf Vers sechs aus Sure 109, um die Toleranz im Islam gegenüber anderen Religionen zu untermauern: "Ihr habt eure Religion und ich habe meine!" Die Bedeutung dieser Worte sei aber eine andere, erklärt der Arabist Otto Jastrow: Der Islam kenne keine religiöse Toleranz, sie sei ein Wunschbild des Westens.

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Sure 4 Vers 34Mit dem Blick eines Künstlers

In den vergangenen zwei Wochen haben eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler den vielleicht heikelsten Koranvers über Frauen erläutert. Heute kommt ein Künstler zu Wort: Sandow Birk. Er lebt in Los Angeles und hat den "American Qur’an" gestaltet, eine großformatig illustrierte, englische Ausgabe des Texts.

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Sure 4 Vers 34"...und schlagt sie!"

In den kommenden Wochen widmen wir uns mit drei Sendungen einem der heute wohl umstrittensten Koranverse im Hinblick auf die Frauenrechte: Sure 4 Vers 34. Insbesondere geht es dabei um den Auszug, in dem es heißt: "Und jene Frauen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, tadelt sie, verbannt sie in ihre Betten und schlagt sie."

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Sure 2 Vers 180Ein Vers über das Erben

Der Koran wird oft für ein Gesetzbuch gehalten. Es gibt aber fast keine Rechtsgebiete, für die er explizite Vorgaben macht. Eine Ausnahme ist das Erbrecht. Für die arabische Gesellschaft im 7. Jahrhundert, als der Islam entstand, war es elementar wichtig zu wissen, wer was wann erbt. Der Koran drückte diesen Regelungen seinen Stempel auf.

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Sure 113 Verse 1-5Die Angst vor der Magie

Die Welt der Araber zur Entstehungszeit des Islams im 7. Jahrhundert war voll von Magiern und Magierinnen, die beispielsweise auf Knoten bliesen. Die Menschen hatten Angst vor ihnen. Der Koran bemüht sich in der vorletzten Sure, diese Furcht zu bändigen und deutlich zu machen, dass Gott mächtiger ist als diese Zauberer.

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Sure 53 Verse 1-18Mohammed geht auf Himmelsreise

Wenige Ereignisse im Leben des islamischen Propheten Mohammed gelten unter muslimischen Gläubigen als so mystisch und wunderbar wie seine Reise zu Gott in den Himmel und ins Paradies. Die im Koran verankerte Erzählung beschäftigte über die Jahrhunderte hinweg nicht nur Religionsgelehrte, sondern inspirierte auch Schreiber, Poeten und Künstler.

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Sure 5 Vers 114Jesu Abendmahl im Koran

Im Koran gibt es eine Sure mit dem Namen "Der Tisch". Es ist die fünfte. Gemeint ist damit eine ganz besondere gedeckte Tafel. Es geht um das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat, und das heute zentraler Bestandteil christlicher Theologie ist. Der Koran folgt freilich einer etwas anderen Deutung der Geschichte.

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Sure 23 Vers 6Als Sklaverei noch selbstverständlich war

Sklavinnen und Sklaven waren in der ausgehenden Antike, als der Islam seinen Anfang nahm, eine Selbstverständlichkeit innerhalb der damaligen Gesellschaftsordnung. Entsprechend nimmt auch der Koran zu ihnen Stellung. Die Princeton-Forscherin Shaun Marmon erläutert die Sicht der jungen muslimischen Gemeinde auf die inzwischen abgeschaffte Sklaverei.

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Sure 57 Vers 27Christliche Mönche im Spiegel des Koran

Christliche Mönche spielten schon früh nach dem Tode Jesu eine zentrale Rolle im Mittelmeerraum. Als die Muslime im 7. Jahrhundert aufbrachen, um diesen zu erobern, stießen sie auf jene im Volk sehr populären Diener Gottes und mussten sich irgendwie zu ihnen verhalten. Die Reaktionen fiel sehr unterschiedlich aus.

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Sure 9 Vers 122Warum Juristen im Islam eine so hohe Stellung haben

Der Islam gilt wie das Judentum als eine Gesetzesreligion. Gebote, Verbote und sonstige rechtliche Regelungen haben für Gläubige eine hohe Bedeutung. Damit einher geht eine große Wertschätzung für Gelehrte des religiösen Rechts. Aber warum ist das so?

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Sure 18 Vers 65Die mysteriöse Figur al-Chidr

Im Koran tauchen vor allem Propheten auf, aber auch Figuren, die die Wissenschaft nicht immer so recht zuzuordnen weiß. Eine dieser rätselhaften Personen ist ein Gottesknecht, al-Chidr genannt. In der Mystik des Islams erlangte er wesentliche Bedeutung.

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Sure 18 Vers 83Alexander der Große im Koran

Im Koran ist von einer mysteriösen Figur die Rede: einem Mann mit zwei Hörnern. Nicht wenige Experten in Vergangenheit und Gegenwart vermuten, damit ist der legendäre makedonische Herrscher und Eroberer Alexander der Große gemeint.

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Sure 18 Vers 18Die Legende der Siebenschläfer im Koran

Junge Männer retten sich vor der Christenverfolgung in eine Höhle, wo sie von Gott behütet Jahrhunderte lang schlafen. So geht die Legende der Siebenschläfer. Das uralte Motiv des langen Schlafs, übrigens auch bei Dornröschen verarbeitet, findet sich ebenso im Koran - um der jungen islamischen Gemeinde die Idee der Wiederauferstehung nahe zu bringen.

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