29. Mai 2017

 

Koran erklärt  

"Koran erklärt"Das Buch zur Sendereihe

Buchvorstellung "Koran erklärt". Im Hintergrund ein Logo des Deutschlandfunks (Deutschlandfunk / Jan Petersmann)

Einordnen, erklären, informieren – das ist das Ziel der Deutschlandfunk-Reihe "Koran erklärt". Seit gut zwei Jahren erläutern Islamwissenschaftler darin Koranverse und setzen sie in ihren historischen Kontext. Auch um den Missbrauch der heiligen Schrift zu verhindern. Jetzt erscheint das Buch zur Reihe im Suhrkamp-Verlag.

Sure 60 Verse 8-9Gewalt - Der Koran vermeidet Pauschalurteile

Das Verhältnis von Muslimen und Nicht-Muslimen wird heutzutage von vielen Herausforderungen begleitet: Feindseligkeiten gibt es auf beiden Seiten. Schon der Koran hat sich zu den Fragen des Umgang miteinander positioniert. Dabei zeigt sich eine weitere seiner Facetten: die heilige Schrift der Muslime vermeidet Pauschalisierungen. Beitrag hören

Sure 4 Vers 171Eine klare Absage an Vater, Sohn und Heiliger Geist

Sehr früh versuchten sich die Muslime von der christlichen Lehre abzusetzen. Ein Hauptansatzpunkte war die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Muslime warfen den Christen wegen der Trinitätslehre einen mangelhaften Monotheismus vor. So kommt es auch, dass die Beziehung des Propheten zu Gläubigen nie der von Vätern oder Patriarchen entspricht, sondern der von Geschwistern und Genossen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 256"Kein Zwang im Glauben" - oder?

Er ist einer der bekanntesten Koranverse zum Thema Religionsfreiheit im Islam: "Kein Zwang im Glauben." Papst Benedikt XVI. zitierte ihn in seiner berühmten Regensburger Vorlesung. Bis heute verweisen viele Muslime auf diesen Vers, um die Friedfertigkeit ihres Glaubens zu belegen. Doch ganz so einfach ist das mit diesem Vers nicht. Beitrag hören

Sure 90 Vers 1-10Von möglicherweise nachträglich hinzugefügten Koranversen

Nach der Erläuterung der Verse 4 und 10 mit Hinweisen zum bewussten oder unbewussten Bedeutungswandel einzelner Ausdrücke in der letzten Sendung geht es nun um die gesamte Passage von Vers 1 bis 10. Dass der Koran schwer zu verstehen ist, hängt nicht nur mit inhaltlichen Fragen zusammen. Manchmal könnte es schlicht damit zu tun haben, dass Verse nachträglich hinzugefügt wurden. Ein heikler Gedanke zu einem "göttlichen" Text. Beitrag hören

Sure 90 Vers 4 und 10Über die Veränderung von Wörtern im Koran

Was im Koran steht, so glauben es Muslime, wurde Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe von Gott selbst so gesagt und offenbart. Von daher verbietet sich absolut jeder Eingriff in den Text. Wissenschaftler jedoch hegen Zweifel, ob sich die Muslime im Laufe der Jahrhunderte immer daran gehalten haben. Zumindest einzelne Stellen im Koran werfen Fragen auf. Beitrag hören

Sure 4 Vers 15Todesstrafe: Steinigung

Sie gehört zu einer der schlimmsten Strafen der Menschheitsgeschichte - die Steinigung. Wenn es heutzutage Meldungen über ihre Anwendung gibt, kommen sie oftmals aus islamisch geprägten Ländern. Welche religiöse Grundlage hat diese Form der Todesstrafe in der wichtigsten Quelle des Islams? Beitrag hören

Sure 7 Verse 80-81Bestimmungen zur Homosexualität

Muslimen wird oft unterstellt, besonders große Schwierigkeiten mit dem Thema Homosexualität zu haben. Dennoch erblühte die homoerotische Poesie im Mittelalter nirgends stärker als in der islamischen Welt. Wie kann das sein? Lehnt der Koran die gleichgeschlechtliche Liebe doch nicht ab? Beitrag hören

Sure 2 Vers 223"Eure Frauen sind euch ein Acker"

Sexualität und die Stellung der Frau im Islam gehören sicherlich zu den großen Reizthemen gegenwärtiger gesellschaftlicher Diskussionen. Und einer der wohl kontroversesten Aussagen dazu im Koran ist der Vers: "Eure Frauen sind euch ein Acker; geht zu eurem Acker, wie ihr wollt." Beitrag hören

Sure 16 Vers 90Was moralisch richtig ist

Eines der zentralen Anliegen von Religionen ist die Entwicklung einer Morallehre. Wann handeln die Gläubigen gut und richtig, wann falsch und verwerflich. Sure 16 Vers 90 bietet als Antwort auf diese Frage jeweils drei Prinzipien an. Beitrag hören

Sure 16 Vers 126Bestrafung vs. Vergebung

Insbesondere der Koran steht bei manchen Menschen in dem Ruf, von Gläubigen Härte zu verlangen. Und tatsächlich gibt es diese Verse, die auf Strenge dringen. Aber es gibt eben auch Verse, die der Sanftmut das Wort reden. Wie können Gläubige damit umgehen? Wann handeln sie gerecht? Beitrag hören

Sure 2 Verse 178-179Vergeltung und Blutrache

Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das Prinzip der Rache hat eine lange Geschichte. In den vergangenen Jahrhunderten richtete es großen Schaden an. Auch der Koran kam an einer Regelung dieses Themas nicht vorbei. Beitrag hören

Sure 108 Verse 1-3Die Grundsätze der Koran-Auslegung

Sure 108 ist die kürzeste Sure im Koran - sie umfasst nur drei Verse. Dennoch ist sie aus Sicht von Wissenschaftlern besonders lehrreich: Anhand dieser Sure lassen sich die wichtigsten Prinzipien der Koran-Auslegung aufzeigen. Beitrag hören

Sure 33 Verse 26-27Die Auslöschung eines jüdischen Stammes

Wenige überlieferte Episoden aus dem Leben Mohammeds werden von Islamkritikern so sehr als Sinnbild für Brutalität und Antisemitismus im frühen Islam angesehen, wie der Fall der Banu Quraiza. Mit Billigung Mohammed wurden alle Männer dieses jüdischen Stammes in Medina getötet und alle Frauen und Kinder versklavt. Beitrag hören

Sure 2 Verse 262-263Die Ethik des Spendens

Richtiges Spenden ist für Muslime gar nicht so einfach, wie man denken mag. Wer sich jemandem gegenüber wohltätig erweisen will und dabei überheblich ist oder den Empfänger schlecht aussehen lässt, hat gemäß der koranischen Ethik ein Problem. Beitrag hören

Sure 59 Verse 22-24Die 99 schönsten Namen Gottes

Nach der weit verbreiteten Vorstellung von Muslimen hat Gott 99 sogenannte schönste Namen. Sie kennzeichnen seine Charaktereigenschaften. Aber wie passt das mit den Dogmen zusammen, wonach man Gott nicht mit menschlichen Kategorien fassen könne und er nur ein einziger sei? Beitrag hören

Sure 4 Vers 173Glaube allein reicht nicht aus

Laut der meisten Islam-Gelehrten ist es mit dem Glauben daran, dass es nur einen Gott gibt und Mohammed dessen Propheten ist, nicht getan. Nötig sei auch, den Glauben zu bekunden und entsprechend zu handeln. Erst dann könne es auch Belohnungen im Jenseits geben. Umgekehrt darf jemand, der aus weltlichen oder humanistischen Erwägungen Gutes tut, nach dieser Lesart nur im Diesseits auf Belohnung hoffen. Beitrag hören

Sure 9 Vers 6Für die Alten Araber war der Islam zunächst ein Gräuel

In seinem arabischen Herkunftsgebiet stieß der Islam bei den meisten Bewohner anfangs auf Abscheu. Sie beteten Götzen wie al-Uzza an, die arabische Aphrodite. Die ersten Muslime mussten die Götzendiener entweder bekämpfen oder sich von ihnen töten lassen. Deshalb gibt es Gewaltverse im Koran. Andere Verse ermutigen derweil zu friedvollem Verhalten. Was ist nun richtig? Beitrag hören

Sure 103 Verse 1-3Das Ringen mit der Zeit

Die Zeit ist unerbittlich. Sie hält den Menschen fest im Griff. Nach der Vorstellung von Muslimen beschreibt der Koran einen Weg, um sich dem Zugriff dieses Schicksals zu entziehen. Beitrag hören

Sure 7 Vers 11Die Geschichte des Teufels

Der Koran kennt ebenfalls die Geschichte des Teufels. Gott erschafft ihn und fordert ihn auf, sich niederzuwerfen. Doch er weigert sich. Die Geschichte hat viele Ähnlichkeiten mit der christlichen und jüdischen Erzählung. Aber sie unterscheidet sich auch in wesentlichen Punkten. Beitrag hören

Sure 33 Vers 35Eine Frage der Geschlechter-Gerechtigkeit

Die Frage, warum sich Heilige Schriften zumeist an Männer richten und was mit den Frauen ist, kann man sich in vielen Religionen stellen. Der Koran liefert dazu eine ziemlich klare Antwort. Der entsprechende Vers spielt mithin für die Geschlechter-Gerechtigkeit eine wichtige Rolle. Beitrag hören

Sure 4 Vers 12Veränderungen am Korantext wegen des Erbrechts?

Das Erbrecht gehört zu den wenigen Themenbereichen, für die es im Koran konkret formulierte Vorgaben gibt. Trotzdem sorgen auch diese entsprechenden Verse für Diskussionen und stoßen Theorien an: zum Beispiel, dass der Korantext verändert wurde, um gesellschaftliche Konventionen bei der Erbfolge aufrecht erhalten zu können. Beitrag hören

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