28. August 2016

 

Koran erklärt  

Sure 2 Vers 285Das Glaubensbekenntnis des Gesandten

Woran glauben Muslime? Ähnlich wie im Christentum drücken sie das in kurzen, prägnanten Glaubensbekenntnissen aus. Das bekannteste ist die Schahada. Sie lautet: "Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes." Es gibt aber noch mehr Glaubensbekenntnisse im Islam. Beitrag hören

Sure 17 Vers 31Der Kindesmord

In vorislamischer Zeit kam es auf der arabischen Halbinsel vor, dass Kinder getötet wurden, wenn man sie nicht haben wollte. Der Koran nimmt dazu in Sure 17 Vers 31 Stellung. Islamische Gelehrte nutzen die Passage heute, um daraus auch Rückschlüsse auf die Frage nach Abtreibungen zu ziehen. Beitrag hören

Sure 33 Vers 21Die Vorbildfunkion des Propheten Mohammed

Wenn es darum geht, wie gläubige Muslime ihr religiöses Leben ausrichten sollen, orientieren sie sich zuvorderst an zwei Quellen: als erstes selbstverständlich am Koran. Dann kommt aber schon der Prophet Mohammed. Wie begründet sich dessen Vorbildfunktion eigentlich? Beitrag hören

Sure 2 Vers 152Die Kraft des Gedenkens

Interessiert sich Gott überhaupt für den Menschen? Sure 2 Vers 152 zufolge ja. Wer im Alltag an Gott denkt und ihm dankbar ist, bekommt demnach auch etwas von ihm zurück. Nach den ethischen Vorstellungen des Korans zielt das sogar nicht nur auf den Einzelnen ab, sondern auf weit mehr: Es geht um Frieden für die Menschheit. Beitrag hören

Sure 2 Vers 177Über die Frömmigkeit

Wann ist man fromm? Woran muss man glauben, was tun? Solche Fragen stellen sich Muslime schon seit Jahrhunderten. Und es gibt verschiedene Antworten darauf. Klar scheint zu sein, der bloße Vollzug einer religiös beabsichtigten Handlung reicht nicht aus. Klar scheint auch zu sein, Frömmigkeit entzieht sich dem Urteil anderer Menschen. Beitrag hören

Sure 4 Vers 135Das Streben nach Gerechtigkeit

Wie in allen Religion spielt das Streben nach Gerechtigkeit auch im Islam eine zentrale Rolle. Doch wann handelt man gerecht? Befindet man sich nicht immer in einem Abwägungsprozess zwischen eigenen und fremden Interessen? Bevorzugt man nicht mitunter eine Meinung, nur weil sie von einem Freund kommt? Wo bleibt dann die Gerechtigkeit? Beitrag hören

Sure 9 Vers 5Krieg im Namen des Islams

Angesichts grausamer Taten, die Menschen unter Berufung auf den Islam in der jüngeren Vergangenheit begangen haben, gehört die Frage nach dem Dschihad - verstanden als religiös legitimierter Krieg - zu einer der meist diskutierten in der Gegenwart. Krieg kann laut Koran grundsätzlich gerechtfertigt sein. Diskutiert wurde und wird daher vor allem, wie und wann Muslime zu den Waffen greifen dürfen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 269Tradition und Vernunft im Widerstreit

Tradition und Vernunft führen in allen Religionen seit Langem einen Kampf um die Hoheit. Daraus entstanden die verschiedenen Strömungen von fundamentalistisch über orthodox bis reformtheologisch. Die wichtigsten Mittel dieser Auseinandersetzung im Islam sind Koran, Sunna und der menschliche Verstand. Der hier erläuterte Koranvers gibt Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 260Zweifel an der Auferstehung

An die Auferstehung des Menschen zu glauben, wie es die abrahamitischen Religionen lehren, ist nicht leicht. Die menschliche Vernunft stellt dieser Vorstellung einige Hürden in den Weg. Der Koran berichtet, dass sogar große Propheten Zweifel bekommen hätten. Beitrag hören

Sure 23 Vers 12-14Die Erschaffung des Menschen aus einem Blutklumpen

Laut Koran hat Gott den Menschen aus einem Blutklumpen erschaffen. Der im Koran relativ genau geschilderte Schöpfungsprozess, bewegt Muslime seit langem. Heute ist es vor allem ein spannendes Forschungsfeld der Islamwissenschaft hinsichtlich medizinethischer Fragen etwa zum vorgeburtlichen Leben, früher brachte man es eher mit dem Glauben an die Auferstehung am Tag des Jüngsten Gerichts zusammen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 238Der Koran als Wegbereiter der Astronomie

Die alten Araber sind bekannt für ihre bedeutenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisse im Mittelalter. Beispielsweise haben sie Grundlegendes im Bereich der Astronomie geschaffen. Gleichzeitig aber gilt ihre Religion, der Islam, heute vielen als wissenschaftsfeindlich. Doch gerade der Koran hat eine Reihe von Forschungen erst inspiriert. Beitrag hören

Sure 12 Verse 54-55Die Josefs-Geschichte im Koran

Der Prophet Josef ist ein Sohn von Jakob, den die jüdische Tradition als einen der Stammväter der Zwölf Stämme Israels verehrt. Der Koran widmet sich Josef ungewöhnlich ausführlich. Die ganze Sure 12 ist nach ihm benannt. Entsprechend angeregt wurde die Bedeutung der Verse über ihn diskutiert. Wichtig dabei war auch die heute so heikle Frage nach dem Verhältnis von Staat und Religion im Islam. Beitrag hören

Sure 15 Vers 2Was Menschen im Jenseits denken werden

Die Frage, was oder ob noch etwas nach dem Leben kommt, beschäftigt alle Religionen. Auch der Koran gibt dazu Auskunft. Doch wie sind solche Passagen zu verstehen, wenn man sie wissenschaftliche betrachtet? Alles Humbug? Werden sich Nichtmuslime zum Beispiel wirklich dereinst wünschen, Muslime gewesen zu sein? Beitrag hören

Sure 3 Vers 79Trennung von Staat und Religion

Zu den heute meistdiskutierten Themen beim Islam gehört die Trennung von Staat und Religion. Und in der Tat besagt der Koran, der Mensch sei zu launenhaft, um gerecht zu regieren. Die Gemeinschaft brauche eine geistige Leitung, die von einer Art Rabbiner des Islams getragen werde. Das jedenfalls besagt Sure 3 Vers 79. Beitrag hören

Sure 4 Vers 135Aufstehen für Gerechtigkeit

Ein Teil dieses Verses findet sich am UNO-Hauptquartier in New York. Der südafrikanische Islamtheologe Farid Esack erläutert ihn mit einer ganz persönlichen Stellungnahme. Er sieht in den Worten einen flammenden Appell zu Gerechtigkeit im Alltag, im Nahostkonflikt, in Pakistan - selbst wenn einem das große Nachteile einbringen sollte. Beitrag hören

Sure 85 Verse 21-22Die wohlverwahrte Tafel

Das Konzept der "wohlverwahrten Tafel" ist vielen Muslimen vertraut. Auf diesem geheimnisvollen Objekt ist Gottes Wille und Wort notiert - also auch der Koran. Mithin ist das Buch, das Muslime heute in Händen halten, lediglich eine Abschrift davon. Das hat Konsequenzen für das Glaubensverständnis. Beitrag hören

Sure 2 Vers 282Der längste Vers im Koran

Die Länge der Koranverse unterscheidet sich mitunter deutlich. Einige bestehen nur aus einzelnen Buchstaben, andere aus ganzen Abschnitten. Professor Ousmane Kane von der renommierten Havard University in den USA erläutert im DLF den längsten Vers in der Heiligen Schrift der Muslime. Es geht um das wirtschafliche Konzept von Terminkäufen und darum, was das mit den verschiedenen Stufen des Glaubens im Islam zu tun hat. Beitrag hören

Sure 30 Verse 2-4Warum nur die Byzantiner im Koran vorkommen

Es kommt nicht so oft vor, dass geschichtliche Ereignisse jenseits der Umgebung des Propheten Mohammed im Koran angesprochen werden. Genau genommen kommt es nur ein einziges Mal vor. Und dabei geht es um die Byzantiner - also die damaligen christlichen Herrscher über die heutige Türkei. Mit Robert Hoyland gibt einer der weltweit besten Kenner der frühislamischen Geschichte Antworten auf die Frage: Warum? Beitrag hören

Sure 4 Vers 34Männer stehen über den Frauen

In den meisten religiösen Quellen haben Frauen aus heutiger Sicht eine benachteiligte Stellung. Die gegenwärtigen Diskussionen darüber werden aber vor allem anhand des Islams geführt. Im Koran gibt es einige Verse, die besonders umstritten sind. Einen der bekanntesten davon erläutert Asad Ahmed, der an der renommierten University of California, Berkeley lehrt. Beitrag hören

Sure 4 Verse 157-158Jesus wurde nicht gekreuzigt

Jesus ist im Islam ein hochangesehener Prophet. Sein Leben und sein Tod werden auch im Koran thematisiert. Die Beschreibungen fallen allerdings anders aus, als man sie aus der Bibel kennt. Aus Sicht des Korans können Propheten weder getötet werden noch ein Martyrium erleiden. Darüber entbrannte auch ein Streit zwischen Mohammed und seinen jüdischen Zeitgenossen. Beitrag hören

Sure 31 Vers 27Von Schreibrohren und Tinten-Meeren

Die Worte des Korans sind nicht selten in eine poetische Form gegossen. Für Muslime macht das den unverwechselbaren Charakter ihrer Heiligen Schrift aus. Dem Glauben nach sind die Worte im Koran Gottes eigene Worte. Der Koran hört nun nach 114 Suren auf. Hat Gott somit alles gesagt, was er sagen wollte? Koranexperten sehen in den Antworten Chancen für den interreligiösen Dialog. Beitrag hören

Sure 5 Vers 33Vertreiben, Hand und Fuß abhauen, kreuzigen

Der Koran umfasst einige Verse, die fürchterlich brutal sind. Erfuhren sie in der Geschichte des Islams vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit, liegt heute oftmals der Fokus der Öffentlichkeit auf ihnen. Die Gewalt-Verse stellen vor allem viele Muslime vor die Frage: Was hat es mit diesen Aussagen in ihrem Heiligen Buch auf sich? Beitrag hören

Sure 17 Verse 23-24Hohe Wertschätzung für die eigenen Eltern

Die eigenen Eltern genießen in den meisten Kulturen und Religionen hohen Respekt. Im Islam wird der Wertschätzung noch einmal besonders hervorgehoben. Und zwar mit einer der schönsten Wendungen, die dem Koran eigen sind, wie Milad Karimi von der Uni Münster ausführt. Beitrag hören

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