24. Januar 2017

 

Koran erklärt  

Sure 4 Vers 173Glaube allein reicht nicht aus

Laut der meisten Islam-Gelehrten ist es mit dem Glauben daran, dass es nur einen Gott gibt und Mohammed dessen Propheten ist, nicht getan. Nötig sei auch, den Glauben zu bekunden und entsprechend zu handeln. Erst dann könne es auch Belohnungen im Jenseits geben. Umgekehrt darf jemand, der aus weltlichen oder humanistischen Erwägungen Gutes tut, nach dieser Lesart nur im Diesseits auf Belohnung hoffen. Beitrag hören

Sure 9 Vers 6Für die Alten Araber war der Islam zunächst ein Gräuel

In seinem arabischen Herkunftsgebiet stieß der Islam bei den meisten Bewohner anfangs auf Abscheu. Sie beteten Götzen wie al-Uzza an, die arabische Aphrodite. Die ersten Muslime mussten die Götzendiener entweder bekämpfen oder sich von ihnen töten lassen. Deshalb gibt es Gewaltverse im Koran. Andere Verse ermutigen derweil zu friedvollem Verhalten. Was ist nun richtig? Beitrag hören

Sure 103 Verse 1-3Das Ringen mit der Zeit

Die Zeit ist unerbittlich. Sie hält den Menschen fest im Griff. Nach der Vorstellung von Muslimen beschreibt der Koran einen Weg, um sich dem Zugriff dieses Schicksals zu entziehen. Beitrag hören

Sure 7 Vers 11Die Geschichte des Teufels

Der Koran kennt ebenfalls die Geschichte des Teufels. Gott erschafft ihn und fordert ihn auf, sich niederzuwerfen. Doch er weigert sich. Die Geschichte hat viele Ähnlichkeiten mit der christlichen und jüdischen Erzählung. Aber sie unterscheidet sich auch in wesentlichen Punkten. Beitrag hören

Sure 33 Vers 35Eine Frage der Geschlechter-Gerechtigkeit

Die Frage, warum sich Heilige Schriften zumeist an Männer richten und was mit den Frauen ist, kann man sich in vielen Religionen stellen. Der Koran liefert dazu eine ziemlich klare Antwort. Der entsprechende Vers spielt mithin für die Geschlechter-Gerechtigkeit eine wichtige Rolle. Beitrag hören

Sure 4 Vers 12Veränderungen am Korantext wegen des Erbrechts?

Das Erbrecht gehört zu den wenigen Themenbereichen, für die es im Koran konkret formulierte Vorgaben gibt. Trotzdem sorgen auch diese entsprechenden Verse für Diskussionen und stoßen Theorien an: zum Beispiel, dass der Korantext verändert wurde, um gesellschaftliche Konventionen bei der Erbfolge aufrecht erhalten zu können. Beitrag hören

Sure 2 Vers 1Die geheimnisvollen Buchstaben

Mehrere Suren beginnen einfach mit ein paar einzelnen Buchstaben. Sie gehören zu den großen Geheimnissen des Korans. Viele klassische Gelehrte und viele moderne Wissenschaftler haben versucht, ihnen ihre Botschaften zu entlocken. Einzelne kamen dabei mitunter zu erstaunlichen Deutungen. Beitrag hören

Sure 16 Verse 68-69Über die Bienen

Viele staunen über das prominente Auftreten der Biene im Koran. Mehrere Verse beschäftigen sich mit ihr. Die Sure 16 ist sogar nach diesem Insekt benannt. Entsprechend groß war und ist daher auch die Aufmerksamkeit der Koranexperten, die im Lauf der Geschichte verschiedene Deutungen etwa über die Stellung von Tieren herausgearbeitet haben. Beitrag hören

Sure 2 Vers 17Was ein Feuer in der Wüste lehrt

Gleichnisse mit Licht und Feuer gibt es häufiger im Koran. Die traditionelle Auslegung sieht in den Gegensätzen hell und dunkel gerne Anspielungen auf die Gläubigkeit der Menschen. Mit dem heutigen Wissen aus Naturwissenschaft und Technik betrachtet, können aber auch andere Schlussfolgerungen gezogen werden. Beitrag hören

Sure 1 Vers 4Eine mystische Sicht auf den Koran

Man kann den Koran wortwörtlich lesen oder nach der Bedeutung hinter den Buchstaben fragen. Letzteres tun vor allem Sufis, also die Mystiker im Islam. Sie hoffen, auf ihrem Weg Gott bereits im Diesseits ganz besonders nah zu kommen. Beitrag hören

Sure 13 Vers 19Glaube und Verstand im Koran

Der Koran ruft die Gläubigen in manchen Versen aktiv dazu auf, ihren Verstand zu benutzen. Das ist insofern interessant, als dass insbesondere konservativere Strömungen seit Jahrhunderten den menschlichen Verstand aus religiösen Angelegenheiten am liebsten verbannen würden - um nur auf den Wortlaut des Korans und die Überlieferungen Mohammeds zu setzen. Beitrag hören

Sure 2 Vers 255Den Koran wörtlich nehmen

Schon früh nach dem Tod des Propheten Mohammed wurde über die Frage diskutiert, ob man die Worte im Koran wörtlich oder im übertragenen Sinn verstehen soll. Der Streit dauert bis heute an. Beitrag hören

Sure 17 Vers 110Heißt es Gott oder heißt es Allah?

Im arabischen Originaltext des Korans steht das Wort "Allah". Ist das nun ein Eigenname oder nur ein arabisches Wort, das man mit "Gott" übersetzen muss? Muslime wie Christen und andere bewegt dieses Frage, denn die Antwort darauf kann mit Exklusivität, Ausgrenzung oder Zusammengehörigkeitsgefühlen einhergehen. Beitrag hören

Sure 42 Vers 13Eine schiitische Sicht auf den Koran

Unter Schiiten gibt es die historische Auffassung, dass der "wahre" Koran deutlich umfassender als der offizielle sei. Zudem soll er inhaltlich geordnet gewesen sein. Allerdings gilt diese "wahre" Ausgabe des Korans als verborgen. Dank Überlieferungen gibt es jedoch Einblicke in diese Version. Beitrag hören

Sure 42 Vers 13Eine schiitische Sicht auf den Koran

Es gibt zwei große Konfessionen im Islam: Sunniten und Schiiten. Prägend sind die Sunniten, da sie rund 80 Prozent aller Muslime ausmachen. Manche Schiiten glauben, die Sunniten hätten den Koran verfälscht und den Text so durcheinander geworfen wie er sich heute darstellt. Beitrag hören

Sure 3 Vers 97Der Hadsch - die große Pilgerfahrt der Muslime

Dieser Tage ist die Zeit des Hadsch, der Pilgerfahrt der Muslime. Der Koran schreibt sie jedem Muslim vor. So werden sich wie jedes Jahr Millionen Menschen zu einer der größten Versammlungen der Welt in Mekka einfinden. Was ist die Pilgerfahrt, was machen Muslime dabei, was erhoffen sie sich? Antworten gibt Harvard-Professor Ousmane Kane. Beitrag hören

Sure 5 Vers 55Auf wen die Muslime außer Gott noch vertrauen sollen

Ein zum Islam konvertierter Jude klagte gegenüber dem Propheten Mohammed, dass die Mitglieder seines früheren Stammes nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten. Daraufhin bekam er eine Antwort - eine Antwort, die nach Meinung der Schiiten auch noch die Vorrangstellung "ihres" Kalifen Ali bekräftigte. Beitrag hören

Sure 2 Vers 285Das Glaubensbekenntnis des Gesandten

Woran glauben Muslime? Ähnlich wie im Christentum drücken sie das in kurzen, prägnanten Glaubensbekenntnissen aus. Das bekannteste ist die Schahada. Sie lautet: "Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes." Es gibt aber noch mehr Glaubensbekenntnisse im Islam. Beitrag hören

Sure 17 Vers 31Der Kindesmord

In vorislamischer Zeit kam es auf der arabischen Halbinsel vor, dass Kinder getötet wurden, wenn man sie nicht haben wollte. Der Koran nimmt dazu in Sure 17 Vers 31 Stellung. Islamische Gelehrte nutzen die Passage heute, um daraus auch Rückschlüsse auf die Frage nach Abtreibungen zu ziehen. Beitrag hören

Sure 33 Vers 21Die Vorbildfunkion des Propheten Mohammed

Wenn es darum geht, wie gläubige Muslime ihr religiöses Leben ausrichten sollen, orientieren sie sich zuvorderst an zwei Quellen: als erstes selbstverständlich am Koran. Dann kommt aber schon der Prophet Mohammed. Wie begründet sich dessen Vorbildfunktion eigentlich? Beitrag hören

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