Koran erklärt  

Sure 51 Vers 56Geister namens Dschinn

Wer etwa als Christ Geister nicht ausschließt, dem wird rasch Aberglaube vorgeworfen. Für Muslime ist es indes unmöglich, gläubig zu sein, ohne diese Wesen - im Arabischen "Dschinn" genannt - für wahr zu halten.

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Sure 2 Vers 187Sex im Ramadan

Nächste Woche endet für muslimische Gläubige der Fastenmonat Ramadan. Während dieser 29 oder 30 Tage soll nicht nur vom ersten Morgenlicht bis zum Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke verzichtet werden. Auch beim Geschlechtsverkehr sind Muslime tagsüber zur Enthaltsamkeit aufgefordert - was den ersten Muslimen "ohne Witz" schwer gefallen sein muss.

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Sure 35 Vers 1Der Aufbau der Schöpfung

Gott gilt im Islam wie im Judentum und Christentum als Schöpfer von Himmel und Erde und aller Lebewesen, die sich darin aufhalten. Dabei gibt es natürlich Unterschiede und Abgrenzungen zu den beiden älteren Religionen. Der Anfang von Sure 35 öffnet ein Fenster zur koranischen Auffassung vom Universum.

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Sure 22 Vers 5Abtreibung und künstliche Befruchtung

Der Koran wird von vielen Gläubigen als Leitfaden für das gesamte Leben angesehen. Schon lange gibt es daher die Bestrebung, ihn bei sämtlichen Angelegenheit auf mögliche Bewertungen hin abzuklopfen. Und selbst bei Fragen der modernen Medizin werden Islamgelehrte fündig.

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Sure 24 Vers 61Menschen mit Behinderung im Koran

Menschen mit Behinderung haben es auch in der islamischen Welt oft mit Vorbehalten beim Rest der Bevölkerung zu tun. Das Thema ist vermutlich so alt wie die Menschheit selbst. Vor daher verwundert es nicht, dass es auch im Koran auftaucht. Verwunderlich ist allenfalls das, was der Koran über Menschen mit Behinderung sagt.

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Sure 3 Verse 19-20"Siehe, die Religion bei Gott ist der Islam"

Nur Muslime kommen in den Himmel. Nur Christen. Nur Juden. Dieser Exklusivitätsanspruch hat Leid über Menschen gebracht. Denn er ist ein Schlüssel zur Macht für die jeweiligen Repräsentanten im Diesseits. Aber wie steht Gott dazu? Im Koran steht zwar, die Religion bei Gott sei "der Islam". Aber was heißt "Islam" eigentlich? Die komplette Vorstellung, die wir heute von dieser Religion haben, könne urprünglich kaum gemeint gewesein sein, erläutert der Frankfurter Professor für Koranexegese, Ömer Özsoy, im DLF.

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Sure 17 Vers 22Gottes Gebote

Im Christentum sind die Zehn Gebote von zentraler Bedeutung. Auch der Koran enthält viele Gebote und Verbote über den gesamten Text verteilt, aber eine ähnliche Sammlung findet sich nicht. Mit Ausnahme einer gewissen Liste in Sure 17, die eine Grundlage für den Moralkodex des Islams bildet.

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Sure 55 Verse 1-4Über die Benennung Gottes und der Suren im Koran

Gott wird im Koran nicht nur Allah genannt, sondern auch al-Rahman, was möglicherweise aus der jüdischen Literatur übernommen wurde. Der Name, der so viel bedeutet wie "Der Barmherzige", bildet zugleich den ersten Vers und den Titel der Sure. Das ist ein gängiges Muster bei der Auswahl von Suren-Namen gewesen, die manchmal für Verwunderung bei Koranlesern sorgen.

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Sure 24 Vers 31Von Frauen, Sklaven, Eunuchen und Transsexuellen

Ein großes (Streit-)-Thema unter Muslimen und Nicht-Muslimen sind die religiösen Bekleidungsvorschriften für Frauen. Einer der zentralen Verse dazu ist Sure 24 Vers 31. In dem Vers steckt aber noch mehr. So verweisen zum Beispiel auch Verfechter von Trans-Rechten im Islam auf diese Worte.

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Sure 2 Vers 208Der Islam zwischen den Kulturen

Der Islam ist eine Religion ohne Oberhaupt. Er kann jede Kultur, Nationalität und Ethnie aufnehmen, mit der er in Kontakt kommt. All das macht aus ihm die weltweit am schnellsten wachsenden Religionsgemeinschaft. Der iranisch-amerikanische Religionswissenschaftler und Bestseller-Autor Reza Aslan zeichnet den ureigenen Charakter des Islams nach.

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Sure 106 Vers 1-4Kamelkarawane oder Seefahrt? Wie uneindeutig der Koran sein kann

Einiges am Originaltext des Korans ist unklar, was zum Beispiel an den Eigenarten der arabischen Schrift liegen kann, wie in der vorigen Ausgabe dieser Sendereihe erläutert wurde. Bei Sure 106 etwa gehen die meisten davon aus, dass die Worte Kamelkarawanen in der Wüste beschreiben. Doch stattdessen könnt es um etwas ganz anderes gehen: die Seefahrt.

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Sure 6 Vers 12Ein Gott, der sich selbst zur Barmherzigkeit verpflichtet

Im Koran wird Gottes Barmherzigkeit sehr deutlich betont. In Vers 12 aus Sure 6, so scheint es, verpflichtet er sich sogar selbst zu dieser Eigenschaft. Aber wie passt das mit der Gerechtigkeit zusammen, die ihm ebenfalls sehr deutlich als Eigenschaft zugeschrieben wird und die dann und wann auch verlangt, Menschen zu bestrafen?

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Sure 45 Verse 12-13Der Koran und die Wissenschaft

Der Koran gilt vielen Muslimen als Leitfaden für alle Lebensbereiche. Mit Hilfe von Interpretation und Analogie lesen sie aus dem Text selbst Hinweise auf moderne Themen wie Atomenlehre oder Evolutionstheorie heraus. Primär hat der Koran jedoch in der islamischen Geschichte die Philologie und Sprachphilosophie befördert.

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Sure 2 Vers 168Fleischkonsum endet nicht mit der Frage nach "halâl"

Muslime, die bei Fleisch auf religiöse Vorschriften achten, fragen danach, ob es "halâl" ist, also ob das ausgewählte Tier korrekt geschlachtet wurde. Einigen reicht das nicht angesichts von Massentierhaltung, Tiertransporten oder Gen-Food. Und bei genauerer Prüfung des Korans finden selbst Vegetarier oder Veganer Bestätigung für ihre Ansichten.

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Sure 2 Verse 65-66Zur Strafe zu Affen und Schweinen gemacht

Im Koran wird an mehreren Stellen gesagt, Gott habe Menschen in Affen und Schweine verwandelt. Zweimal geschieht das demnach mit Juden als Strafe für den Bruch des Sabbats. Diese Verse werden oft zitiert, um den Vorwurf des Antisemitismus zu erheben.

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Sure 109"Der Islam kennt keine religiöse Toleranz"

Muslimische Gläubige verweisen oft auf Vers sechs aus Sure 109, um die Toleranz im Islam gegenüber anderen Religionen zu untermauern: "Ihr habt eure Religion und ich habe meine!" Die Bedeutung dieser Worte sei aber eine andere, erklärt der Arabist Otto Jastrow: Der Islam kenne keine religiöse Toleranz, sie sei ein Wunschbild des Westens.

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Sure 4 Vers 34Mit dem Blick eines Künstlers

In den vergangenen zwei Wochen haben eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler den vielleicht heikelsten Koranvers über Frauen erläutert. Heute kommt ein Künstler zu Wort: Sandow Birk. Er lebt in Los Angeles und hat den "American Qur’an" gestaltet, eine großformatig illustrierte, englische Ausgabe des Texts.

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Sure 4 Vers 34"...und schlagt sie!"

In den kommenden Wochen widmen wir uns mit drei Sendungen einem der heute wohl umstrittensten Koranverse im Hinblick auf die Frauenrechte: Sure 4 Vers 34. Insbesondere geht es dabei um den Auszug, in dem es heißt: "Und jene Frauen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, tadelt sie, verbannt sie in ihre Betten und schlagt sie."

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Sure 2 Vers 180Ein Vers über das Erben

Der Koran wird oft für ein Gesetzbuch gehalten. Es gibt aber fast keine Rechtsgebiete, für die er explizite Vorgaben macht. Eine Ausnahme ist das Erbrecht. Für die arabische Gesellschaft im 7. Jahrhundert, als der Islam entstand, war es elementar wichtig zu wissen, wer was wann erbt. Der Koran drückte diesen Regelungen seinen Stempel auf.

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Sure 113 Verse 1-5Die Angst vor der Magie

Die Welt der Araber zur Entstehungszeit des Islams im 7. Jahrhundert war voll von Magiern und Magierinnen, die beispielsweise auf Knoten bliesen. Die Menschen hatten Angst vor ihnen. Der Koran bemüht sich in der vorletzten Sure, diese Furcht zu bändigen und deutlich zu machen, dass Gott mächtiger ist als diese Zauberer.

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Sure 53 Verse 1-18Mohammed geht auf Himmelsreise

Wenige Ereignisse im Leben des islamischen Propheten Mohammed gelten unter muslimischen Gläubigen als so mystisch und wunderbar wie seine Reise zu Gott in den Himmel und ins Paradies. Die im Koran verankerte Erzählung beschäftigte über die Jahrhunderte hinweg nicht nur Religionsgelehrte, sondern inspirierte auch Schreiber, Poeten und Künstler.

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Sure 5 Vers 114Jesu Abendmahl im Koran

Im Koran gibt es eine Sure mit dem Namen "Der Tisch". Es ist die fünfte. Gemeint ist damit eine ganz besondere gedeckte Tafel. Es geht um das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat, und das heute zentraler Bestandteil christlicher Theologie ist. Der Koran folgt freilich einer etwas anderen Deutung der Geschichte.

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