Kulturfragen / Archiv /

 

"Löschmaschinen " - Ein Vortrag zum Gedächtnis des Internets

Kongress "Kulturen des Bruchs" der Bundeskulturstiftung in Berlin

Ein Vortrag von Constanze Kurz

Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)
Ein Netzwerkhub mit vier eingesteckten LAN-Kabeln (Stock.XCHNG / Vangelis Thomaidis)

Wir alle hinterlassen eine Datenspur ins Netz, ob wir das wollen oder nicht. Das Ausmaß, in dem bereits jetzt unsere Verbraucherdaten abgefragt und weiter gegeben werden, sind verblüffend. Längst geht es bei den sozialen Netzwerken nicht mehr um Freundschaft, sondern um die Ressource Aufmerksamkeit und um einen riesigen Werbemarkt. Die neue Währung heißt: Daten.

Mit Hilfe neuer Techniken wie etwa der Biometrie und der Geolokation werden wir zu einer konkreten Person im Netz. Und "Vergessen" ist darin ohnehin kaum möglich.


Constanze Kurz ist Informatikerin und arbeitet als wissenschaftliche Projektleiterin am Forschungszentrum "Kultur und Informatik" an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Sie ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs und forscht und lehrt zu Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit. Hören Sie einen Vortrag, den Constanze Kurz im Rahmen der Tagung "Kulturen des Bruchs" der Bundeskulturstiftung gestern im Haus der Berliner Festspiele hielt:


Den gesamten Vortrag von Constanze Kurz können Sie in unserem Audio-on-Demand-Bereich bis einschließlich 01.12.2012 nachhören.

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Kulturfragen

Neues NS-DokumentationszentrumDie Rolle der Stadt München im Nationalsozialismus

Blick auf den ehemaligen Führerbau und den Neubau des NS-Dokumentationszentrums in München.

Mit dem neuen NS-Dokumentationszentrum an der Brienner Straße in München wird der Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus' der angemessene Platz eingeräumt. Für Gründungsdirektor Winfried Nerdinger ist die Thematik alles andere als historisch. Im DLF erläutert er die Konzeption der Ausstellung.

Günter Grass' Laudatio auf Yasar Kemal "Ich schäme mich meines Landes"

Hand in Hand sitzen der türkische Schriftsteller Yasar Kemal (r) und sein Laudator, der Autor Günter Grass, vor der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche nebeneinander. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Im Jahr 1997 hielt Günter Grass anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels eine Laudatio auf Preisträger Yasar Kemal. Darin protestierte er auch gegen Waffenlieferungen der damaligen Bundesregierung an die Türkei und griff deren Ausländerpolitik deutlich an.

Das Massaker an den ArmeniernDas "Gorki" und die Zukunft des politischen Theaters

Gedenkstätte an den Völkermord an den Armeniern in Jerewan, Hauptstadt von Armenien (picture alliance / dpa / Foto: Abaca 106804)

In Deutschland steht in diesen Tagen das Gedenken an das Kriegsende vor 70 Jahren - wie etwa der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald - im Vordergrund. Doch im April 2015 jährt sich auch der Völkermord an den Armeniern, der vor 100 Jahren begann.