Lebenszeit / Archiv /

 

Mehr Privatheit und Individualität

Wie sollten Altenheime in Zukunft aussehen?

Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl

Kommende Generationen werden andere Ansprüche an Altenheime haben.
Kommende Generationen werden andere Ansprüche an Altenheime haben. (AP)

Sterile Gänge, Zimmer, die bis auf wenige Details alle gleich aussehen, offene Zimmertüren, die wenig Privatheit verheißen: Wenn wir an ein Leben im Altenheim denken, fallen vielen von uns Bilder wie diese ein.

Doch längst haben sich Alten- und Pflegeheime weiter entwickelt. Und schon heute wird über neue Konzepte nachgedacht, wie die derzeit 40- bis 55-Jährigen wohl leben wollen, wenn sie selber einmal alt sind.

Dabei gehen die Meinungen auseinander, ob es noch die klassischen Alten- und Pflegeheime geben wird, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Zu viele neue Wohnvarianten – gerade mit Blick auf das Alter - haben sich in den letzten Jahren herausgebildet.

Klar ist, die kommenden Altengenerationen werden andere Ansprüche an Alten- und Pflegeheime haben. Mehr Privatheit und Individualität sind dabei nur zwei Stichworte, aber auch das Eingebundensein in das Leben eines Dorfes oder eines Stadtviertels wird immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Wir wollen in der "Lebenszeit" über Visionen und Konzepte diskutieren, wie in Zukunft das Wohnen und Leben im Alter idealerweise gestaltet werden könnte. Welche Rolle werden dabei Alten- und Pflegeheime spielen? Und wie müssen sie sich weiterentwickeln, um den Alten von morgen gerecht zu werden? Welche Ideen sind jetzt schon umgesetzt worden und wo geht es darum, Visionen endlich anzupacken? Visionen, die auch die miteinbinden, die tagtäglich in der Pflege tätig sind.

Als Gäste eingeladen sind:

- Dr. Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe
- Gabriele Steffen, Stadtplanerin, Sozialforscherin und Urbanistin
- Margarete Vehrs, Vorstandsmitglied im Projekt 3 e.V., einem Projekt mit mehreren Alteneinrichtungen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
- Desiree Funke, Altenpflegeschülerin

Diskutieren Sie mit, rufen Sie an oder schreiben Sie uns:
Tel: 00 800 4464 4464 - E-Mail: lebenszeit@dradio.de

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Lebenszeit

Virtuelle Welten Wie sich das Spielen verändert hat

Die Spielfiguren des Monopoly-Spiels sind auf dem Spielbrett zu sehen.

"Mensch ärgere dich nicht" – seit 100 Jahren versuchen wir dieser Spielaufforderung zu folgen. Dabei sind wir jedes Mal verzweifelt, wenn nach etlichen Rausschmissen alle Figuren wieder auf Anfang stehen. Und spätestens wenn mal wieder die horrende Miete für das Haus in der Schlossallee fällig wird, zeigt sich bei "Monopoly", wer mit Würfelglück und Taktik das Rennen macht.

LebensspurenWas bleibt von mir nach meinem Tod?

Eine Urne mit einer Rose auf der Vorderseite. 

Unser Leben hat seinen Anfang mit unserer Geburt. Und unser Leben hat ein Ende: den Tod. Persönlich fragen sich die Meisten, was wohl für uns danach kommt. Genauso wichtig aber sind die Gedanken darüber, was von jedem einzelnen von uns nach seinem Sterben auf der Welt zurückbleibt.

GesellschaftDie umstrittene Fixierung in Pflegeheimen

Eine alte und demenzkranke Frau sitzt am 29.11.2012 in einem Pflegeheim in Frankfurt an der Oder in Brandenburg.

Ob mit Gurten, Bandagen, Bettgittern, oder Psychopharmaka: In Deutschland ist es in der Pflege nach wie vor Alltag, Menschen ruhig zu stellen, sie zu fixieren. Ans Bett gefesselt kommt es nicht selten zu Verletzungen, Prellungen und gar Todesfällen, die Quälerei ist dabei wenig dokumentiert.