Forschung Aktuell

Dienstag, 7. Januar 2014

Neurologie Ein buntes Leben hält das Gehirn plastisch.

Diesen Schluss ziehen Forscher aus Göttingen aus Versuchen mit Mäusen. Die Wissenschaftler hatten den Tieren ein Auge verklebt und diese Nager in unterschiedlichen Umgebungen gehalten: Die eine Hälfte in leeren Käfigen, die andere in solchen mit Laufrädern, Würfeln und künstlichen Höhlen. Die Beobachtung der Sehrinde der Versuchstiere zeigte, dass diese bis ins hohe Mäuse-Alter in der Lage war, neue Neuronenverbindungen zu knüpfen, wenn die Tiere in den anregender ausgestalteten Käfigen lebten. Auch war deren Sehrinde besser in der Lage, Schäden durch Schlaganfälle wieder zu reparieren. Dieser Effekt erwies sich zudem als übertragbar: Wurden Mäuse aus den leeren Käfigen in die anregenden gesetzt, zeigten sich auch bei ihnen diese Eigenschaften.

Die Forscher vermuten, dass sich ihre Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen. Dann könnte eine anregende Umgebung ein zusätzliches Hilfsmittel sein, um neue Neuronenverbindungen im Hirn zu schaffen. [gä]    

(Quelle: pnas )

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