Seit 22:05 Uhr Milestones – Bluesklassiker
 
  • Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
 
Seit 22:05 Uhr Milestones – Bluesklassiker
StartseiteSternzeitRaumfahrt-Tanz am Vulkan18.11.2012

Raumfahrt-Tanz am Vulkan

Europas Raumfahrt steht in der kommenden Woche vor wichtigen Entscheidungen. Denn Dienstag und Mittwoch treffen sich die für Raumfahrt zuständigen Minister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Neapel.

Von Dirk Lorenzen

In Neapel geht es auch um die Zukunft der Ariane-Rakete.  (ESA)
In Neapel geht es auch um die Zukunft der Ariane-Rakete. (ESA)

In Sichtweite des Vesuvs legen sie die Marschroute für die nächsten Jahre fest. Solche Ministerratstagungen finden nur etwa alle drei Jahre statt. Seit vielen Monaten toben hinter den Kulissen erbitterte Kämpfe darum, welche Programme welchen Anteil am Haushalt von gut drei Milliarden Euro pro Jahr bekommen.

Die ISS im Juli 2009 (NASA)Die Nutzung der Internationalen Raumstation muss künftig kostengünstiger sein (NASA)Nur das ESA-Wissenschaftsprogramm ist für alle 20 Mitgliedsländer verbindlich. In allen anderen Bereichen, etwa bei der Nutzung der Raumstation, dem Bau von Raketen oder anderen technologischen Programmen entscheiden die Länder je nach nationalen Interessen, ob sie sich beteiligen.

Zur Diskussion steht insbesondere, welche Forschungsprojekte in Europas Raumlabor Columbus stattfinden sollen, wie es mit der Ariane-Rakete weitergeht und ob sich die ESA an einem bemannten Fahrzeug der NASA beteiligen soll. Auch das Verhältnis der ESA zur Europäischen Union spielt eine Rolle. Bei der Erdbeobachtung und beim Satellitennavigationsnetz Galileo arbeiten beide sehr eng zusammen. Doch gibt es ESA-Staaten, die nicht in der EU sind und umgekehrt.

Viele Beobachter bemängeln Europas Raumfahrtplanung in diesen Drei-Jahres-Schritten. Denn die Ministerratstreffen sind politisch so brisant, dass gut ein halbes Jahr vorher Europas Raumfahrt geradezu lahm liegt, weil alle Beteiligten mit den Vorbereitungen beschäftigt sind.


Bericht zur bevorstehenden Ministerratskonferenz

Ministerratskonferenzen sind stets hochpolitisch

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk