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"Schnelle Abwicklung oder kritische Aufarbeitung?"

Die Historiker-Kontroverse um Carl Diem

Die Fragen stellten Erik Eggers und Astrid Rawohl

Jesse Owens gewinnt Gold im Weitsprungwettbewerb bei den olympischen Spielen 1936 in Berlin. (AP)
Jesse Owens gewinnt Gold im Weitsprungwettbewerb bei den olympischen Spielen 1936 in Berlin. (AP)

Wie ist die Rolle von Carl Diem im Dritten Reich zu bewerten? War der Sportfunktionär, der die Olympischen Spiele 1936 in Berlin organisierte, ein Antisemit? Oder pflegte er antijüdische Ressentiments, wie der Historiker Frank Becker in seiner Diem-Biografie schlussfolgerte?

Diese Biografie, die Becker als Auftragsarbeit für den Deutschen Olympischen Sportbund, die Deutsche Sporthochschule Köln und die Krupp-Stiftung erstellte, sollte eigentlich eine gemeinsame Bewertungsgrundlage schaffen. Stattdessen aber spaltet sie die Parteien. Von Einflussnahme war die Rede, vom Versuch, Diem weißwaschen zu wollen. Der neu entbrannte Historikerstreit äußerte sich jetzt in zwei Tagungen in Berlin und Köln über die Erinnerungskultur im Sport.

Für die eine steht Dr. Ralf Schäfer vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin, für die in Köln Prof. Dr. Michael Krüger, Historiker und Beiratsmitglied des Diem-Biografie-Projektes.

Hinweis: Das Gespräch können Sie bis mindestens 20. Juni 2011 als Audio-on-demand abrufen.

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