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StartseiteCampus & KarriereSieben auf einen Streich13.07.2007

Sieben auf einen Streich

In Berlin gründet sich die Hochschulallianz UAS7

Der Wettbewerb der Hochschulen wird auch auf internationalem Gebiet immer schärfer, meinen die Rektoren von sieben Fachhochschulen aus sieben Bundesländern. Sie schließen sich deshalb jetzt zu einer strategischen Allianz zusammen: Die sieben "Universities of Applied Sciences" gründeten heute in Berlin den Verein UAS7. Beteiligt sind die Hochschule Bremen, die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg, die Fachhochschule Köln, die Hochschule für angewandte Wissenschaften in München, die Fachhochschule Münster und die Fachhochschule Osnabrück.

Von Wolfgang Noelke

Als UAS7 wollen sich die sieben Hochschulen vor allem im Ausland präsentieren.  (Stock.XCHNG / Elena Buetler)
Als UAS7 wollen sich die sieben Hochschulen vor allem im Ausland präsentieren. (Stock.XCHNG / Elena Buetler)
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UAS7

Die zurzeit hier noch eintreffenden Rektoren der sieben Fachhochschulen wollen in ihrer Zusammenarbeit sogar soweit gehen, eine gemeinsame Berufungskommissionen aus Mitgliedern all dieser Hochschulen zusammenzusetzen. Sie wollen sich unter dem Kürzel UAS7 vor allem im Ausland präsentieren. Professor Franz Herbert Rieger, Rektor der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, mit 5000 Studierenden und heutiger Gastgeber seiner sechs Kolleginnen und Kollegen, reagiert damit auf die Globalisierung:

"Es ist eine Reaktion, hauptsächlich auf die Entwicklung der Hochschulen in Deutschland. Zum Beispiel geht der Wissenschaftsrat in einem seiner letzten Gutachten davon aus, dass die ursprünglich nur binäre Einteilung in Universitäten und Fachhochschulen mehr und mehr an Bedeutung verliert und dass jede Hochschule aufgefordert ist, ihr Profil neu zu definieren und den Standort neu zu bestimmen im Wettbewerb, der zwischen den Hochschulen herrscht. Und in dem Zusammenhang ist sicherlich diese Bemühung zu sehen, in einem Zusammenschluss von Leuten, mit einem gleichen Selbstverständnis zur Differenzierung des Hochschulsystems beizutragen. "

Die Besonderheiten des deutschen Bildungssystems und der Unterschied zum US-amerikanischen würden jetzt deutlicher hervorgehoben und im Ausland positiver bewertet und somit könnten diese Besonderheiten den sieben Fachhochschulen beim Werben um Austausch Studenten zugute kommen.

" Die Berufsbefähigung ist bei uns ein Punkt, der ganz wichtig ist. Wir bilden sozusagen nur sehr beiläufig oder gezielt, in einzelnen Bereichen für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus. Unser Ziel ist Berufsbefähigung. Und das verstehen auch die Amerikaner. Man muss sehen, dass das amerikanische Bildungssystem das duale Ausbildungssystem vermisst. "

Erst seit der Umsetzung des Bologna- Prozesses könnten sich die deutschen Hochschulen in internationalen Netzwerken so richtig präsentieren - jetzt auch in Augenhöhe mit anderen europäischen Universitäten und Unternehmen, denn andere bremsende Faktoren, so der Rektor der Hochschule Bremen, Dr. Elmar Schreiber, fielen jetzt weg:

" Das waren also Anerkennungsprobleme, die gewaltig waren und durch den Bologna Prozess, durch die Einführung des Bachelorstudiengangs hier in Deutschland, hat man jetzt die Möglichkeit. Amerikanische studierende kommen entweder in das Programm hinein, dann passt es aber auch, weil Bachelor gleich Bachelor ist oder nachdem Bachelor kommt der amerikanische Student oder die Studentinnen zu uns und kann direkt in ein Master Programm gehen. "

Und welche Entwicklung sehen die gerade aus den USA von einem Gaststudium zurückgekehrten Berliner Studenten Viviana, Ingmar und Meike nach dem heutigen Zusammenschluss der sieben Hochschulen?

Viviana: " Also ich finde schon, dass die Qualität dort zählt, denn man lernt einfach all around eines Faches, also man lernt einfach mehr von einem Fach. Man lernt nicht nur die case studies, die man in der Wirklichkeit anwenden kann, sondern man lernt auch alles drum herum, mit den ganzen verschiedenen Theorien und - es ist einfach ausgefüllter, das Studium hier, würde ich sagen und es ist ein Anreiz für amerikanische Studenten, hierher zu kommen. "

Ingmar: " Ich denke, dass durchaus Chancen bestehen, dass wenn dort geballte Präsenz da ist, dass man sich dann eher einen Ruf verschaffen kann, auch in den USA. "

Meike: " Vorteil USA wäre ganz klar, dass die Note nicht auf einer Prüfung basiert, sondern auf mehreren und Vorteil hier, in Deutschland ist, dass man während des Studiums sich auch noch mit anderen Sachen beschäftigen kann. Und da irgendwie einen Kompromiss finden, wäre meiner Meinung nach die beste Lösung. "

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