• Deutschlandfunk bei Facebook
  • Deutschlandfunk bei Twitter
  • Deutschlandfunk bei Google+
  • Deutschlandfunk bei Instagram

 
Seit 17:05 Uhr Kulturfragen
StartseiteSternzeitErdähnliche Planeten kommen erst noch17.01.2016

Sind wir alleine im All?Erdähnliche Planeten kommen erst noch

Die Antwort auf die Frage, ob wir allein im All sind, hängt von vielen Faktoren ab. Ganz wichtig ist natürlich, wie viele erdähnliche Planeten es gibt. Damit Leben, wie wir es kennen, auch andernorts entstehen kann, müssen die Umweltbedingungen vermutlich recht ähnlich sein wie bei uns auf der Erde.

Von Hermann-Michael Hahn

In Zukunft werden noch viel mehr erdähnliche Planeten im Universum entstehen können (NASA)
In Zukunft werden noch viel mehr erdähnliche Planeten im Universum entstehen können (NASA)

Vor allem darf ein Planet nicht zu groß sein. Sonst würde zum einen seine Anziehungskraft die Beweglichkeit komplexerer Lebensformen lähmen.

Vor allem aber würde er – wie die Gasriesen Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystem – gar keine feste Oberfläche und damit keinen Zugang zu festen Stoffen bieten, die für eine technische Zivilisation unabdingbar wären.

Forscher am Wissenschaftlichen Institut des Hubble-Weltraumteleskops kommen in einer Studie jetzt zu der Erkenntnis, dass die meisten erdähnlichen Planeten in unserer Milchstraße und in anderen Galaxien erst noch entstehen werden.

Zwar zeigen Beobachtungen mit dem Kepler-Weltraumteleskop, dass es schon jetzt sehr viele erdähnliche Planeten gibt.

Die Kepler-Sonde der NASA sucht unter anderem nach erdähnlichen Planeten in der Milchstraße (NASA)Die Kepler-Sonde der NASA sucht unter anderem nach erdähnlichen Planeten in der Milchstraße (NASA)
Doch die meisten Sterne der Milchstraße sind vor etwa zehn Milliarden Jahren entstanden, als die Rohstoffe erst einen geringen Anteil an Materialien für erdähnliche Planeten enthielten.

Dies hat sich inzwischen verändert, weil etliche der damals entstandenen Sterne inzwischen explodiert sind und die in ihrem Innern produzierten schwereren Elemente in die Umgebung verteilt haben.

So dürften in Zukunft noch sehr viel mehr erdähnliche Planeten entstehen, und wir sind vielleicht einfach noch viel zu früh dran, um andere Zivilisationen aufzuspüren.

 

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk