Gesichter Europas / Archiv /

 

Sinnbild Italiens

Pompejis zweiter Niedergang

Mit Reportagen von Nadja Fischer

Blick auf das Forum in Pompeji
Blick auf das Forum in Pompeji (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)

Pompeji ist eines der wichtigsten Zeugnisse antiker Kultur und Gesellschaft und eine der größten archäologischen Grabungsstellen der Welt. Doch die Stadt, die im Jahr 79 von den Lavamassen des Vesuv begraben wurde, macht nicht mehr mit ihren einzigartigen Schätzen von sich reden, sondern mit dem Einsturz ihrer antiken Gemäuer.

Als 2010 das Haus der Gladiatoren mit seinen berühmten Fresken in sich zusammenfiel, war die Empörung im In- und Ausland groß. Archäologen warnen seit Langem vor der Gefahr eines weiteren Untergangs der Stadt. Seit Jahrzehnten werde in Pompeji nicht mehr in den notwendigen Unterhalt investiert, sondern in spektakuläre Events ohne Langzeitwirkung, kritisierten auch Experten der UNESCO.

Der spektakuläre Einsturz kostete den damaligen Kulturminister Bondi den Kopf, doch trotz vollmundiger Ankündigungen hat sich nichts getan. Nun eilt die EU zur Hilfe: Mit insgesamt 105 Millionen Euro soll Pompeji in den nächsten Jahren saniert werden. Strenge Kontrollen sollen verhindern, dass das Geld in dubiosen Kanälen versickert.

Die Rettung von Pompeji? Viele Beobachter sind skeptisch. Denn Pompejis desolate Lage ist nicht nur auf Geldmangel, sondern ebenso auf eine exzessive Bürokratie, Korruption und den Einfluss der Camorra zurückzuführen. Der leise Niedergang von Pompeji - ein Lehrstück über Italien.

Am Mikrofon: Norbert Weber

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Gesichter Europas

Draufgänger in GroßbritannienWhen I’m Sixty-Four

Opernhaus Glyndebourne

Schon die Schauspielerin Bette Davis wusste: "Alt werden ist nichts für Feiglinge." Dabei werden die Europäer immer älter. Und hier ist das Paradox: Jeder will lange leben, aber niemand will altern. Für die einen ist Älterwerden eine Krankheit, die nur Schmerz und Tod bringt. Die Sendung erzählt von denen, die Neues ausprobieren und andere Wege gehen wollen.

ProvenceBlues in Blauviolett

Ein Lavendelfeld

Der Lavendel ist die charakteristische Pflanze der Hochprovence: Die lilafarbenen Felder aromatisieren die südfranzösische Berglandschaft mit ihrem herben Duft und ziehen Scharen von Touristen an. Lavendel ist jedoch auch ein Wirtschaftsfaktor in der dünn besiedelten Region.

AlmlebenDas Kollektiv der Berge: Almbauern in der Schweiz

Wolken ziehen über eine Alm.

Aufstehen im Morgengrauen, Mist schaufeln, melken, heuen: Das alles gehört zum harten Arbeitsalltag auf einer Alm. Damit ist es aber nicht getan.

Braveheart ScotlandSchottland und die Unabhängigkeit

Eine schottische Fahne weht im Wind.

Schottland ist stolz auf seine Eigenheiten. Seine Landschaft. Seine Kultur. Sein Parlament. Seine Sprache. Die Idee eines unabhängigen Schottland ist deshalb nicht neu - seit den 60er-Jahren, als die Scottish National Party ihren ersten Parlamentssitz errang, gab es immer wieder Bestrebungen, Schottland vom Königreich zu lösen.