Für den Lübecker Professor Horst Pagel steht fest. Es gibt eine ganze Reihe von Substanzen, die nicht nachweisbar sind.
"Mario Thevis in Köln, der kennt diese Substanzen, nur muss er ja auch hinterherkommen mit den Nachweisen, Außerdem ist es aus meiner Sicht eine Sackgasse, immer mehr Tests zu entwickeln, in der Hoffnung und in der Meinung, ein wasserdichtes Kontrollsystem zu entwickeln. das kann gar nicht funktionieren."
Pagel will aber weiterhin an Kontrollen festhalten.
"Dieses Damoklesschwert, das es potentiell jeden treffen kann mit so einer Kontrolle, das sollte auf jeden Fall beibehalten werden."
Statt direkter Nachweise sollen in Zukunft indirekte Parameter hinzugezogen werden, meint Pagel.
"Wenn ich jetzt bestimmte Hormone einnehme, verändern sich ja auch bestimmte andere Parameter in meinem Organismus, und da versucht man über den indirekten Nachweis, also Stichwort Blutpass, eben so einen Nachweis zu führen. Problem ist dabei die Grenzziehung, das Ganze muss ja juristisch wasserdicht sein."
Den von Pagel angesprochene Professor Mario Thevis widerspricht. Der Wissenschaftler vom Kölner Zentrum für Dopingprävention ist überzeugt, dass der Anti-Dopingkampf beide Herangehensweisen benötigt. Er sagt,
"Zusammenfassend würde ich sagen, brauchen wir beide Herangehensweisen. sie ergänzen sich. Haben ihre Stärken und Schwächen auf beiden Seiten. Das eine ist, dass man mit den gezielten Analysen hinsichtlich bekannter Präparate sehr empfindlich, sehr genau und sehr belastbar analysieren kann. Das heißt, hier ist ein Beweis unumstößlich während bei indirekten Verfahren Prozeduren erst belegen müssen, und auch da gibt es sehr viel Angriffsfläche, die zu beheben gibt."
So muss sichergestellt werden, dass die Änderungen der Parameter auf Doping beruhen. Die Analytiker müssen Krankheitsbilder, physiologische Veränderungen, Reisen oder Durchfall als mögliche Ursachen für die Veränderungen ausschließen, um ein verzerrtes Bild bei der Dopinganalytik bzw. der Bewertung der Parameter zu vermeiden. Gleichzeitig wehrt sich Professor Thevis gegen die häufig kolportierte Vermutung, die Sportler würden mit noch nicht zugelassenen und deshalb meist nicht nachweisbaren Substanzen die Dopingfahnder in Serie überlisten.
"Bezüglich dieser Vermutungen wurden auch Proben, die Langzeit gelagert wurden, bzw. deren Daten so umfangreich waren, das sie im Nachhinein noch durchsucht und durchforstet werden konnte, analysiert. Und in der Regel hat sich herausgestellt, dass das, was man vermutet hatte, was möglicherweise bereits im Einsatz war, aber zu dem damaligen Zeitpunkt nicht nachweisbar war, sich nicht oft bestätigt hat."
Die Ausnahme von der Regel war das Epo-Derivat Cera. Bei Nachtests von den Olympischen Spielen in Peking 2008 wurden sechs Athleten der Einnahme von Cera überführt, darunter Rad- Silbermedaillengewinner Davide Rebellin aus Italien und 1.500- Meter- Olympiasieger Rashid Ramzi aus Bahrain. Dagegen blieb die Suche nach einigen "Wundermitteln" erfolglos.
"In dem Zusammenhang haben wir Präparate wie GQ1516, S107, all diese Substanzen, die noch keine Handelsnamen haben, aber auf Grund ihres mutmaßlichen Wirkungsprofils auch beim Menschen als dopingrelevant eingeschätzt werden. Und zu einem gewissen Zeitpunkt nicht im Testprogramm vorgelegen haben. Zumindest für die Proben, die wir im Kölner Dopingkontroll-Labor analysiert haben, dass die rückwirkenden Analysen gezeigt haben, dass diese Präparate nicht eingesetzt wurden."
"Mario Thevis in Köln, der kennt diese Substanzen, nur muss er ja auch hinterherkommen mit den Nachweisen, Außerdem ist es aus meiner Sicht eine Sackgasse, immer mehr Tests zu entwickeln, in der Hoffnung und in der Meinung, ein wasserdichtes Kontrollsystem zu entwickeln. das kann gar nicht funktionieren."
Pagel will aber weiterhin an Kontrollen festhalten.
"Dieses Damoklesschwert, das es potentiell jeden treffen kann mit so einer Kontrolle, das sollte auf jeden Fall beibehalten werden."
Statt direkter Nachweise sollen in Zukunft indirekte Parameter hinzugezogen werden, meint Pagel.
"Wenn ich jetzt bestimmte Hormone einnehme, verändern sich ja auch bestimmte andere Parameter in meinem Organismus, und da versucht man über den indirekten Nachweis, also Stichwort Blutpass, eben so einen Nachweis zu führen. Problem ist dabei die Grenzziehung, das Ganze muss ja juristisch wasserdicht sein."
Den von Pagel angesprochene Professor Mario Thevis widerspricht. Der Wissenschaftler vom Kölner Zentrum für Dopingprävention ist überzeugt, dass der Anti-Dopingkampf beide Herangehensweisen benötigt. Er sagt,
"Zusammenfassend würde ich sagen, brauchen wir beide Herangehensweisen. sie ergänzen sich. Haben ihre Stärken und Schwächen auf beiden Seiten. Das eine ist, dass man mit den gezielten Analysen hinsichtlich bekannter Präparate sehr empfindlich, sehr genau und sehr belastbar analysieren kann. Das heißt, hier ist ein Beweis unumstößlich während bei indirekten Verfahren Prozeduren erst belegen müssen, und auch da gibt es sehr viel Angriffsfläche, die zu beheben gibt."
So muss sichergestellt werden, dass die Änderungen der Parameter auf Doping beruhen. Die Analytiker müssen Krankheitsbilder, physiologische Veränderungen, Reisen oder Durchfall als mögliche Ursachen für die Veränderungen ausschließen, um ein verzerrtes Bild bei der Dopinganalytik bzw. der Bewertung der Parameter zu vermeiden. Gleichzeitig wehrt sich Professor Thevis gegen die häufig kolportierte Vermutung, die Sportler würden mit noch nicht zugelassenen und deshalb meist nicht nachweisbaren Substanzen die Dopingfahnder in Serie überlisten.
"Bezüglich dieser Vermutungen wurden auch Proben, die Langzeit gelagert wurden, bzw. deren Daten so umfangreich waren, das sie im Nachhinein noch durchsucht und durchforstet werden konnte, analysiert. Und in der Regel hat sich herausgestellt, dass das, was man vermutet hatte, was möglicherweise bereits im Einsatz war, aber zu dem damaligen Zeitpunkt nicht nachweisbar war, sich nicht oft bestätigt hat."
Die Ausnahme von der Regel war das Epo-Derivat Cera. Bei Nachtests von den Olympischen Spielen in Peking 2008 wurden sechs Athleten der Einnahme von Cera überführt, darunter Rad- Silbermedaillengewinner Davide Rebellin aus Italien und 1.500- Meter- Olympiasieger Rashid Ramzi aus Bahrain. Dagegen blieb die Suche nach einigen "Wundermitteln" erfolglos.
"In dem Zusammenhang haben wir Präparate wie GQ1516, S107, all diese Substanzen, die noch keine Handelsnamen haben, aber auf Grund ihres mutmaßlichen Wirkungsprofils auch beim Menschen als dopingrelevant eingeschätzt werden. Und zu einem gewissen Zeitpunkt nicht im Testprogramm vorgelegen haben. Zumindest für die Proben, die wir im Kölner Dopingkontroll-Labor analysiert haben, dass die rückwirkenden Analysen gezeigt haben, dass diese Präparate nicht eingesetzt wurden."