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StartseiteUmwelt und VerbraucherTrojaner auf dem PC?12.01.2012

Trojaner auf dem PC?

Bundesbehörde ruft zur Überprüfung aller Computer auf

Das Bundesamt und das Bundeskriminalamt haben Internetnutzer aufgefordert, die Interneteinstellungen ihres Computers zu überprüfen. Am schnellsten geht das über einen Besuch der Webseite www.dns-ok.de. Hintergrund sind noch aktive Schadprogramme einer inzwischen dingfest gemachten Onlinebetrügerbande.

Von Manfred Kloiber

Die Hacker hatten Computernutzern falsche Namensserver untergeschoben. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
Die Hacker hatten Computernutzern falsche Namensserver untergeschoben. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)

Jeder Surfer ist aufgefordert, die Webseite www.dns-ok.de anzusteuern. Das ist erst mal alles, was zu tun ist. Denn die Seite bietet einen Schnelltest, ob man von dem sogenannten DNS-Changer-Botnetz überhaupt betroffen ist. Sie zeigt das Ergebnis auch sofort an - und sie bietet Hinweise, wie man im Fall des Falles weiter vorgehen sollte.

Damit versuchen die Informationssicherheitsbehörden, ein altes Problem in den Griff zu bekommen. Eine kriminelle Gruppe hatte im letzten Jahr einen Schädling in Umlauf gebracht, der den sogenannten DNS-Eintrag im Computer verdrehte. Hinter dem DNS-Eintrag verbirgt sich die Adresse eines zentralen Computers, der wie eine Auskunft funktioniert. Wann immer man einen Webseitennamen wie www.dradio.de eingibt, muss die technische Internetadresse der Computer mit diesem Webseitenangebot ermittelt werden. Dies macht der DNS-Server, eine Art Telefonbuch des Internets. Dessen Internetadresse wiederum ist fest hinterlegt. Üblicherweise ist unter diesem Eintrag ein entsprechender Rechner des Internet-Providers verzeichnet. Wird hier ein falscher DNS-Server angeben, dann können unter Umständen auch falsche Internetadressen zurückgeliefert werden. Statt der echten Internetadresse von www.meinebank.de könnte die Adresse eines gefälschten Bankservers stehen, auf dem die Kriminellen die Anmeldedaten der echten Bankkunden ausspionieren.

Zwar sind die Übeltäter des Botnetzes dingfest gemacht und die Gefahr fast gebannt. Das FBI sorgt dafür, dass der falsche DNS-Server trotzdem richtige Internetadressen meldet. Doch die amerikanische Bundespolizei will diese falschen Server am 8. März dieses Jahres abschalten. Wer dann noch von dem Trojaner befallen ist, wird am 8. März Probleme bekommen. Denn dann wird sein Internetanschluss nicht mehr richtig funktionieren. Darum ist der Besuch der Seite www.dns-ok.de so wichtig.

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