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Seit 14:00 Uhr Nachrichten
StartseiteNachrichten vertieftFast jeder dritte Mensch weltweit von Armut bedroht24.07.2014

UNO-EntwicklungsberichtFast jeder dritte Mensch weltweit von Armut bedroht

2,2 Milliarden Menschen weltweit sind arm oder müssen mit sehr wenig Einkommen leben. Viele von ihnen leiden laut UNO gleichzeitig auch unter einem Mangel an Gesundheitsversorgung, Bildung und Lebensstandard. UNO-Experten fordern daher verstärkte Bemühungen um soziale Absicherung.

Vertriebene Südsudanesen vom Stamme der Dinka (2. März 2014).  (dpa / picture-alliance / Jm Lopez)
Vertriebene Südsudanesen vom Stamme der Dinka (2. März 2014). (dpa / picture-alliance / Jm Lopez)
Weiterführende Information

Weltarbeitsbericht - 1,5 Milliarden prekäre Arbeitsverhältnisse (Deutschlandfunk, Aktuell, 27.05.2014)

Entwicklungspolitik - Afrika-Stiftung begrüßt ressortübergreifende Politik (Deutschlandradio Kultur, Interview, 21.03.2014)

Ausgrenzung und Gewalt als größte Gefahr für Kinder (Deutschlandfunk, Informationen am Mittag, 25.06.2014)

Aus dem "Bericht über die menschliche Entwicklung 2014" des UNO-Entwicklungsprogramms geht hervor, dass 1,2 Milliarden Menschen pro Tag mit umgerechnet etwa 0,93 Euro oder weniger auskommen müssen. Etwa 1,5 Milliarden Menschen in 91 Entwicklungsländern fehlt es an ausreichender Gesundheitsversorgung oder Bildung.

Armut nimmt weltweit ab

Zwar sei weltweit ein Rückgang der Armut zu verzeichnen. Doch fast 800 Millionen Menschen seien von Rückschlägen bedroht. Schuld sind laut UNO Finanzkrisen, schwankende Lebensmittelpreise, Naturkatastrophen und Konflikte.

Den UNO-Experten zufolge muss die soziale Absicherung gegen Armutsrisiken verstärkt werden, damit alle Menschen am Entwicklungsfortschritt teilhaben können. Die UNO betont, dass etwa eine Rente oder Arbeitslosenversicherung in allen Staaten möglich seien. Dafür müssten Mittel umgewidmet und zusätzliche Gelder aufgebracht werden.

Lebensqualität in Afrika am geringsten

Der Bericht enthält auch eine neue Rangliste mit einem weltweiten Vergleich der Lebensqualität. Demnach lebt es sich in Norwegen am besten. Der ölreiche Wohlfahrtstaat in Skandinavien belegte im vergangenen Jahr erneut den ersten Platz. Dahinter liegt Australien, gefolgt von der Schweiz, den Niederlanden und den USA.

Deutschland belegt Rang sechs von 187 Ländern. Schlusslichter sind die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo und der Niger. Kriterien für den "Human Development Index" sind Lebenserwartung, Alphabetisierung, Einschulungsquote und das Bruttoinlandsprodukt.

(tj/ach)

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