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"Usain Bolt ist ein Vorbild"

Jamaika im Olympiafieber

Von Martin Polansky

Der jamaikanisch 100-Meter-Sprinter Usain Bolt  erzielte 2009 mit 9,58 Sekunden einen Weltrekord bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin.
Der jamaikanisch 100-Meter-Sprinter Usain Bolt erzielte 2009 mit 9,58 Sekunden einen Weltrekord bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin. (AP)

In wenigen Tagen feiert Jamaika 50 Jahre Unabhängigkeit. Einen Tag vorher könnte der Sprinter Usain Bolt diesen Geburtstag mit einer Olympiamedaille versüßen. Ein Blick auf ein Land, in dem der Sport Hoffnung aus der Armut bedeutet.

Der Traum vom Erfolg - fast ein bisschen wie aus einer anderen Welt. Aber die Goldmedaillen sind echt. Vielfach bewundert und manche - vor allem außerhalb Jamaikas - fragen sich auch verwundert, wie dieser Erfolg möglich ist. Aus Sicht von Fitz Coleman, dem früheren Trainer von Usain Bolt, profitieren die Sprinter von einer konsequenten Aufbauarbeit:

Zwischen Armut, Gewalt und olympischen Träumen
Momentaufnahmen aus Jamaika
Von Martin Polansky

Diese Bilder kennt in Jamaika jeder. Usain Bolt 2008 bei Olympia in Peking. Sieg und Weltrekord. Eine Schulklasse in Jamaikas Hauptstadt Kingston. Shenele ist 16, Regy ist 15. Beide sind große Fans der jamaikanischen Sprinter. Die Erfolge bei den letzten Olympischen Spielen haben sie im Fernsehen verfolgt. Und dass Jamaika Weltklasse ist, mit dieser Gewissheit gehen sie durch ihr junges Leben. Ihre Erwartungen an die Sprinter sind klar:

"Usain Bolt arbeitet sehr hart für den Erfolg. Er wird sich durchsetzen bei Olympia. Ich mag Usain sehr. Auch Asafa Powell. Sie machen Jamaika so stolz. Und so wird es auch diesmal sein. Denn sie zeigen, dass wir etwas können und dass Jamaikaner sehr hart arbeiten."

Jamaika im Fieber. Die schwarz-grüne Flagge mit dem gelben Kreuz an jeder Ecke, Plakate und Wandmalereien mit Usain Bolt, Asafa Powell oder Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser schmücken die Straßen von Kingston. Was für Tage. Am 4. August das Einhundertmeterfinale der Frauen in London, einen Tag später das der Männer. Und am 6. August feiert Jamaika 50 Jahre Unabhängigkeit.

Fitz Coleman war Trainer des jungen Usain Bolt. Jetzt kümmert er sich um Tophürdenläufer. Er weiß, worum es geht in London:

"Das ist ein schöner Zufall. Und es wäre großartig, wenn wir unsere Leistung von Peking noch übertrumpfen könnten. Denn es bedeutet so viel für unser Volk. Dass wir uns zum einen seit 50 Jahren selber regieren und dann auch noch bei Olympia sehr gut präsentieren. Das ist die Motivation. Wir wollen das doppelte Fest - und deshalb extrem gut abschneiden."


Jamaika - einfach Weltklasse, ein Land, das es allen zeigt. Diese Vibes prägen das schwül-heiße Klima auf der Karibikinsel. Nicht nur die Sprinter on the top, auch die Kultur einzigartig. Vor allem verkörpert durch Bob Marley, der spätestens seit seinem Tod geradezu messianisch verehrt wird und nebenbei zu einer Art Weltmarke gemacht wurde.

Marleys Erbe pflegt und bewahrt etwa Paul Kelly. Der Mann mit den langen Rastalocken leitet das Marley-Museum in Kingston und ist dadurch auch so etwas wie eine geistige Institution in Jamaika. Beim Gespräch mit ihm wird schnell klar, dass auf der Wunderinsel durchaus nicht alles wunderbar ist. Die Goldmedaillen sind zwar gut für das Image. Aber sie spiegeln nicht das harte Leben für viele im Land wider. Jamaika - nach einem halben Jahrhundert Unabhängigkeit ist geprägt von massiven Problemen. Soziale Gegensätze, extreme Armut und viel Gewalt:

"Der einzige Weg, den wir wählen können, ist Rechtschaffenheit. Das gilt nicht nur für die Menschen in den Gettos, sondern auch für die Führer des Landes. Wir müssen die Korruption und Gier hinter uns lassen. Gier bedeutet, dass einer alles haben will. Aber für neun andere bleibt dann nichts übrig. Und das schafft Verbrechen und Gewalt. Und allzu viele, die hungrig bleiben."

Back Bush - ein trostloses Armenviertel am Rande von Kingston. Back Bush - der Name ist Programm. Viel Wellblech, die kleinen Grundstücke abgetrennt durch Holzverschläge. Am Wegesrand sitzen junge Männer und Frauen, hängen mehr rum, als dass sie etwas zu tun hätten. Kaum jemand hier findet eine richtige Arbeit. Schon wegen der schlechten Adresse. Ein Viertel von Gestrandeten.

Nur die Gangs versprechen ein bisschen Einkommen. Erpressung, Raub, Schiebereien. Und viel Gewalt. Milton ist 39. Er arbeitet für das Peace-Management-Project, versucht verfeindete Gangmitglieder zusammenzubringen:

"Viele Jungs wissen gar nicht genau, warum sie eigentlich kämpfen. Es sind alte Konflikte, die bis in die siebziger Jahre zurückreichen. Sie sagen dann: Dein Vater hat meinen umgebracht, also bring ich dich auch um. Das Viertel hier ist genauestens aufgeteilt. Jeder weiß, wo er sich bewegen kann und wo nicht."

Die Konflikte in Jamaika haben eine besondere Geschichte: In den siebziger Jahren haben die beiden großen Parteien des Landes ihre eigenen Gangs herangezüchtet, ganze Stadtviertel so unter ihre Kontrolle gebracht. Anhänger der jeweils anderen Partei wurden dann rausgeworfen - auch mit Gewalt.

Aber die Gangs haben nach und nach immer mehr auf eigene Rechnung gearbeitet. Groß angelegter Drogenhandel, illegale Geschäfte oft mit Rückendeckung von politischen Freunden. 2010 gab es dann eine Art Showdown.

Auf Druck der USA wurde der oberste Drogenboss Dudus Coke nach tagelangen Straßenkämpfen festgenommen. Mindestens 70 Tote gab es damals. Coke sitzt jetzt in den USA ein, wurde dort zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt. Viele in den Armenvierteln Kingstons sagen, dass es etwas ruhiger geworden ist, seit sie Coke gefasst haben. Auch die Mordrate ist um gut ein Viertel zurückgegangen. Aber immer noch sehr hoch. Und gerade auch die Polizei hat einen gewalttätigen Ruf.

Marc ist 24, in Back Bush schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs durch. Die Polizei lasse sich in dem Viertel nur selten blicken, sagt Marc. Aber wenn sie auftaucht, werde es gefährlich:

"Der Polizei sind wir doch völlig egal. Wenn sie kommen und irgendjemanden nicht mögen, schlagen sie zu oder schießen gleich. Die reden gar nicht erst mit dir. Ich habe dann echt Angst um mein Leben. Für die Polizei gilt: Erst schießen, dann fragen."

Die Gruppe "Jamaicans for Justice" setzt sich für die Bürgerrechte auch der Gettobewohner ein. Und versucht Druck zu machen, damit Übergriffe der Polizei aufgeklärt werden. Susan Goffe ist die Leiterin von "Jamaicans for Justice". Alleine in den ersten fünf Monaten des Jahres 2012 zählt sie 80 Tote durch Polizeieinsätze:

"Das Hauptproblem unserer Polizei ist, dass sie paramilitärische Strukturen hat. Sie beschützt Leute mit Geld aber nicht diejenigen, die kein Geld haben. Manchen Bürgern werden Menschenrechte zugesprochen, anderen nicht. Und die korrupten Verbindungen machen es schwer, die Polizeikräfte zu säubern."

Ein weiteres Problem sind die traditionellen Verbindungen der beiden großen Parteien zu den organisierten Verbrecherbanden. So stand der frühere Premierminister Bruce Golding von der Labour Party in dem Ruf, Drogenboss Dudus Coke den Rücken zu decken. Nach der von den USA erzwungenen Polizeiaktion zu Cokes Festnahme musste Golding denn auch gehen.

Inzwischen regiert die People´s National Party das Land, ebenfalls eine Partei mit keineswegs lupenreiner Vergangenheit. Justizminister Mark Golding betont aber, dass sich inzwischen vieles gewandelt habe. Verbrechensbekämpfung stehe nun im Vordergrund. Auch wenn man die Kritik von Menschenrechtlern dabei ernst nehme:

"Viele Leute im Land sind fest davon überzeugt, dass wir gegenüber den Verbrechern nicht weich sein dürfen. Sie verlangen eine harte Reaktion, weil die Kriminellen einfach so gefährlich sind. Die Leute wollen eine entschlossene Polizei, die aber in einem verantwortlichen Rahmen handelt. Daran arbeiten wir seit einigen Jahren, aber wir müssen dabei sicherlich noch weiter vorankommen."

Um die Gewalt dauerhaft einzudämmen, müssten aber Arbeit und Perspektive geschaffen werden. Jamaika gilt in der Region nicht mal als armes Land. Das Nationaleinkommen pro Kopf liegt höher als in den meisten Staaten Mittelamerikas, etwa auf einem Niveau mit der Dominikanischen Republik. Jamaika lebt vom Tourismus, einem großen Hafen und Bauxitexporten. Aber schon seit Anfang der neunziger Jahre ist das Wachstum äußert gering. Viele Jamaikaner haben die Insel verlassen, Richtung USA oder Großbritannien. Denn es gibt zu wenig Jobs für die knapp drei Millionen Einwohner. Und: Jamaika ist hoch verschuldet. 140 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Eine Situation ähnlich wie in Griechenland. Die Regierungen der Karibikinsel häuften über Jahre Schulden an, die weltweite Finanzkrise tat dann ein Übriges. 2010 war Jamaika praktisch zahlungsunfähig, musste beim Internationalen Währungsfonds Kredithilfen beantragen. Und der macht nun Druck für Sparprogramme und Reformen. Ein Land unter Aufsicht.

Joe Matalon ist Chef des jamaikanischen Unternehmerverbandes. Er ist sich sicher: Man werde nur sehr langsam aus der Krise herauskommen:

"Wir müssen den Gürtel nun erst mal enger schnallen. Aber gleichzeitig sollten wir sicherstellen, dass wir den Ärmsten helfen - allerdings sehr zielgerichtet. Und wir müssen die notwendigen Reformen angehen. Insbesondere was die Steuern betrifft. Fast niemand zahlt welche, und deshalb hat der Staat auch keine Einnahmen. Das muss sich ändern. Und wir müssen durch weniger Bürokratie das Wirtschaftsklima deutlich verbessern."

Port Royal ist ein kleiner Ort an der Bucht gleich gegenüber von Kingston. Sehr beliebt bei Jamaikanern. Denn hier ist es kühler als in der überhitzten Hauptstadt. Und Port Royal hat eine besondere Geschichte. Ein reicher Piratenstützpunkt war das hier einst - bis ein Erdbeben 1692 den Ort größtenteils im Meer versinken ließ.

Trotzdem: Ein bisschen spürt man hier immer noch den Geist der Seeräuber, am Wasser und in den schmalen Straßen mit ein paar historischen Überresten - die meisten Häuser von damals sind allerdings versunken - und liegen nun in der Bucht.

Rennie Landfurd ist hier als Souvenirverkäufer unterwegs. Der Mann mit Strohhut trägt Drucke eingeschweißt in Plastik unterm Arm. Bilder mit alten Seefahrerkarten, Piraten und natürlich auch Bob Marley. Für jeden etwas eben. Das Geschäft läuft ganz okay, sagt er. Rennie kennt sich aus in Port Royal:

"Es gibt hier viele Attraktionen. Da drüben ist das Fort. Dahinter ist das halb versunkene Giddy House, ein altes Munitionslager. Und da drüben sind Fischrestaurants. Man müsste wirklich viel mehr aus dem Ort machen. Ist so eine tolle Szenerie."

Das findet auch der Geschäftsmann Robert Stephans. Er hat Port Royal immer wieder mal im Visier. Der Ort habe Potenzial, sagt er. Seine Rechnung: In Jamaika lebt jeder Zehnte vom Tourismus. Und es könnten wahrscheinlich noch viel mehr sein. Aber es gibt ein Problem: Die meisten Gäste buchen All-Inclusive etwa in Montego Bay. Und wer erst mal in seinem Hotel sitzt, ist nur schwer wieder rauszulocken. Sprich: Das Geld kommt bei den Jamaikanern kaum an, sondern bleibt im Hotel. Port Royal könnte daran etwas ändern. Robert Stephans hat große Pläne:

"Der Punkt ist: Wir haben in Port Royal eine versunkene Stadt. Und die liegt nur etwa zehn Meter unter dem Meeresspiegel. Ein großer Teil davon ist noch zugänglich. Man muss sich das nur mal vorstellen: Man könnte ein Unterwassermuseum errichten, um den Touristen diese versunkene Stadt zu zeigen."

Also, eine Art Originalschauplatz für den Fluch der Karibik. Allein: Es fehlt bisher an Investoren. Und so muss auch Souvenirverkäufer Rennie weiter vom großen Geschäft träumen - von Zehntausenden US-Touristen, die den Piratenort wahrscheinlich stürmen würden:

"Jamaika ist ein wunderbares Land, das kann ich dir sagen. Aber wir müssten einfach besser regiert werden. So viele Chancen werden vertan. Die Mächtigen sollten mal die Politik beiseitelassen. Und sich wirklich ums Land kümmern. Wir könnten hier das Paradies haben."

Auf der blauen Kunststofflaufbahn der University of the West Indies sind Probleme wie Armut, Gewalt und Arbeitslosigkeit scheinbar ganz weit weg.
Hier trainieren die Topathleten des Klubs von Usain Bolt. Gut zwanzig Läufer sind an diesem stickigen Abend unterwegs. Eine von ihnen ist Nickiesha Wilson, 26. In London wird sie als Hürdenläuferin starten.

"Ich glaube, der Sport ist sehr wichtig für die meisten Leute hier. Denn er bietet die Chance, sich aus der Situation zu befreien, in der viele sind. Mit der ganzen Armut. Wir alle wollen nach oben. Und Weltstars wie Asafa Powell oder Usain Bolt sind da ein Vorbild. Das macht es so wichtig."

Der Traum vom Erfolg - fast ein bisschen wie aus einer anderen Welt. Aber die Goldmedaillen sind echt. Vielfach bewundert und manche - vor allem außerhalb Jamaikas - fragen sich auch verwundert, wie dieser Erfolg möglich ist. Aus Sicht von Fitz Coleman, dem früheren Trainer von Usain Bolt, profitieren die Sprinter von einer konsequenten Aufbauarbeit:

"Heute bleiben die Talente im Land, anders als früher. Es gibt hier einfach eine große Begeisterung und viele arbeiten für den Erfolg. In den letzten zwei Jahrzehnten haben wir auch sehr großen Wert auf die Trainerausbildung gelegt. Das hat ebenfalls geholfen."

Dazu komme die gute Nachwuchsförderung. Schon für Fünfjährige gibt es Wettbewerbe. Kinder in Deutschland wollen vielleicht Fußballstars werden, junge Jamaikaner träumen vom Olympiagold im Sprinten. Ein ganzes Land will den Erfolg.

Besuch bei Jadco, der nationalen Dopingkommission. Die wurde 2005 gegründet. Denn die Regierung Jamaikas sah sich damals unter Druck. Im Ausland bezweifelten viele, dass der Sport auf der Insel sauber sei. Auch wenn die internationalen Dopingprüfer bei ihren Kontrollen meist nichts fanden. Seit der Gründung von Jadco übernehmen nun die Jamaikaner einen Großteil der Stichproben selbst.

Herb Elliot ist der Chairman of the Board, der Leiter des obersten Aussichtsgremiums von Jadco. Er kommt selber aus dem Sport. Mehr als 30 Jahre war er Teamarzt der jamaikanischen Leichtathleten. Den Job machte er auch weiter, als er längst in einer führenden Position bei Jadco saß. Erst vor Kurzem hat er seinen Teamarztposten offiziell abgegeben - auch wenn er manchmal noch aushilft, wie er sagt. Eine übermäßige Distanz zu den Athleten lässt der Mann an der Spitze der Dopingkommission jedenfalls nicht erkennen. Der Sport sei eine nationale Angelegenheit stellt er klar:

"Die Regierung sorgt sich darum, so wie alle Jamaikaner. Wir als Jadco testen die Athleten, seitdem die Saison im letzten September begonnen hat. Zudem sagt uns der Internationale Leichtathletikverband, welche Sportler wir über die regulären Tests hinaus überprüfen sollen. Wir sind da kooperativ. Mehr können wir nicht tun."

Acht Verstöße gegen die Dopingregeln habe Jadco seit der Gründung 2005 festgestellt, sagt Herb Elliot. In der Mehrheit eher unbedeutende Vergehen, wie er betont.

Topstar Shelly-Ann Fraser wurde 2010 bei einem Wettkampf in Schanghai dagegen von internationalen Kontrolleuren überführt. Sie hatte ein unerlaubtes Schmerzmittel genommen. Wegen Zahnbeschwerden, wie sie sagte. Ein halbes Jahr wurde sie gesperrt.

Bruce James ist der Präsident des Klubs von Shelly-Ann Fraser. Von Doping will er in ihrem Fall nicht sprechen:

"Ein Mittel zu nehmen, das auf einer Verbotsliste steht, ist etwas anderes, als wenn man Mittel zur Leistungssteigerung nutzt. Etwa Steroide oder Stimulanzen. Ich glaube nicht, dass Jamaikas Ruf gelitten hat. Bei keinem unserer Stars wurden Leistung steigernde Mittel gefunden."

Laufen von Erfolg zu Erfolg. Der Druck ist riesengroß. Für die Spiele in London gilt das erst recht. Bei allen Problemen, den fehlenden Jobs, der alltäglichen Gewalt soll Jamaika richtig feiern zum fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit - vereint sein in den guten Vibes des Erfolges und des Glaubens an sich selbst.

Trainer Fitz Coleman, weiß, was das heißt: Für die jamaikanischen 100-Meter-Sprinter kann es nur eine Medaille geben:

"Wenn wir kein Gold holen, werden alle fragen: Was ist jetzt denn los? Silber, das ist doch gar nichts. Aber wir wissen natürlich, dass man nicht einfach so ins Stadion kommt und gewinnt. Wir sind gereift. Und wir hoffen, dass wir es am Ende gut machen werden."



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