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StartseiteDossierWater Rhapsody02.08.2013

Water Rhapsody

Wasserwirtschaft in Südafrika

Der Zugang zu sauberem Wasser ist seit 1997 in der südafrikanischen Verfassung garantiert. Dennoch ist fast jeder zehnte Südafrikaner von der Versorgung mit sauberem Trinkwasser und der Kanalisation abgeschnitten.

Von Nora Bauer

Wasser läuft in einem Armenviertel von Kapstadt in einen Eimer (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)
Wasser läuft in einem Armenviertel von Kapstadt in einen Eimer (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)

Zwar gehört Südafrika zu den 30 trockensten Ländern der Erde, doch ist das nicht der Grund für die mangelhafte Versorgung; mit einer effizienten Wasserpolitik ließe sich die Verfassungsgarantie einlösen. Die schwarze Oberschicht, die heute die Regierung und die Verwaltung dominiert, ist mangels Ausbildung nicht in der Lage, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten oder gar auszubauen.

Deshalb hat sie die Wasserwirtschaft privatisiert und an profitorientierte Unternehmen übergeben. Doch die haben mangels Aussichten auf Gewinn kein Interesse daran, Leitungen von mindestens 60 bis 80 Kilometern Länge in die "informal settlements" zu legen.

Trotz schwarzer Regierung gibt es deshalb in den Siedlungen der schwarzen Unterschicht nur Regenwassertanks auf den Wellblechhütten und eine öffentliche Toilette ohne Wasserspülung für alle im Zentrum der jeweiligen Siedlung.


DLF 2013

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