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Zehn Jahre Viagra

Zweite Sexuelle Revolution oder Mechanisierung der Liebe?

Von Justin Westhoff

Viagra-Tabletten
Viagra-Tabletten (AP Archiv)

Vor zehn Jahren, am 27. März 1998, wurde erstmals Viagra zugelassen. Neben medizinischen Fragen gab es von Anfang an eine gesellschaftspolitische und sozialwissenschaftliche Diskussion um dieses Potenzmittel. Für die einen war es die zweite sexuelle Revolution, nach der Antibabypille. Für die anderen war es ein Lifestyle-Medikament, das die Liebe zu einer mechanischen Angelegenheit degradierte.

In jedem Fall war Viagra, genauso wie die beiden nachfolgenden Konkurrenzprodukte Cialis und Levitra, ein riesiger Markterfolg. Wie groß vor allem der graue Markt für diese Präparate ist, der in erster Linie über das Internet läuft, ist nicht abzuschätzen.

Hat Viagra die Männer befreit und vor allem den älteren Männern mehr Lebensqualität verschafft, oder sind sie erst recht in die Falle des Leistungsdrucks getappt? 10 Jahre Viagra - Eine Bilanz von Justin Westhoff.

Weitere Themen der Sendung sind:

Eva-Maria Götz Die Sprache der Rechtsextremisten
Buchveröffentlichung des Sprachhistorikers
Georg Schuppener von der Universität Leipzig

Carsten Schroeder Wenn Mini-Machiavellis an der Grundschule mobben
Interview mit PD Dr. Mechthild Schäfer, Abteilung für
Psychologie der Ludwig Maximilian Universität München


Barbara Weber König Lustik
Mit dem Modellstaat Königreich Westphalen schuf Jérome Bonaparte vor 200 Jahren einen Staat mit Verfassung und Parlament
Ausstellung im Museum Fridericianum in Kassel


Justin Westhoff 10 Jahre Viagra:
Zweite Sexuelle Revolution oder Mechanisierung der Liebe?

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Eine leere Schaukel auf einem Spielplatz zu sehen

"Raum für Kinderspiel" lautet lapidar der Titel einer Studie, die ein Team von Familiensoziologen und Entwicklungspsychologen aus Baden-Württemberg erarbeitet hat. Sie untersuchten nicht das Spielzimmer in der Kita oder in der Wohnung, sondern die Spielmöglichkeiten draußen, im Wohnumfeld.

InternierungDas Jahrhundert der Lager

Holzbretterzaun und Stacheldraht am ehemaligen Straflager Perm 36, das bis 1989 von der Sowjetunion als Gefängnis für Dissidenten und andere Häftlinge benutzt wurde, aufgenommen am 24.07.2009. Die Anlage wird heute als GULAG-Museum benutzt.

Stacheldraht, Wachtürme, Baracken: Wie prägend waren Lager für unser Bild des 20. Jahrhunderts? Um diese Frage zu klären, richtete die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen eine Tagung zum "Jahrhundert der Lager" aus, parallel zur aktuellen Gulag-Wanderausstellung. Und schon über den Namen wurde gestritten.

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Das begehbare Kunstwerk "Labyrinth" des Berliner Künstlers Olaf Nicolai aus Pariser Straßenfegerbesen.

Toben auf der Straße macht schlau: So lapidar könnte man die Studie "Raum für Kinderspiel" des Freiburger Instituts für Angewandte Sozialwissenschaft zusammenfassen. Darüber hinaus werden Kreativität und Motorik gefördert. In der Praxis gibt es allerdings zu wenig Raum für Bewegung.