Ängste und Depressionen
1,2 Milliarden Menschen weltweit sind psychisch krank

Weltweit leiden mehr als eine Milliarde Menschen an psychischen Erkrankungen. Das sind fast doppelt so viele wie 1990, schreiben Forschende im Fachmagazin The Lancet. Am häufigsten kommen Ängste und depressive Störungen vor. Bei diesen Diagnosen gab es laut Studie in den Jahren nach der Corona-Pandemie einen besonders krassen Anstieg.

    Schattenriss eines Mannes, der in einem Tunnel an der Wand hockt und in Richtung Licht blickt.
    Ängste und depressive Störungen sind weit verbreitet. (IMAGO / YAY Images / Arsgera)
    Zusätzlich stecken laut den Fachleuten vermutlich langfristige globale Entwicklungen hinter dem Trend: mehr Armut, Unsicherheit, und weniger soziale Verbundenheit. Am stärksten betroffen sind junge Menschen zwischen 15 und 19 und Frauen - wahrscheinlich, weil sie häufiger sexuelle Gewalt und Diskriminierung erleben und stärker durch Care-Arbeit belastet sind.
    Andere Fachleute sagen zu den gestiegenen Zahlen: Vielleicht werden psychische Krankheiten inzwischen auch häufiger erkannt. Auf jeden Fall müsste man Präventions-Maßnahmen viel besser auf die besonders betroffenen Gruppen, also Frauen und Jugendliche zuschneiden.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.