Berlin
1.900 Menschen demonstrieren gegen Auflösung von "Palästina-Kongress"

In Berlin ist gegen die Auflösung des sogenannten Palästina-Kongresses demonstriert worden.

14.04.2024
    Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration nach der Auflösung des "Palästina-Kongresses" in Berlin-Mitte teil, unter ihnen auch einige Frauen mit Kopftuch.
    Pro-Palästina-Demonstration in Berlin (dpa / Fabian Sommer)
    Die Polizei zählte bis zu 1.900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie eine Sprecherin am Abend mitteilte. Einsatzkräfte seien von Demonstrierenden angegriffen worden. Neun Personen wurden vorläufig festgenommen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Laut Polizei gab es auch eine kleinere Gegendemonstration. Hunderte Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen, um den Schutz beider Versammlungen zu gewährleisten.
    Die Polizei hatte die Veranstaltung am Freitag rund zwei Stunden nach dem Beginn aufgelöst. Als Grund nannte die Versammlungsbehörde eine per Video übertragene Rede eines Mannes, für den in Deutschland wegen Hasstiraden gegen Israel und gegen Juden ein politisches Betätigungsverbot gilt. Laut einem ARD-Bericht gibt es für mehrere prominente Redner Einreiseverbote nach Deutschland. Damit ist offenbar auch der frühere griechische Finanzminister Varoufakis gemeint. Er schrieb auf der Plattform X, das Bundesinnenministerium habe ihm zudem verboten sich via Videokonferenz zu Wort zu melden.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.