
Seit 2015 wurden 5.200 Todesfälle registriert und 8.000 Verletzte. Alleine im Gazastreifen und im Westjordanland waren es 1.071 Tote und 3.232 Verletzte. Die WHO geht davon aus, dass die Zahlen generell weitaus höher sind. In den ersten Jahren seien die Erhebungen lückenhaft gewesen. Zudem würden nicht in allen Ländern Fälle systematisch dokumentiert. Laut WHO gab es im vergangenen Jahr rund 1.400 Angriffe. Dabei wurden 2.000 Helfer getötet, rund doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Für das laufende Jahr zählte die Weltgesundheitsorganisation 518 Angriffe in zwölf Ländern, darunter im Libanon und in der Ukraine.
Anlass für die Bilanz ist der heutige 10. Jahrestag der Resolution 2286 des Weltsicherheitsrates. Mit dieser hat sich die Weltgemeinschaft verpflichtet, medizinisches und humanitäres Personal sowie Gesundheits-Infrastruktur zu schützen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte, es fehle der politische Wille, diese Verpflichtung einzuhalten. Nach der Verabschiedung der Resolution hatte die WHO mit der Datensammlung begonnen.
Anmerkung der Redaktion: Wir haben eine erste Version dieser Meldung nach Rückfragen aus dem Publikum durch Zahlen zu einzelnen Ländern und Regionen präzisiert.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
