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StartseiteSternzeitHenrietta Leavitt und die Vermessung des Weltalls04.07.2018

150. Geburtstag der bekannten AstronominHenrietta Leavitt und die Vermessung des Weltalls

Henrietta Leavitt gilt als Entdeckerin der Periode-Leuchtkraft-Beziehung - bis heute eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Vermessung des Weltalls. Beruflich nützte der Astronomin ihre Entdeckung allerdings wenig.

Von Dirk Lorenzen

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Henrietta Leavitt (1868-1921) bei der Arbeit  (Harvard)
Henrietta Leavitt (1868-1921) bei der Arbeit (Harvard)
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Vor 150 Jahren kam in Lancaster im US-Bundesstaat Massachusetts Henrietta Leavitt zur Welt. Sie studierte Philosophie, Kunst und Mathematik und erhielt eine Anstellung am Harvard College Observatory. Dort gehörte sie zu der Gruppe von Frauen, die astronomische Beobachtungen auswerteten und Berechnungen anstellten. 1912 untersuchte Henrietta Leavitt veränderliche Sterne in zwei Begleitgalaxien der Milchstraße. Diese Cepheiden genannten Sterne erscheinen periodisch heller und wieder schwächer.

Ein Cepheiden-Stern in der Andromeda-Galaxie (NASA/ESA)Ein Cepheiden-Stern in der Andromeda-Galaxie (NASA/ESA)

Der Astronomin fiel auf, dass die Periode des Lichtwechsels von der maximalen Helligkeit abhängt. Je heller ein Stern ist, desto länger dauert sein Pulsieren. Ist dieser Zusammenhang einmal an möglichst nahen Objekten geeicht, so lässt sich damit der Abstand zu fernen Objekten bestimmen. Die Dauer des Lichtwechsels verrät die wahre Leuchtkraft des Sterns – und der Vergleich mit seiner Helligkeit an unserem Himmel ergibt die Entfernung: Je schwächer er erscheint, desto weiter ist er entfernt.

Diese Periode-Leuchtkraft-Beziehung ist bis heute eines der wichtigsten Hilfsmittel bei der Vermessung des Weltalls. Henrietta Leavitt hat diese überragende Entdeckung beruflich leider nicht viel genützt. Denn Harvard verwehrte Frauen damals bedeutende akademische Positionen. Erst 1921 wurde Miss Leavitt immerhin Leiterin der Stellarphotometrie. Wenige Monate später ist sie im Alter von nur 53 Jahren gestorben. Ihr zu Ehren heißt die Periode-Leuchtkraft-Beziehung heute "Leavitt-Gesetz".

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