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StartseiteWissenschaft im BrennpunktDie Ordnung der Elemente03.03.2019

150 Jahre PeriodensystemDie Ordnung der Elemente

Fast jeder kennt die Karte oder das Poster aus der Schulzeit: Bunte Quadrate mit Buchstabenkürzel wie Mg, As, Cl, Na oder Fe, durchnummeriert und aufgeteilt in 7 Zeilen und 18 Spalten. PSE, das Periodensystem der Elemente, wird in diesem Jahr 150 Jahre alt.

Am Mikrofon: Uli Blumenthal

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Das Periodensystem der Elemente (Ralf Hirschberger/dpa)
Das Periodensystem gibt es schon seit 150 Jahren, einige Elemente waren damals noch unentdeckt (Ralf Hirschberger/dpa)
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Periodensystem Sam Kean im Reich der Elemente

Es ist untrennbar mit dem Namen Dmitri Iwanowitsch Mendelejew verbunden. Aufgrund des Stellenwertes für Wissenschaft und Wirtschaft – so die Begründung der Vereinten Nationen – gilt 2019 als das Internationale Jahr des Periodensystems.

Dmitri Iwanowitsch Mendelejew arbeitete Mitte der 1860er-Jahre an einem Lehrbuch der Chemie und überlegte, in welcher Reihenfolge die damals bekannten 63 einzelnen Elemente im Lehrbuch abgehandelt werden sollen. 

Am 6. März 1869, präsentierte Mendelejew vor der Russischen Chemischen Gesellschaft das Periodensystem der Elemente. 

Heute reicht das Periodensystem bis zum Element 118. Ein Dutzend davon sind erst in den letzten 40 Jahren dazugekommen. Aber im Unterschied zu den Elementen, die Mendelejew vor 150 Jahren kannte, zerfallen sie meist, noch bevor man sie näher untersuchen kann. Heutzutage sind Chemiker deshalb auf der Suche der "Insel der Stabilität" im Meer der kurzlebigen Elemente. Auch 150 Jahre später ist das Periodensystem der Elemente noch nicht abgeschlossen.


Gesprächspartner: Prof. Dr. Nora Kulak, Freie Universität Berlin Institut für Chemie und Biochemie

Prof. Dr. Nora Kulak im Sendestudio am Mikrofon (Uli Blumenthal / Deutschlandfunk)Prof. Dr. Nora Kulak im Sendestudio (Uli Blumenthal / Deutschlandfunk)

Beiträge:

Eine Montage zeigt Porträts von Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer in Schwarz-Weiß nebeneinander. (picture-alliance / akg-images / Montage Deutschlandradio)Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer (picture-alliance / akg-images / Montage Deutschlandradio) Im Schatten der Konkurrenz Der Periodensystem-Pionier Lothar Meyer

Das Periodensystem ist zum Teil auch eine deutsche Erfindung: Der gebürtige Niedersachse Lothar Meyer entwickelte sogar noch vor seinem russischen Kollegen Dmitri Mendelejew eine tabellarische Anordnung der Elemente. Doch mittlerweile ist er trotz seiner Verdienste in Vergessenheit geraten.

Der Tankdeckel eines wasserstoffbetriebenen Autos.  (imago / Florian Schuh)Der Tankdeckel eines wasserstoffbetriebenen Autos. (imago / Florian Schuh) Darstellung von Elementen Wasserstoff in alternativen Periodensystemen

Zum Periodensystem der Elemente, so wie wir es kennen, gibt etliche alternative Darstellungen. In einigen steht Wasserstoff in der Mitte ganz oben: Ob er, so wie gewohnt, in der ersten Hauptgruppe überhaupt richtig steht, wird derzeit diskutiert.

Zwei neue Elemente Elemente 114 und 116 heissen Flerovium und Livermorium des Periodensystems bekommen in einer offiziellen Zeremonie ihre Namen. Zu sehen ist eine Tabelle, in runden Kreisen sind die Zahlen 114 und 116 zu sehen. (dpa / Tass / Zurab Dzhavakhadze)Die zwei neuen Elemente 114 und 116 heißen Flerovium und Livermorium (dpa / Tass / Zurab Dzhavakhadze) Superschwere Elemente Flerovium auf dem Weg zur Insel der Stabilität
  
 Superschwere Elemente kommen in der Natur nicht vor. Im Darmstädter Institut GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung wurden einige erstmals künstlich hergestellt. Das Problem: Sie existieren zum Teil nur Sekundenbruchteile.



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