Amoklauf
16-Jähriger nach Gewalttat an Schule in Schongau in Untersuchungshaft

Nach der Gewalttat an einem Gymnasium im oberbayerischen Schongau ist der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft gekommen.

    Schongau: Ein Einsatzfahrzeug vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) steht auf dem Gelände der Feuerwehr, wo Betroffene und Angehörige nach einem Vorfall am Welfen-Gymnasium psychologisch betreut werden.
    An einem Gymnasium in Schongau gab es nach einem Vorfall Verletzte und Festnahmen. (Karl-Josef Hildenbrand / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
    Wie die Staatsanwaltschaft München mitteilte, wird der 16-Jährige dringend des versuchten Mordes in zwei Fällen verdächtigt.
    Der Schüler des Gymnasiums hatte gestern auf dem Schulgelände zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt. Er trug auch eine Schusswaffe bei sich. Schüler hatten den beiden Opfern nach der Tat improvisierte Druckverbände aus Kleidungsstücken angelegt und ihnen damit möglicherweise das Leben gerettet. Lehrer überwältigten den Täter.
    Laut den Polizeiangaben war gegen den Jugendlichen bereits in der Vergangenheit ermittelt worden, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll. Haftgründe hätten damals aber nicht vorgelegen, hieß es. Der 16-Jährige befand sich zumindest zeitweise in psychiatrischer Behandlung. 
    Diese Nachricht wurde am 09.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.