Paritätischer Gesamtverband
16 Prozent der Bevölkerung Armutsbetroffen - Höchste Zahl seit 2020

In Deutschland leben laut dem Paritätischen Gesamtverband so viele Menschen in Armut wie seit 2020 nicht mehr. Im vergangenen Jahr seien rund 13,3 Millionen Menschen arm gewesen, erklärte der Verband unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

    Eine Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm bei der Berliner Tafel.
    Vor allem Kinder von Alleinerziehenden sind einem erhöhten Armutsrisko ausgesetzt (hier ein Foto von der Berliner Tafel). (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Das sind etwa 16 Prozent der Bevölkerung. Den Angaben zufolge sind Alleinerziehende und alleinlebende Personen am stärksten betroffen. Überdurchschnittlich hoch sei die Armut auch in den Altersgruppen zwischen 18 und 25 sowie ab 65 Jahren.
    Als arm gelten laut EU-Definition Menschen, die in einem Haushalt leben, der weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung hat. Im vergangenen Jahr lag die Grenze für einen alleinlebenden Menschen bei 1.445 Euro im Monat. Zum Einkommen gehören dabei unter anderem Löhne, Wohngeld, Kindergeld und andere Sozialleistungen.
    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.