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StartseiteNachrichten vertieft"Ein Stück deutscher Zeitgeschichte"27.03.2014

20 Jahre Deutschlandradio"Ein Stück deutscher Zeitgeschichte"

Bundespräsident Joachim Gauck hat bei der 20-Jahres-Feier des Deutschlandradios an die Leistungen des Deutschlandfunks für die Deutsche Einheit erinnert. Er sei als Hörer bis heute dankbar, dass der DLF entgegen des Zeitgeistes immer die Verbindung zwischen Ost und West gehalten habe.

Bundespräsident Gauck am Rednerpult beim Festakt 20 Jahre Deutschlandradio (deutschlandradio / Christian Kruppa)
Anlässlich des 20. Geburtstags des Deutschlandradios fand in Berlin ein Festakt statt. (deutschlandradio / Christian Kruppa)
Weiterführende Information

Unsere Jubiläumsbroschüre zum Download (Deutschlandradio, 19.03.2014)

Analysen, Unterhaltung, Spannung (Deutschlandradio, 26.03.2014)

Unsere Leistungsbilanz (Deutschlandradio, 19.03.2014)

20 Jahre Deutschlandradio - Die Rede des Bundespräsidenten

"Dem Deutschlandfunk bin ich bis heute – wie viele aus dem Osten – dankbar", sagte der Bundespräsident laut Redemanuskript. Der DLF "war die bundesdeutsche Antwort auf den Deutschlandsender der DDR und hat – wie wenige andere Institutionen – die Verbindung zwischen Ost und West gehalten, als manche Landsleute im Westen schon nichts mehr über die DDR hören wollten". Der Sender sei diesem Zeitgeist nicht gefolgt und habe sich der Präambel des Grundgesetzes stets verpflichtet gefühlt, sagte Gauck. "Zugleich hat er den Blick nach Europa und in die Welt geweitet."

Der Bundespräsident erinnerte in seiner Laudatio an das Lob einer Tageszeitung vor zwei Jahren zum 50. Geburtstag des Deutschlandfunks. Sie verglich den Radiosender mit den Aufgaben des Bundespräsidenten. Beide seien politisch engagiert, neutral und auf die großen Zusammenhänge bedacht. "Das will ich nicht kommentieren, nur so viel: In ganz Deutschland – übrigens gerade auch in jenen Regionen, die früher als "Tal der Ahnungslosen" bezeichnet wurden – danken es die Hörerinnen und Hörer bis heute mit Treue."

"Ein Motor der Einheit"

Die Deutsche Einheit war eines der Kernthemen in Gaucks Laudatio. Immer wieder führte der Bundespräsident an, dass mit der Gründung des Deutschlandradios 1994 ein unterstützender Prozess gestartet wurde. Das Deutschlandradio ging aus drei Sendern hervor: dem Deutschlandfunk in Köln, RIAS Berlin im Westen und Deutschlandsender Kultur im Osten Berlins. Dies sei ein "Motor der Einheit" gewesen und habe die Überwindung der Teilung Deutschlands begleitet, reflektiert und kommentiert, sagte Gauck in seiner Rede während des Festakts in Berlin.

Gauck würdigte in seiner Rede auch die generelle Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: "Wer die Vielfalt unserer Hörfunklandschaft mit fremden Ohren zu hören versucht, der kann keinen Zweifel daran haben, wie wertvoll eine öffentlich-rechtliche, aber staatsferne Säule unseres dualen Rundfunksystems ist."

 

Ein Blick ins Publikum beim Festakt in Berlin. Rechts neben Bundespräsident Joachim Gauck sitzt der Intendant des Deutschlandradios, Dr. Willi Steul. Links Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. (deutschlandradio / Christian Kruppa)Der Festakt zu 20 Jahre Deutschlandradio fand im Berliner Museum für Kommunikation statt. (deutschlandradio / Christian Kruppa)

Neben Bundespräsident Gauck gratulierten dem Deutschlandradio in Berlin Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Weitere Informationen zum 20. Geburtstag finden Sie auf unseren Sonderseiten.

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