Eigene Ermittlungen
20 mutmaßliche Epstein-Opfer melden sich bei Pariser Staatsanwaltschaft

In Frankreich haben sich im Rahmen der Epstein-Ermittlungen bislang 20 mutmaßliche Missbrauchsopfer gemeldet.

    Der verstorbene Investmentbanker und verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im Porträt an einem gedeckten Tisch mit Personen im Hintergrund.
    Der verstorbene Investmentbanker und verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war ein Aufsteiger, dem es gelang, ein mächtiges Elitennetzwerk aufzubauen. (picture alliance / Zumnapress / Epstein Estate / House Oversight)
    Seit der Veröffentlichung tausender Akten zum Fall des US-Sexualstraftäters Epstein hat die Pariser Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Es sollen diejenigen identifiziert werden, die es dem US-Milliardär ermöglichten, seine Verbrechen auch in Frankreich zu verüben.
    Von den insgesamt etwa 20 Personen, die mit ihrer Behörde Kontakt aufgenommen hätten, seien auch Missbrauchsopfer von zwei französischen Model-Agenten, sagte Staatsanwältin Beccuau dem Sender RTL. Zehn der nun als mutmaßliche Opfer geführten Menschen seien der Staatsanwaltschaft noch nicht bekannt gewesen.
    Der im Gefängnis verstorbene Milliardär Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.