
Rund 20 Prozent der Rekruten brechen laut dem Bericht die Ausbildung ab. Otte betonte, um das Ziel von 260.000 aktiven Soldaten und 200.000 Reservisten bis Mitte der 2030er-Jahre zu erreichen, sei ein Erfolg des neuen Wehrdienstmodells zwingend. Sollte die Freiwilligkeit nicht genügen, müsse die Rückkehr zur Wehrpflicht der nächste Schritt sein. Otte kritisierte außerdem, dass es zu viele Offiziere und zu wenig einfache Soldaten gebe.
Zahlreiche Kasernen sind nach Angaben des Wehrbeauftragten marode und müssten dringend saniert werden. Auch bei der Ausrüstung gebe es nach wie vor großen Nachholbedarf. Da die Verteidigungsausgaben von der Schuldenbremse ausgenommen seien, könne Geldmangel dabei keine Rolle mehr spielen.
Der Bericht dokumentiert auch eine wachsende Bedrohung im Inland. So sei die Zahl der Straftaten gegen die Bundeswehr im vergangenen Jahr auf 112 gestiegen. Darunter seien sechs Brandanschläge und zehn Sabotageakte gewesen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Nach Vorfällen bei Fallschirmjägern: Wehrbeauftragter stellt Jahresbericht vor (Audio)
Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
