Ceuta-Krise
22 EU-Mitgliedstaaten fordern Sondersitzung der Innenminister

Als Reaktion auf die Migrationskrise nach den Geschehnissen in der spanischen Exklave Ceuta haben EU-Mitgliedstaaten eine Dringlichkeitssitzung der Innenminister verlangt.

    Mehrere Menschen gehen durch ein großes Tor, daneben stehen Soldaten.
    Zehntausende Migranten sind von Ceuta nach Marokko zurückgekehrt. (IMAGO / Europa Press / IMAGO / Europa Press)
    Die Ereignisse der vergangenen Tage erforderten eine unverzügliche und koordinierte europäische Antwort, heißt es in einem Schreiben an die irische EU-Ratspräsidentschaft. Zu den Unterzeichnern gehören auch Bundeskanzler Merz und die italienische Ministerpräsidentin Meloni.
    Mittlerweile haben zehntausende Migranten die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika wieder verlassen. Wie die Regierung in Madrid mitteilte, sind nahezu alle Menschen nach Marokko zurückgekehrt. EU-Migrationskommissar Brunner erklärte, keine einzige Person habe die Grenze zum europäischen Festland überschritten. Etwa 50.000 Menschen hatten Ceuta in den vergangenen Tagen zumeist schwimmend von Marokko aus erreicht. Behörden zufolge stieg die Zahl der Todesopfer auf 67.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.