
Auch der erst 17 Jahre alte Abwehrspieler Kaua Prates, der im Sommer in die Bundesliga zu Dortmund wechselt, war dabei. Auf den Rängen und auf dem Rasen war es zu Tumulten gekommen, als in der sechsminütigen Nachspielzeit nur noch wenige Sekunden zu spielen waren. Cruzeiros Angreifer Christian prallte nach einem Schussversuch gegen Atlético-Torwart Everson. Dieser reagierte, drückte seinen Gegenspieler mit den Knien zu Boden. Innerhalb weniger Sekunden kam es zu einer Rudelbildung, fast alle Spieler mischten sich ein – mit Faustschlägen und Tritten.
Rund zehn Minuten benötigten Sicherheitskräfte und Militärpolizei, um für Ordnung zu sorgen. Danach wurde die Partie beim Stand von 1:0 für Cruzeiro schließlich beendet. Vor der Massenschlägerei hatte Schiedsrichter Matheus Delgado Candançan keine einzige Karte gezeigt.
Hulk meinte, er habe Delgado schon zu Beginn des Spiels gesagt, dass es Ärger geben werde. Jedoch hätte er Angst gehabt, das Finale zu pfeifen. Der 39-jährige Fußballer führte aus, er werde nicht müde, um Entschuldigung zu bitten. Man versuche zwar, Ruhe zu bewahren, aber wenn es hitzig sei und man sehe, wie ein Mitspieler angegriffen werde, reagiere man automatisch. "Trotzdem hätte das so nicht passieren dürfen.“
Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
