Spanische Exklave
25.000 Migranten aus Ceuta wieder ausgereist - EU-Länder diskutieren über Grenzschutz

Von den etwa 60.000 Migranten, die in den vergangenen Tagen die spanische Exklave Ceuta erreicht hatten, sind offiziellen Angaben zufolge etwa 25.000 schon wieder in Marokko.

    Eine Gruppe Migranten flüchtet durch einen Zaun an der marokkanisch-spanischen Grenze am 31.Juli 2026. Sie klettern durch ein Loch im Zaun am Hafen in die Spanien-Exklave Ceuta.
    Menschen klettern durch ein Loch im Zaun am Hafen in die Spanien-Exklave Ceuta (AFP / Abdel Majid Bziouat)
    Das spanische Innenministerium teilte mit, sie seien freiwillig zurückgekehrt. Der Großteil der Migranten hatte die Grenze zur Exklave schwimmend überquert. Mindestens 34 Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Der spanische Regierungschef Sánchez machte Menschenhändler für die Lage in Ceuta verantwortlich. Er kündigte weitere Maßnahmen zur Sicherung der Grenze an.
    In der EU hat der Andrang auf die Exklave Spannungen ausgelöst. Italiens Regierungschefin Meloni brachte einen Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Abkommen ins Gespräch, unterstützt wurde der Vorschlag von Finnland und Dänemark. Auch Österreichs Kanzler Stocker zog temporäre Schließungen der Schengen-Grenzen in Betracht. Frankreich verstärkte seine Grenzkontrollen zu Spanien. Bundeskanzler Merz forderte Spanien auf, die Situation in Ceuta schnellstmöglich in den Griff zu bekommen.
    Diese Nachricht wurde am 31.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.