Medienbericht
28 Prozent der 18-jährigen Männer lassen Bundeswehr-Anschreiben zum neuen Wehrdienst unbeantwortet - Bußgelder drohen

Ein Großteil der jungen Männer antwortet einem Medienbericht zufolge nicht auf die Anschreiben der Bundeswehr zum neuen Wehrdienst.

    Feldjacken hängen am Stand der Bundeswehr auf einer Kleiderstange
    Das Bundesverteidigungsministerium will das Verhalten nicht hinnehmen. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
    Nur von knapp drei Vierteln der 18-Jährigen lägen bisher Reaktionen vor, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Militärkreise. 28 Prozent hätten das Schreiben ignoriert, obwohl die Beantwortung verpflichtend sei. Das Verteidigungsministerium habe deutlich gemacht, dieses Verhalten nicht hinzunehmen. Man werde den Fällen nachgehen und gegebenenfalls Bußgelder verhängen.
    Das Anschreiben enthält Fragen zur Eignung und Bereitschaft, in der Bundeswehr zu dienen. Frauen sind anders als Männer nicht zur Auskunft verpflichtet. Rund die Hälfte derer, die geantwortet hätten, habe Interesse signalisiert, den mindestens sechsmonatigen freiwilligen Wehrdienst zu leisten, heißt es weiter. Ob sie es am Ende auch machten, sei unklar. Ausschlaggebend werde in vielen Fällen sein, den Interessenten einen möglichst heimatnahen Wehrdienst anzubieten. Längere Entfernungen verringerten die Chancen.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.