
Reporter berichteten von rund 30 Menschen, die mit kahlrasierten Köpfen ein Gefängnis in der Hauptstadt Caracas verlassen konnten und von Angehörigen empfangen wurden. Am Donnerstag hatte die Nationalversammlung ein Amnestie-Gesetz gebilligt, das von Übergangspräsidentin Rodríguez auch unter Druck aus den USA vorangetrieben worden war. Einem für die Amnestie-Verfahren zuständigen Abgeordneten zufolge wurden seit Inkrafttreten 177 politische Häftlinge entlassen. Laut Bürgerrechtsaktivisten waren zuletzt noch fast 650 politische Gefangene in Venezuela inhaftiert. Kritiker bemängeln, dass das Amnestie-Gesetz zu viele Ausnahmen vorsehe.
Mit derselben Begründung waren am Freitag rund 200 Inhaftierte in einen Hungerstreik getreten.
Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
